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November/Dezember 2003

28. Dezember 2003

(Da diese Möglichkeit viel seltener wahrgenommen wird als möglich, weise ich an dieser Stelle noch mal darauf hin, dass man für sämtliche Auftritte bzw. Shows, an denen ich beteiligt bin, Freikarten bekommen kann. Wie das geht, steht am Ende der Auftrittsseite, und zwar hier.)

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Tausende Waschkörbe mit Briefen stapeln sich in meiner Wohnung. In all diesen Briefen wird nur eines gefordert: Eine persönliche Top/Flop-Liste des Jahres 2003 auf der Dan-Richter-Seite. Bitte sehr:


Film Buch Theaterstück
Freude des Jahres Lichter (Regie: Hans-Christian Schmid, gesehen im Kino Intimes, Berlin)
Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll - Vielleicht bei dem polnischen Papa, der szu sämtlichen Schandtaten bereit ist, wenn er nur seiner Tochter das teure Kommunionskleidchen kaufen kann, oder bei dem Ukrainer, den nichts davon abhält, illegal über die deutsche Grenze zu kommen, nur um ein paar Bilder vom legendären Potsdamer Platz zu knipsen, den sein Bruder miterbaut hat? Es ist , als sähe man ein Best Of des europäischen Films der letzten 50 Jahre, vom italienischen Neorealismus, über slawische Groteske bis zum dänischen Dogma. (Dass der Matratzenhändler schlimm fallen wird, ahnt man schon, als er mit seinen schmierigen Brillengläsern und den  bis zum Filter durchgerauchten Zigarettenkippen seine Mitarbeiterin zu einem gepflegteren Äußeren ermahnt. Wie brutal das aber dann durchgehalten wird, nimmt einem den Atem.) Der berührendste Film seit Happiness.
Stephen Nachmanovich: Free Play - Improvisation in Life and Art
Was ist eigentlich das Zauberhafte an Improvisation? Sie lässt uns direkt am Schaffensprozess teilhaben. Ein Buch über Selbstvertrauen, Selbstaufgabe, Hingabe, Fehler, Verzweiflung, Training in der Kunst.
Improv with TJ and Dave
(in ImprovOlympics, Chicago)
Improvisationstheater, wie ich es noch nie gesehen habe. Zwei Schauspieler stellen sich auf die Bühne, stellen sich kurz vor, sagen noch kurz: "By the way, everything is improvised", und legen los. Nicht einmal eine inspirierende Vorgabe lassen sie sich geben. Es folgt ein einstündiges, absolut frei improvisiertes Stück; die Schauspieler tauschen zwischendurch die Rollen, schlüpfen in Nebenrollen. Das alles mit einer ungeheuren Leichtigkeit und Eleganz.
Enttäuschung des Jahres 28 Tage später (R: Danny Boyle)
Der Film beginnt so verheißungsvoll - nämlich mit der Wanderung eines aus dem Koma Aufgewachten durch die völlig leere Innenstadt Londons. Wenn man dieses Horrorszenario mit einer Virus-Story mixt, dürfte das eigentlich ausreichen, um einen spannenden Film zu machen. Sollte man meinen. Aber Boyle muss auch noch Vampire, Zombies und irre Militärs dazuquirlen. Die Moral wird einem dann auch noch pausenlos um die Ohren gedroschen. Schade.
The Lost Beatles
Angeblich unbekannte Interviews mit den Beatles. Willkürliche Auswahl, einiges bereits bekannt, zu einem großen Teil völlig uninteressant. Interessante Begleiter der Beatles, wie May Pang, Pete Best, Mimi dienen Giuliano vor allem, um sich selbst als Beatles-Experte darzustellen, dabei geht es ihm nur darum, Hass zu schüren
Tod eines Handlungsreisenden (Deutsches Theater, Berlin)
Aufführungen wie diese sind Schuld daran, dass ich nur noch selten ins konventionelle Theater gehe. Das gute Stück von Miller, das ja durchaus brisant ist heutzutage, wird einfach zerstört: Da fuchtelt Grashof mit dem Zeigefinger und hebt seine Stimme ins Witzisch-Register, bis der letzte Zuschauer verstanden hat, dass hier gerade eine lustige Szene zu sehen sein soll. Margit Bendokat langweilig. Und natürlich darf auch eine Hosen-Runter-Szene nicht fehlen.


8. Dezember 2003
Seit 12 Jahren erstmals wieder in einer Show von Phil gewesen. Damals bin ich von derhinteren Bank der Scheinbar vor Lachen gefallen (auch als ich 1989 das erste Mal einen Comic von ihm las, fiel ich vom Stuhl und habe drei Minuten gebraucht um wieder aufzustehen). Heute, in der zweiten Reihe des Mehringhoftheaters lache ich nicht so leicht. Ob das mit seinem und meinem Alter zu tun hat, weiß ich nicht. Muss immer an anderen Stellen lachen als die anderen im Publikum. Hätte ihn nach der Show gerne noch gefragt, ob er nicht vorhat, den zweiten Teil des völlig unterschätzten "Pawel Tropotkin" (wahrscheinlich der großartigste Comic deutscher Sprache, wenn ich das als Laie behaupten darf) zu schreiben. Aber da er musste sich noch mit Farin unterhalten. Außerdem kann er sich wahrscheinlich sowieso nicht an mich erinnern.

Philipp Tägert
Ach so! Das sollte ich noch sagen: Wer Phil noch nicht gesehen hat, sollte das schleunigst tun, bevor er Legende wird.

28. November 2003
Die Solo-Show war nett und gut. Der Briefkasten von Fredo Fratelli quillt über. Die Aktualisierung dieser Seite könnte häufiger vorgenommen werden. Ich weiß. Habt ihr schon die Passfotoseite gesehen? Demnächst wieder mehr.

1. November 2003
Es ist mir gelungen, den herrlich komischen Fredo Fratelli aus New York für die Premiere meiner Solo-Show am 23. November 2003 im Scheinbar Varieté zu gewinnen.

Fredo Fratelli Central Park New York
Fredo Fratelli bei einem seiner berüchtigten
Spaziergänge durch den Central Park New York.

Als ich im Sommer in den USA war, hatte ich die Gelegenheit diesen herrlichen Mann live zu erleben. Ein Muss für alle, die es heiß mögen.

 Dan Richter

 

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