In jedem Fall: Früher als der Zuschauer es erwartet.
Labels: Storytelling, Szenenarbeit
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4 Kommentare:
Führt diese Regel aber nicht dazu, dass gerade das Schöne und Wichtige, die Veränderung der Figuren, vermieden wird? Ist es nicht gerade der Moment der Peinlichkeit, der Moment nach der Tat, wenn das Adrenalin sinkt oder die Reaktion über die Antwort, was wir sehen wollen/zeigen sollten?
Wie überall, so gilt auch hier: Es gibt keine Regeln. Es gibt aber Impro-Schlampigkeiten. Eine davon ist, Szenen auskleckern zu lassen. Eine weitere, dem Zuschauer jedes Detail aufs Brot zu schmieren.
Die Kunst besteht im Weglassen und im Timing.
Man könnte es auch anders formulieren: Wenn du editierst, höre mehr auf deine innere Uhr als dass du dich danach richtest, ob es gerade inhaltlich "passt".
Dan, da hast du Recht mit dem "richtigen Moment", aber den zu finden ist eine Kunst für sich.
Leider wird beim Freeze Tag oft 'editiert' wenn jemand heiss aufs Auftreten ist und gerade durch eine Körperhaltung inspiriert wurde.
Ich bin der Meinung, daß der Wechsel kommen soll wenn die Kurzgeschiche zu Ende ist. Die Spieler sollten durch Innehalten dazu beitragen, daß der Beat deutlich wird.
Du schreibst, "Die Spieler sollten durch Innehalten dazu beitragen, daß der Beat deutlich wird".
Hm, das ist sicherlich eine Möglichkeit. Geschmackssache: Ich finde es ein wenig unelegant. So oder so, muss man sich im Improtheater auf ein Stilmittel des Szenenwechsels einigen. Die Amis "fegen" gern die Bühne leer, indem sie einach quer drüberlatschen. Das würde hier kaum ein Spieler verstehen. Klatschen finde ich auch derb. Ich bevorzuge ein sanftes Abtippen.
Ich mag auch folgende Konvention: Wenn ein Spieler von hinten die Bühne betritt, steigt er in die Szene ein. Wenn er sie von vorne betritt, blendet er in eine neue Szene über.
Mein o.g. Post ist natürlich in der Absolutheit nicht zu halten. Es gibt kein genau zu definierendes Richtig und Falsch. Und natürlich sollte jeder Improspieler sich nach "dem Ganzen" richten als nach "ich hab gerade Bock zu spielen".
Aber das heißt nicht, dass man jede Kurzgeschichte bis zum "Ende" ausspielen lassen muss. Was ist überhaupt das "Ende" der Teilszene? Das legt der Spieler fest, der gerade Regie führt, indem er abklatscht.
Und als Spieler sollte man sich natürlich auch freuen, abgeklatscht zu werden, denn das trägt natürlich zur Dynamik der Szene bei.
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