Dan Richter

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Juni 2003 (Poetry Slam USA Tour)

April / Mai / Juni 2004

Am 26./27. Juni gebe ich einen Improtheater-Workshop. Für weitere Informationen: hier klicken.

  

April 2004 Mai 2004

Den April habe ich größtenteils mit vier meiner Kollegen des Improtheaters Paula P. auf dem Luxuskutter AIDA in Asien zwecks Arbeit, Sport und Spiel verbracht. Was ich dort erlebt habe, werde ich an dieser Stelle in den nächsten Tagen nach und nach vervollständigen. Mit Geschichten, Bildern und Pipapo.

Bei Abwesenheit schreiben die Autoren der Chaussee der Enthusiasten immer Briefe an unser Publikum, die dann von den anderen vorgelesen werden müssen.
Hier der erste Brief ans Publikum, geschrieben kurz vor der Abreise. 

8. April 2004 (1. Tag) - Wie ich in Thailand lande und ich feststelle, wie wenig ich über Thailand weiß. Wie ich belehrt werde über die rosige Hotelzukunft von Phuket.

9. April 2004 (2. Tag - morgens) - Wir müssen ein Rettungsmanöver mitmachen und wollen keinen Fehler begehen. Die Puppe. Sching-Schang-Schong ohne Brunnen.

9. April 2004 (2. Tag - mittags) - Wie ich mich ein erstes Mal auf dem sonnigen Pooldeck umschaue und dann doch Macbeth-Lektüre in meinem Kämmerchen für die bessere Option halte.

11. April 2004 (4. Tag) - Wie das Schiff in Sri Lanka anknotet. Vergiftete Speisen. Tuck-Tucks.

12. April 2004 (5. Tag) - Wie ich den Plan zur Meuterei fasse, diesen aber schnell wieder fallen lasse.

13. April 2004 (6. Tag) - Wie ich mich zur Synagoge von Cochin kutschieren lasse und warum sie zu ist. Was es mit Ostern auf sich hat.

2. Brief ans Publikum der "Chaussee der Enthusiasten"

15. April 2004 (8. Tag) - Wie ich mich in die Slums verirre. Warum ich keine Sehenswürdigkeiten besichtige. Mopedtaxis. Flugzeugträger. 

16. April 2004 (9. Tag) - Wie ich andern Passagieren beim Filmen des Sonnenaufgangs zugucke. Sommerzeit. Kriegsschiffe. Bombay oder Mumbai. Medleys. 

18. April 2004 (11. Tag) - Fischlibert, der so hoch hinaus wollte. Sind Insekten Lebewesen? Warum ich das Mobiliar nicht zerlege, obwohl ich ein Rocker bin. 

19. April 2004 (12. Tag) - Ein Flugzeug attackiert uns fast. Das ist normal hier. 

20. April 2004 (13. Tag) - Ich träume von Britney Spears. Ein Workshop fällt aus. Was man als Croupier beachten muss. 

3. Brief ans Publikum der "Chaussee der Enthusiasten"

23. April 2004 (16. Tag) - Ein ferkelgroßer Fisch beobachtet mich, während ich mit Sand in den Flossen kämpfe. 

24. April 2004 (17. Tag) - Wer Schwierigkeiten beim Atmen in Pyramiden hat, sollte Pyramiden meiden.

25. April 2004 (18. Tag) - Der Suezkanal enttäuscht in mehrfacher Hinsicht. Ein Buch von Grass auch. Der Kapitän isst Muscheln.

26. April 2004 (19. Tag) - Mittelmeer. Schlechtes Wetter, schlechte Laune, keine Lektüre, Streit, kotzende Kollegen, Travestie. Ein versauter Tag, wenn da nicht die Kunst wäre.

27. April 2004 (20. Tag) - Erwachen in der DDR oder Griechenland. Den toten Fischlibert kriegen sie nicht tot. Schiffsputz.

4. Brief ans Publikum der Chaussee der Enthusiasten

28. April 2004 (21. Tag) - Ist Mykonos ein Drecksloch oder eine geleckte Perle? 

29. April (22. Tag) - Kurz Rhodos. Schluss mit lustig.


30.4.04 (23. Tag) - Es fällt dann doch schwer, Abschied zu nehmen. Entnervung auf dem Flughafen Antalya. Heimreise.

AIDA-Listen:
1. Die Decks
2. Die Bücher

6. Mai 2004

Aus dem Urlaub zurückgekehrt, musste ich mich wieder auf den neusten Informationsstand bringen und durchforstete die Zeitungen vom April. Voller Schrecken las ich die Schlagzeile vom 14. April:


Eichel-Berater! Für so was hamse wieder Geld. Mir bezahlt auch keiner einen Eichel-Berater.

 

9. Mai 2004 - Was aus der guten alten Bravo geworden ist. Ob "Black Eyed Pea" junge Menschen provozieren oder sich einschleimen wollen.
27. Mai 2004  -

Vortrag bei der Chaussee der Enthusiasten über die Folgen gestörter Kommunikation. Auch als mp3.

Juni 2004

Freitag, 18. Juni 2004

Hatte heute die Gelegenheit, der Generalprobe zu Mozarts "Die Entführung aus dem Serail" in der Komischen Oper beizuwohnen. Die Interpretation des Libretto als Geschichte eines Türkenbordells, welches dann von Belmonte übernommen wird, macht die ganze Sache schon spannend. Aber die ständige Präsentation von Penissen und Kunstblutgespritze lenkt von diesem originellen Ansatz eher ab, als dass es ihn unterstreicht. Die armen Sänger tun mir leid - da haben sie jahrelang Gesang studiert und nun müssen sie ihre sekundären Geschlechtsmerkmale dem Berliner Publikum darbieten, das dann auch noch "Aufhören!" und "Das wollen wir nicht sehen!" ruft. Ich hab's nicht bereut; schließlich war die Karte umsonst.
In der BILD-Zeitung wird schon vor der Premiere Stimmung gemacht: "Alles mit unseren Steuergeldern - Noch Kunst oder schon Porno?" Dazu gibt's eine kleine Galerie, bei der einem beim Durchklicken auf beeindruckende Weise mal wieder deutlich wird, wie sehr doch Pornografie abhängig ist vom Zusammenhang, in dem Bilder ausgestellt werden. >> Zur BILD-Porno-Galerie
Sonntag, 20. Juni 2004

Die Spielwütigen gehörte zu der Sorte Filme, bei der ich mir sage: "Ach ja, ein Dokumentarfilm, wenn ich mal wieder gute Laune habe, kann ich mir den ja auch noch ansehen." Nicht gedacht hätte ich, dass mir dieser Film, zu dem mich dann meine Freundin schleppte, den Tag vergolden würde, wenn man mal von dem leichten Neid absieht, den er hinterlassen hat. Neid darauf, nicht auch Schauspiel studiert zu haben.
Montag, 21. Juni 2004

Und hier noch ein Kulturtip: Wer jemanden kennt, der Geld hat, sollte sich von dieser Person unbedingt zur Show der Blue Man Group einladen lassen. Ich weiß: Die allgegenwärtige Werbung in der Stadt ist zwar penetrant, aber es lohnt sich wirklich. Wahre Künstler am Werk.

 


 

 Dan Richter

 

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