Seltsam, der bei vielen Impro-Spielern so ausgeprägte Kopier-Reflex: Die Figur des Gegenüber wird in Tonfall, Körpersprache, sozialem und theatralem Status kopiert. Vielleicht wird hier eine wertvolle soziales Verhaltensweise auf die Bühne übertragen. Bloß hier ist sie ziemlich unbrauchbar. Es ergibt sich kaum dramatisches Potential, denn auch die Wahrscheinlichkeit, dass jetzt inhaltlich Unterschiedliches produziert wird, bleibt gering.
Rosenkranz & Güldenstern treten zwar immer als Doppelpack auf, aber immer in Konfrontation mit einer anderen Figur. Eine Szene nur mit diesen beiden hätte bestenfalls die Qualität eines Monologs.

Kopier-Reflex
Markiert in:         

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.