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November
2006
Mozartanekdoten

Ein
großer Erfolg (23.11.06)
Aus Anlass des großen Erfolgs von „Le nozze di Figaro“ wurden
Mozart und sein Weib zu einem Dinner eingeladen. Als die Gesellschaft
schon so einiges getrunken und gegessen hatte, wurde Mozart
aufgefordert, zu berichten, ob er denn wirklich ein so schlimmes Verhältnis
zu seiner Schwiegermutter, der Frau Weber, habe wie allzeit berichtet
wird. Mozart lehnte sich daraufhin bequem zurück und begann: Einmal
traf ich meine Schwiegermutter unter höchst widrigen Umständen. Sie
ging im Regen ohne Paraplü spazieren, und ich fragte sie, ob sie das
immer so täte. Darauf hin antwortete sie: Vor langer Zeit ging ich
einmal eines Nachts mit Paraplü
spazieren, als ich einen seltsamen Kauz traf. Als ich genauer hinsah,
erkannte ich, dass es sich um niemand geringeren als den durchtriebenen
Salieri handelte. Ich fragte ihn, was er denn zu so später Stunde hier
vor dem städtischen Bordell, aus dem ich gerade kam, tue. Er aber
antwortete mir mit einem Gleichnis: Aus Anlass des großen Erfolgs von
„Le nozze di Figaro“ wurden Mozart und sein Weib zu einem Dinner
eingeladen. Als die Gesellschaft schon so einiges getrunken und gegessen
hatte, wurde Mozart aufgefordert, zu berichten, ob er denn wirklich ein
so schlimmes Verhältnis zu seiner Schwiegermutter, der Frau Weber, habe
wie allzeit berichtet wird.
Hörtipp der Woche: Quintett für Klarinette, 2 Violinen,
Viola und Cello, A-Dur, KV 581
Die dreisten Jünglinge
(16.11.06)
Als Mozart einmal mit seinem neuen Gaul auf am Wiener Prater vorbeitrabte, rümpften einige Jünglinge die Nase, denn Mozart – und das wusste er selber – war kein besonders eleganter Reiter. Dafür konnte sich seine Musik sehen lassen.
Ätsch!
Hörtipp der Woche: Klaviersonate Nr. 13 B-Dur KV 333
Die Donau
(9.11.06)
Einmal unternahm Mozart eine Rundfahrt auf der Donau, ein Fluss, der bekanntlich mit-ten durch das schöne Wien hindurch flitscht. Der Kapitän ließ das Schiff zunächst gemüt-lich treiben, doch plötzlich gewahrte er eine Wolkenzusammenballung am Horizont, wor-über er dermaßen in Sorge geriet, dass sich seine Augenbrauen zu einer zeltförmigen Fi-gur auf seiner Stirne zusammenzogen. Er ließ die Segel reffen, aber zu spät – das Schiff ging unter, und alle waren tot. Außer einer – John Maynard. Mozart, der berühmte Polit-barde. Sein Opus „An der schönen blauen Donau“ schmiss er nach diesem betrüblichen Vorfall einfach weg, so dass der Strauß es später einfach noch mal komponieren musste.
Hörtipp der Woche: Arie des Osmin "Wer ein
Liebchen" aus "Entführung aus dem Serail" KV 384
Salzburger Nächte
(2.11.06)
Als Mozart im Alter von sechzehn Jahren einmal nachts die Straßen Salzburgs durchstreifte, gewahrte er an einer Straßenecke einen Mann, der zum Himmel hinaufblickte, und es schien dem jungen Kompositeur, als bestaune der Eckensteher den Halbmond. Mozart sprach den Fremden an, doch dieser gab nur unwillig Antwort. Viele Jahre später, Mozart lebte inzwischen als berühmter Mann in Wien, wiederholte sich die Szene: Der Mann stand abermals an einer Salzburger Straßenecke,
bestaunte den Halbmond und gab Widerworte. Doch war es diesmal nicht Mozart, der ihn angesprochen hatte. Wie auch? Er wohnte ja inzwischen in Wien, das hab ich doch gerade schon erzählt.
Hörtipp der Woche: Klaviersonate Nr. 14, c-Moll KV 457
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