1. musikalische Szene: Vater der Heldin / wahnsinnige Tante
2. Shakespeare-Drama: Narr / „Der schwarze Müller“
3. Passenger-Rolle im Game: Kellner
4. Chef im Finanzamt / Banker in Luxemburg
5. Oper: Raumschiffkapitän

Darunter keine Protagonistenrolle. Vermeidet man die manchmal? Unwohl fühlte ich mich als „wahnsinnige Tante“, da dadurch der eher dramatischen Szene ihre Wucht genommen wurde. Gut war der Shakespearesche Narr, da mir die Mischung aus Dreistheit, wortspielerischer Gewandtheit und Gefährlicheit ganz gut gelungen ist.
Man müsste sich mal Gedanken machen über Raumschiffszenen. Habe noch keine einzige spannende gesehen oder gespielt, von ein paar gelungenen Features mal abgesehen. Aber es muss möglich sein.

Gestern gespielte Figuren
Markiert in:     

5 Kommentare zu „Gestern gespielte Figuren

  • 2009-05-11 um 09:10
    Permalink

    Diese Beobachtung habe ich auch schon gemacht: Szenen in Raumschiffen scheinen stets an einer Einfallslosigkeit zu kranken, obwohl eigentlich alles möglich wäre (siehe Star Trek). Vielleicht ist es die Konzentration auf die technischen Effekte, welche die Inhalte erstickt. Von Loose Moose habe ich eine tolle Szene, die u.a. in einer Raumstation spielte – aber eben nicht nur dort. Es würde mich interessieren, was bei deinen Versuchen raus kommt.

    Antworten
  • 2009-05-11 um 09:38
    Permalink

    Im Grunde ist das Problem relativ einfach beschrieben. Ein Raumschiff wäre zu behandeln wie jeder andere Ort, an dem eben beliebige Themen auftauchen können. Die „technischen Effekte“ oder „typischen Handlungen“ wie Angriff der Außerirdischen, Landung auf dem Planeten, Beamen usw. sind als Routine zu betrachten, die es zu brechen gilt.
    Ich phantasiere ein Beispiel herbei: Das Raumschiff bereitet sich auf einen Kampf gegen Angreifer vor. In der Situation höchster Konzentration wirft eine junge Offiziersanwärterin dem alternden Kommandeur vor, sie sexuell belästigt zu haben, was wiederum dem ersten Offizier gut in den Kram passt, der es schon lange auf die Chefposition abgesehen hat. Da greifen die fiesen Aliens an.
    Abgesehen davon kann man natürlich auch mal Szenen in realen Raumschiffen spielen (in denen es wie Hölle stinken soll). Nur das tut natürlich kein Improspieler…

    Antworten
  • 2009-05-11 um 16:54
    Permalink

    Ich glaube, es ist in Raumschiffszenen oft wie am aklten Buffett: Man denkt, man hat die universelle Auswahl und packt sich alles auf den Teller. Die Konzentration auf einen Aspekt könnte hier wirklich helfen.
    Einfach nur das Problem in der Schwerelosighkeit nicht schlafen zu können, oder wohin mit dem Müll.
    Vielleicht fehlt auch nur das spezifische Fachwissen, denn ich glaube, dass das Leben in einem Raumschiff im Grunde ständig bedroht ist. Da braucht es nicht mal Aliens. (Sauerstoffmangel, Weltraummüll, Knochenschwund, Vitaminmangel, Sauerstoffmangel, Flüssigkeitsmangel, Strahlung, Manöverfehler, Raumangst, technisches Versagen usw.) Es wäre sehr spannend mal daran zu arbeiten…

    Antworten
  • 2010-05-24 um 22:25
    Permalink

    Science fiction lebt ja auch sehr von diesen gewaltigen Bildern. Beim sehen v. Sunshine (Sehr zu empfehlen!!!) kam ich darauf, diese Bilder einfach zu sehen. Schau ins Publikum und sehe die Erde von da oben. Lass dich von dem Anblick rühren.

    Und Science fiction ist ja nur ein setting, nicht ein plot. Es gibt viel horror sci-fi, besonders spannend natürlich wenn in diesen klaustrophobischen räumen einer der protagonisten durchdreht… psycho horror. Es gibt aber auch fantasy-heldengeschichten, s. starwars, krimis, liebesschnulzen…

    Was zu vermeiden wäre: Das obligatorische Lenkrad…

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.