Frisuren im Osten

Gut frisiert ist halb gewaschen
Improvisation wurde ja im Osten bekanntlich groß geschrieben. Im Jahre 1981 kam es in der DDR zum berüchtigten Engpass an Haartrocknern. Clever wie der Ossi nun mal ist, behalf er sich mit den überall in der Gegend rumstehenden Zementmischern, die ja außer Betrieb waren, wegen dem zeitgleichen Engpass an Zement. Der Mischer wurde dann auf "Volle Pulle" gestellt, und los konnte es gehen. Das Ergebnis war meist nicht von schlechten Eltern. Und wenn manchmal noch etwas Zement in die Haare kleckerte, gab das der Frisur den gewünschten Halt und die nötige Straffheit. Als Nebeneffekt wurde allenfalls der Ost-Grauton beobachtet, der allerdings mit Ostereierfarbe (an der es ulkigerweise nie mangelte) korrigiert werden konnte.

Davon, dass die Planwirtschaft der DDR eigentlich eine Spontan- oder Impro-Wirtschaft war, kann man sich hier überzeugen: www.zementfrisuren.de


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Dan Richter