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29. August
Der Film "Butterfly
Effect" ganz nett anzusehen, aber man hat dann hinterher doch das
Gefühl, dass wir das bei "Lola rennt" alles schon mal besser
serviert bekamen. Vor allem sollte Hollywood aufhören, zuviel bedeuten zu
wollen. Und mit der Philosophie sollten sie es ohnehin lassen. Der ganze
Film leider ziemlich überladen: Hin- und Hergebeame, der schon beinahe
obligatorische Kindesmissbrauch, ein Knast voller Brutalos und
zuckersüßes Studentenglück breitgelatscht. Schön allerdings, wenn der
Siebenjährige wie ein Erwachsener spricht. Das Schönste an dem Film ist
aber der fette sexbesessene Grufti.

Die perfekte Studenten-WG
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28. August
Dass Komiker und Kabarettisten in dem Ruf stehen, sich für jeden Scheiß
zu prostituieren, ist ein durch die Dummheit vieler Werktätiger dieser
Branche gerechtfertigtes Vorurteil. Aber was treibt drei von dieser Sorte
dazu an, nach Kabul zu reisen, um die dort verbarrikadierte
Bundeswehrtruppe zu bespaßen? Auch wenn diese Dummheit jetzt schon vier
Monate zurückliegt, will ich hier noch mal auf dieses Dreierpack Klotzwürste
hinweisen: "Der flotte Dreier" mit Jörg Büttner, Dirk Bublies
und Alexander Schäfer unterschreitet noch erwartbar schlimmstes Niveau.
Zitat aus ihrem Afghanistan-Bericht:
"Gewohnt
wurde in Containern, gegessen mit den Kameraden und die Freizeit
verbrachte man im Betreuungszelt, “Internet-Cafe” oder im Gespräch
mit den Soldaten."
Färbt Armee-Sprech so schnell ab oder sind
die drei ohnehin ohnehin so drauf?
Hier die lustige
Frontberichterstattung der flotten Drei. (Kotzschüssel bereithalten)
Und
hier berichtet die Berliner Zeitung (etwas distanzierter).
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27. August
Nun hab ich mich doch breitschlagen lassen, mal einen Text über Olympia
zu verfassen, wenn auch in sehr verdichteter Form - ein Gedicht sozusagen:
Text
Audio
(mp3-Streaming live Aufnahme bei der Chaussee der Enthusiasten)
24. August
Hat eigentlich schon mal jemand festgestellt, dass
George W. Bushs "Drückebergerei" im Vietnamkrieg sein
vielleicht sympathischster Charakterzug ist?
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7. August
Lesung mit Jochen
Schmidt in Chemnitz bei den Herausgebern des kleinen Hefts "Comma",
die sich viel Mühe geben bei diesem vierstündigen Vorlese-Marathon, bei
dem Jochen und ich dann die letzte dreiviertel Stunde absolvieren sollen.
Lehren aus diesem Wochenende:
1. Traue keinem Kellner, der dir, nachdem du die erst halb aufgetauten
Klöße zurückgegeben hast, anbietet, dir stattdessen Semmelknödel zu
bringen. Das wird eine halbe Stunde dauern und ihre Temperatur wird nur
knapp über dem Gefrierpunkt liegen. In dieser Zeit hat dein mitreisender
Kollege schon seinen Rieseneisbecher verdaut.
2. Ich bin mir nicht sicher, ob Sachsen Lyrik schreiben sollten. Sie
öffentlich vorzutragen, müsste man ihnen verbieten.
Kostprobe 1: "Murgnnebl, deor sisch einis nochmiddogs lägt."
Kostprobe 2: "Pfonnguchn mit Schilee, so kischmeidisch wie dein
Oborgürbor."
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3. August 2004
Warum, so wird sich die aufmerksame und eifrige Besucherin dieser Seite
fragen, gab es im Juli nichts Aktuelles? Hier die Antwort: Um mich herum
gaben sämtliche technische Geräte ihren Geist auf. Ich fühlte mich wie
ein Negativ-König- Midas: Alles, was ich berührte, wurde zu Scheiß:
- mein dunkelblaues Rollo
- mein grünes Nishiki-Fahrrad (gestohlen)
- mein PC
- das externe Netzteil meines Laptop
- das Vorderrad meines neuen Kalkhoff-Fahrrads (kaputtgefahren)
- mein schwarzes Rollo
- mein Walkman mit Aufnahmefunktion
- das interne Netzteil meines Laptop
- mein altrosa Rollo
- das Motherboard meines Laptop
- mein Dispo-Kredit.
Und genau wie Midas hatte ich Angst,
überhaupt noch etwas in die Hand zu nehmen.
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Der neue Monat immerhin bringt Licht
in das Dunkel unserer Seelen. Gestern haben wir mit der Chaussee
der Enthusiasten eine schöne Premiere in den Comedy-Club Kookaburra
gezaubert. Welterklärungen, Streitgespräche, Stand Up Comedy von Jochen
Schmidt, Bohnis Geburtstag.
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1. August
Bohni hat Geburtstag. Wir feiern in
kleiner Runde im Schusterjungen. Bohni lässt Wodka springen.

So weit, so gut. Doch da
bemerken Volker
Strübing und ich, wie links hinter Bohni
eine transparente Frau auftaucht und rechts neben ihm ein Gesicht mit
Leuchtaugen und ohne Mund. Da wird uns schummerig. Bohni lässt sich
nichts anmerken. An einem Fenster des Hauses, dessen Parterrefront man auf
dem Bild ebenfalls sehr deutlich sieht, sitzt die ganze Zeit eine schwarze
Katze. Kaum ist sie weg, erscheint an einem anderen Fenster das Profil
eines dicken Mannes. Kurz darauf geht er fort, und die Katze ist wieder
da. Zufall? Volker und ich spekulieren auf eine ganz abgefeimte Idee der
CIA. Es gibt eigentlich nur drei logische Erklärungen:
a) Der Mann zieht sich ständig
sein enges Katzenkostüm über.
b) Die Katze zieht sich immer wieder ein Menschenkostüm über.
c) Der Mann ist gar kein Mann, sondern eine Puppe, mit der die Katze
spielt.
Doch alle drei Erklärungen sind
perdu, als auf einmal Katze und Mann gleichzeitig (!!!) am Fenster
erscheinen. Volker wird kreidebleich und mir stockt der Atem. Uns ist
klargeworden - beide sind von der CIA ferngesteuert.
Bohni bleibt uns eine Antwort schuldig.
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Wenn ich keine Lichtenrader Schwiegereltern hätte, käme
ich viel seltener in den Erholungspark Marzahn. Dort werden die Wiesen mit
Geräten gesprengt, die mich an meine vierbeinigen Feinde erinnern.
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