Sie waren ihrer Kraft entladen
nach sieben Tagen vor Gericht.
Der Zorn, wie dichte Pulverschwaden,
verfliegt nur langsam, wenn man ficht.
Das Haus, das Geld, die Zeit, die Kinder.
Wer von uns beiden lebt gesünder?
Und was ich will, bekommst du nicht.

Was kriege ich, was muss ich lassen?
Wann wurd’ das Liebste nur zum Feind?
Was bleibt – gewohnheitsmäßig hassen.
Was war es, das uns einst geeint?
Und nach dem Urteil ward es leise.
Sie saßen beide wie zwei Greise,
zuhaus die Augen leergeweint.

Vor Gericht
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