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Oktober
2006
Mozartanekdoten

Interessantes Detail
(19.10.06)
Als es Mozart einmal finanziell wieder etwas besser ging, wies er einen wohlhabenden Klavierschüler ab, da er der Meinung war, nie wieder unter Geldsorgen leiden zu müssen. Wie sehr er sich hier irrte, ist bekannt. Weniger bekannt ist allerdings, dass zu ebendieser Zeit der durchtriebene Hofkomponist Salieri vielleicht an einer Sonate für Bratsche und Oboe werkelte. Das eine hat mit dem anderen zwar nichts zu tun, aber interessant ist’s allemal.
Hörtipp der Woche: Klaviersonate F-Dur KV 533
The bells of Salzburg
(5.10.06)
Als Mozarts Vater seinen dreijährigen Sohn einmal auf einen Spaziergang durch die schöne Stadt Salzburg mitnahm, kamen sie am berühmten Salzburger Dom vorbei, als gerade die Glocken läuteten. Die Gläubigen verharrten für einen Moment in ehrfürchtiger Stille und gedachten ihrer sündigen Schweinereien, die dem Herrgott ein Dorn im Auge waren, ein Dorn, den er sich sicherlich selbst hatte entfernen können, denn schließlich war er der Allmächtige höchstpersönlich, und das Herausziehen eines Dorns aus dem Auge ist ja im Vergleich zu, sagen wir mal, der Erschaffung der Laubbäume ein Kinderspiel. Ein Kinderspiel, wie es der junge Mozart gern gespielt hätte, wenn ihn der eigene Vater nicht tagtäglich mit der Rute zum Musizieren angetrieben hätte. Das Glockengeläut jenes herbstlichen Nachmittags hatte, soweit ist sich die Mozartforschung einig, keinerlei Auswirkungen auf das Schaffen des späteren Meisters.
Hörtipp der Woche: Klaviersonate C-Dur KV 545
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