Eine der idiotischsten „Regeln“, der ich immer wieder begegnet bin, lautet, es müssten mehr Zuschauer im Publikum als Spieler auf der Bühne sein, damit man die Show überhaupt beginnen könne. Abgesehen davon, dass schon dieses Abzählen völlig unsinnig ist – warum soll man die Zuschauer, die gekommen sind, bestrafen? Beinahe noch schlimmer fand ich an einigen Orten: „Dann spielen wir eben nur halb so lang.“ (Man nimmt dasselbe Geld und serviert ihnen nur eine halbe Portion.) Letztlich macht man sich nur die Kunst kaputt durch solche Halbherzigkeiten. Sicherlich, einen Theatersport-Abend kann man schlecht vor drei Zuschauern spielen, aber warum dann nicht etwas anderes improvisieren? Für mich liegt das Limit bei 2 Zuschauern, die ich frage, ob sie die Show sehen wollen. Und wenn das der Fall ist, dann ziehe ich es auch durch. Allerdings war ich in solchen Situationen eher selten, und wenn, dann umzingelt von Kollegen, die schon bei weniger als Zehn Zuschauern die Flinte ins Korn warfen.

„Mehr Zuschauer als Spieler“
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Ein Kommentar zu „„Mehr Zuschauer als Spieler“

  • 2012-07-17 um 20:27
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    Wir hatten mal im Hochsommer bei schönstem Wetter nur 5 Zuschauer. Lange Diskussionen, die meisten Spieler wollten absagen, dann hatte ich die Idee, dass wir nur eine dreiviertel Stunde spielen, aber dafür ohne Eintritt, dh. dass wir den Zuschauern ihr gezahltes Geld zurückerstatten. Es wurde ein sehr schöner Auftritt (wir spielten dann sogar eine Stunde) und ALLE WAREN ZUFRIEDEN.
    Klaus aus Kassel

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