Aktuelles
Juli/August 2003
Juni 2003 (Poetry Slam USA Tour)

September/Oktober 2003

19. Oktober 2003
Erinnert sich noch jemand an die platten Teddys ohne Gesicht, die aus billigem Material hergestellt wurden? Nein? Ich auch nicht. Als Gedächtnisstütze werden jetzt deshalb in einem Bioladen in  Schöneberg gute, alte Nostalgie-Teddys für nur 4,58 Euro verkauft. Wem wird da nicht warm ums Herz! Mir.
Schmus mit mir

12. Oktober 2003

Am 23. November veranstalte ich meine erste Solo-Show im Scheinbar-Varieté. Sie heißt Sonntagabend-Show und wird sehr amüsant, das weiß ich jetzt schon. Es wird gelesen, aber nicht nur, es wird gezaubert, aber nicht nur, es wird improvisiert. Details erfahrt ihr schon bald.

Dan Richter Sonntagabend Show
Dieses Bild fanden die Scheinbar-Bosse zu unansehnlich für ihre Ankündigung. Sie haben wahrscheinlich recht.

10.Oktober 2003
Fiona Apple bringt angeblich im Februar eine neue Platte raus. 10 Lieder sollen drauf sein, und eins heißt "Oh well". Sage keiner, das sei keine mitteilenswerte Neuigkeit.

Apple
Man musste Fiona unter Druck setzen, damit sie noch eine so schöne Platte macht.

30. September 2003

Das Bundesverfassungsgericht hat die Entscheidung über Kopftuch tragende Lehrerinnen an die Landesregierungen zurückgepongt. Wir können uns schon auf die Kopfbedeckungsstreits der kommenden zwanzig Jahre freuen.
Damit Sie in den anstehenden Diskussionen schön mithalten können, hier schon mal ein paar Denkaufgaben:

1. Würden Sie diese Frau Ihre Kinder unterrichten lassen?


Lehrerin1


2. Würden Sie diese Frau Ihre Kinder unterrichten lassen?
Lehrerin2

3. Würden Sie diese Frau Ihre Kinder unterrichten lassen?
Lehrerin3

4. Würden Sie diese Frau Ihre Kinder unterrichten lassen?
Lehrerin4

5. Würden Sie diese Frau Ihre Kinder unterrichten lassen?
Lehrerin5


22. September 2003

Der Film Swimming Pool ist ja nicht schlecht. Nach Sixth Sense, Mulholland Drive, Unbreakable, The Others wieder ein Film, bei dem am Ende wieder alles anders ist als gedacht. So weit schön und gut. Das Dumme daran ist nur, dass ich dann meinen Freunden und vor allem Freundinnen erklären muss, worum es eigentlich ging.

Schwimmbecken



20. September 2003

Die Tour mit den Enthusiasten nach Chemnitz war schöner als erwartet. Mit entsetzlich schlechter Laune bin ich losgefahren. Video mit freundlichem Volker Strübing und bösem Dan Richter (1,7 MB). Dass mich meine Kollegen nicht gelyncht haben, grenzt an ein Wunder.
Kurz vorm Auftritt durften wir uns noch das Denkmal ansehen, dass in Chemnitz Nischel genannt wird.
Der Nischel
Vor der Show verbot man uns, Witze über den früheren Namen der Stadt Chemnitz und über den Dialekt der ortsansässigen Bevölkerung zu machen. Somit konnten wir nicht mal auf dem Nischel rumhacken.

Bei der Discothek von Jochen Schmidt und Volker Strübing tauchten auf einmal vier Bilderbuchsachsen auf, bei deren Anblick ich mich 25 Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt fühlte: Die Schnurrbärte, der schleichend-wippende Gang, die verbotene Art Zigaretten zu rauchen, die halblangen Haare. Nichts von alldem war nostalgisch-zitierend gemeint. Für diese Leute war die Zeit 1978 stehengeblieben, obwohl sie wahrscheinlich selbst erst 25 Jahre alt waren. Aber ich wette, am Sonntagnachmittag holen sie ihre Simson S50 aus dem Schuppen und setzen sie sinnlos auseinander und wieder zusammen.
Obersachse
Der Bilderbuchsachse: Er tut nichts, aber er will spielen.



12.September 2003
Wie erholt man sich am besten nach einer Wurzelbehandlung? ("So Herr Richter, das tut jetzt nicht mehr so weh, ich muss nur mit dieser Nadel hier Ihre Wurzelkanäle zurechtfeilen.")
Da hilft nur noch Kleinkunst. Werde heute im Scheinbar-Varieté eine Nummer aus der Reihe Kartentricks, die wir nicht verstehen, ausprobieren.

Kartenfächer
Ein elegant geworfener Kartenfächer (siehe oben) ist das A und O jeder anständigen Zauberperformance. Wenn das Kartenfächerwerfen nicht sitzt, nehmen einen sonst die Zuschauer nicht mehr ernst. Da kann man vom Hochseil springen - sie sagen höchstens: Aha.

Koenig
Es gibt Tausende Tricks mit dem Herz-König. Wer kennt sie nicht! Ich. Deshalb entferne ich ihn immer vorher aus dem Spiel.



Dan Richter, der Kartenjongleur
Innerhalb von 2 Sekunden wird dieser Zauberkünstler die Karte eventuell verschwinden lassen. Möglicherweise isst er sie auf. Hauptsache nicht fallen lassen.


5. September 2003
Eine aktuelle Geschichte:

Ich gebe eurer Zukunft ein Zuhause

Die Bescheidwisser von der LBS, der Landesbausparkasse, haben einen neuen Wettbewerb ins Leben gerufen. Was ist cool, was ist uncool? Und wir alle dürfen uns daran beteiligen. In meiner Zeitschrift gibt es einen Extrabeilagenteil der LBS mit lustigen Cool- und Uncool-Aufklebern.
Die Uncoolaufkleber von der LBS

Wir sollen uns in unserer Stadt oder unserem Dorf, je nachdem, umgucken, wo wir was Cooles oder Uncooles finden, dann da den Cool-Aufkleber oder Uncool-Aufkleber draufpappen, je nachdem, das Ganze fotografieren und an die LBS-Homepage-Macher schicken. Wem das Fotografiere zu umständlich ist, der darf auf der LBS-Homepage die coolsten Fotos einfach mit Mausklick bewerten. Oder die uncoolsten. Je nachdem.
Im Extrabeilagenteil gibt es auch noch eine Anleitung, was sich die LBS-Macher unter cool und was unter uncool vorstellen. Häkeltopflappen sind zum Beispiel cool, Filzlatschen uncool. Die allerneuste Entdeckung: Socken in Sandalen sind uncool. Da haben die LBS-Trendfahnder anscheinend aufwendige Recherchen betrieben, um zu diesem Ergebnis zu kommen. Mein lieber Schwan! Badelatschen als Fußbekleidung sind cool. Da waren die LBS-Coolnessforscher aber so dermaßen aufmerksam diesen Sommer, womöglich haben sie aber auch einen Trendscout im subsaharischen Afrika zu sitzen, der ihnen berichtet hat, dass dort die Gummischlappen praktisch zur Grundausstattung der Armeleutekleidung gehören, einfach, weil man sich dort nichts anderes leisten kann. Schlüpper und Krawatten sind uncool. Wenn man da schon die Fotos sieht, haha, Schlüpper auf der Wäscheleine, haha, wie uncool, haha, Schlüpper auf der Wäscheleine, haha, da muss ich ja lachen, haha, is ja uncool, haha. Orangefarbene Häkelmützen dagegen, haha, die sind retro und deshalb cool, genau wie der orangefarbene Toaster und die orangefarbene Sonnenebrille. Die Gummischlappen gewinnen natürlich auch an Coolness, schon dadurch, dass sie orange sind. Eventuell wären ja auch die Schlüpper und die Socken in den Sandalen und die Krawatten cool, wenn es sie in orangefarbener Ausstattung gäbe. Aber so, haha, Schlüpper auf der Wäscheleine, haha, da muss ich ja lachen, haha, is ja uncool.
Obercool natürlich auch der dickliche Bursche mit dem fetten geputzten Auto. Alles, was ihm noch zur Coolness fehlt, ist, und jetzt kommen wir endlich zum Punkt, ein Bausparvertrag. Und wo gibt’s den? Natürlich nur bei LBS, der coolen Bausparkasse für junge Leute, die zwar einen großen BMW vor der Tür zu stehen haben, aber noch nicht wissen, wie sie zu so einem schicken Häuschen in der Reihenhaussiedlung kommen, das mindestens so cool ist wie das von Mama. Aber gut, meine lieben Freunde von der LBS, you make the game, you make the rules. Cooles und uncooles in meiner Stadt finden und mit euren ultracoolen Aufklebern markieren kann ich auch. Aber erst mal Vorrat holen.

In der LBS-Filiale wundern sie sich, als ich 1000 Stück haben will. „Aber nur die Uncool-Aufkleber!“ Wie ihnen 10 Minuten später zumute ist, kann ich nicht sehen, denn inzwischen habe ich ihr Schaufenster mit 1000 Uncool Aufklebern zugeklebt. Ich gebe eurer Zukunft ein Zuhause, liebe LBS!
cool oder uncool - selber entscheiden


3. September 2003

Terminator III sollte mal von den Gendersoziologinnen durchforstet werden. Es gibt ja nur wenige Filme, in denen Männer gerechtfertigterweise Frauen eine Metallstange über den Kopf hauen dürfen.

Die will nur spielen
Witzig vor allem die Waschraumszene, in der sie sich den strammen Arnie unter den Arm klemmt.


Wer hätte gedacht, dass man diese Hightech-Roboter mit einem einfachen Elektromagneten lahmlegen kann.

*

 Dan Richter

 

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