Kirsten Fuchs zieht einen Vergleich zwischen Hunden und Improvisierern. Hunde reagieren viel stärker auf die momentane Situation als es Menschen in der Regel tun.
Wenn ein Hund also etwas Verbotenes getan hat und man ihn dafür anschreit, dann befiehlt, herzukommen und ihn dann bestraft, wird er es nicht verstehen, da er doch den Befehl „Komm her!“ erfüllt hat. So werden Hunde zu misstrauischen Wesen.
Völlig absurd wird es dann, einen freudig heranspringenden Hund für etwas zu bestrafen, was er vor einer Stunde getan hat.
Die unglaubliche Wahrnehmung des Moments – den Ton, die Worte, die Gesten des Menschen – haben ihn zu so einer unglaublich angepassten Spezies gemacht.
Stephen Nachmanovitch berichtet über seinen Hund, in dessen Gegenwart man nicht das Wort „walk“ benutzen durfte, ohne dass er schwanzwedelnd vor der Tür stand. Stephen und seine Frau erfanden dann das pseudo-jiddische Wort „Schniss“ für Spaziergang. „Let’s have a schniss“ bedeutete dann: „Lass uns ohne den Hund spazierengehen.“

Hunde im Moment
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