Poetry Slam in den USA

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Teil II
Teil III
Teil IV
Teil V
Teil VI

I. Vorgeschichte

Meine Reise in die USA hatte ich schon länger geplant.


Auch in Grünwald im Isartal heckte ich neue Pläne aus. Doch da wusste ich noch nicht, dass ich am Abend Michael Brown kennenlernen würde.

So erwies es sich als guter Zufall, dass ich im März 2003 Michael Brown, einen der Gründerväter des amerikanischen Poetry Slam, bei einer Lesereise in München traf.

Auf meine Frage, wo man sich den in New York und Chicago gute Lesungen anschauen könne, erstaunte er: "Anschauen? Du hast soeben den Münchner Slam gewonnen! Mann, du musst bei uns auftreten!"

Was sollte ich sagen? Ein solches Angebot lehnt man nicht ab. Einen Versuch war es schließlich wert.

Und so startete ich gleich einen Tag nach meiner Ankunft in New York, am 5. Juni 2003 einen Testballon im Bowery Poetry Club. Ich hatte keine Ahnung, wie die Slams hier ablaufen würden. Und ausgerechnet ich sollte an diesem heißen Tag, an dem das Publikum nur aus 20 Leuten bestand, gleich als erster im Open Mike Teil lesen. Ich wählte meinen Text November. Der hatte noch immer funktioniert. Hier lachten sie nur bei der Ansage. Immerhin gewann ich den Open Mike – der Preis war ein Scrabble Wörterbuch. Ich wusste nicht – wollten die mich jetzt verarschen und mir damit sagen "Nimm das Wörterbuch und lern erst mal richtig Englisch"? Aber nach der Lesung kamen fünf Leute auf mich zu und klopften mir auf die Schulter, das wäre ja toll, mal was ganz neues. Ich habe diesen Abend bis heute nicht verstanden.
Als ich dann verwirrt an der Bleecker Street stand, fand ich das Leben doch wieder schön. Wie das geschah, kann man  auf diesem Bleecker Street Filmchen sehen (3,7 MB).

Stolze Feuerwehrleute
Die Kollegen dieser Filiale der New Yorker Feuerwehr haben extra zusammengelegt, um ein Kunststofftransparent zu kaufen, auf dem sie ihren Stolz über den Kollegen Steven Porras, der "in Übersee unser Leben und unsere Freiheit" beschützt, angemessen zum Ausdruck bringen können.

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 Dan Richter

 

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