Die Rolle des Konflikts ist gerade im Improtheater etwas schwierig zu erfassen. Konflikte an sich sind für den Zuschauer nur wenig interessant. Wichtig sind innere Konflikte. Dennoch sind Konflikte als Narrativ-Element entscheidend. Konflikte dürfen wir hier nicht mit „Katastrophen“ verwechseln. Mit anderen Worten: Ein brennendes Hochhaus ist kein Konflikt, sondern eine von außen herangetragene Katastrophe, die die Funktion hat, die Dinge ins Laufen zu bringen und eventuell noch ein schönes Ornament abgibt. Einen Konflikt gibt es erst dann, wenn ein Feuerwehr-Einsatzleiter gegen den Willen seines Chefs seine Mannschaft die Treppen hochschickt, um ein hilfloses Kind zu befreien. Der innere Konflikt spielt sich dann im Herzen des Einsatzleiters ab. Dabei ist es relativ unerheblich, ob die am Konflikt beteiligten Figuren, ihren Konflikt wirklich austragen.
Kurz gefasst:
1) Eine Katastrophe macht noch keinen Konflikt.
2) Ein Streit ist nur Ornament des Konflikts.
3) Der innere Konflikt ist entscheidend.

Konflikt
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