Gedankengut
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- Negativ
- Streit
- Er lässt seinen Partner kaum zu Wort kommen.
Und trotzdem saukomisch.
Labels: Film, Positiv/Negativ, Regeln
Die Schauspieler
Sie geben sich sicherlich Mühe, aber das genügt eben nicht.
Der Darsteller des Leach, Tobias Schenke, würde als Nebendarsteller in GZSZ wahrscheinlich nicht weiter auffallen, hier aber wirkt er wie ein verwöhnter, spätpubertierender Student, der gegen Papi aufbegehrt.
Neve Campbell begnügt sich mit Hübschaussehen. Sollen wir ihr wirklich die Dichterin des 19. Jahrhunderts abkaufen? Die ganze Mimik ist inzwischen unecht und hollywoodverdorben.
Sebastian Koch hat stellenweise sogar gute Momente, ein paar subtile Blicke, aber am Ende ist er doch ein polternder Bolzen ohne Charme und ohne Intelligenz. Ich galube ihm einfach nicht, dass er ein Navigationsgerät gebaut hat, weil er es sich selbst nicht glaubt.
Stephen Campbell Moore schmalzt den Humphrey runter ohne Stil. Nichts glaube ich ihm - nicht die Angst, nicht die Wut, nicht den verletzten Stolz.
Dass Julian Richings wie eine Karikatur des Koches Murgridge wirkt, könnte man fast noch durchgehen lassen; denn London beschreibt ihn schon fast komisch. Aber hier stolpert er durch die Szene wie ein Clown. Die karierten Hosen muss er in sich von Ostap Bender besorgt haben.
Tim Roth als Death Larsen ist wahrscheinlich die einzig gute Besetzung, außer eben, dass man ihn eigentlich nicht braucht, denn sowohl im Buch als auch in der berühmten 1971er Verfilmung bleibt der tumbe Bruder wie der Schatten des Antagonisten im Hntergrund. Und das ist auch sinnvoll, denn wir erfahren die Handlung konsequent aus der Perspektive Humphrey Van Weydens, womit wir beim nächsten Punkt wären:
Das Drehbuch:
Es gibt überhaupt keine Erzählhaltung. Die Perspektive Van Weydens verschwindet. Stattdessen blenden wir mal hierhin mal dort. Das Schicksal von Leach und Johnson erscheint ja gerade deshalb als bedrohlich, weil wir nicht wissen können, sondern nur ahnen, was mit den beiden geschieht. Wir sehen die Anfälle von Death Larsen, wenn er allein ist, wir sehen die Mannschaft ohne Van Weyden. Und wir sehen immer wieder Death Larsen. Die Brutalität der beiden, und das ist der Gipfel der Billigkeit, wird küchenpsychologisch durch ein Kindheitstrauma erklärt: Prügelnder Vater, behinderter Bruder. "Und schließlich zeigte es sich ja auch dann:/Am End war der Tyrann gar kein Tyrann!" (Brecht)
Der philosophische Streit und die Not Van Weydens, seine Moral nicht begründen zu können, all das verflacht oder entfällt sogar.
Maud und Humphrey kennen sich nicht nur als Dichterin und Kritiker, sondern waren auch noch verliebt. Obendrein ist ihr Vater auch noch der Besitzer von Death Larsens Schiff. Komplett überfrachtet und überverknüpft. Nichts soll unserem Denken überlassen werden, alles muss erklärt werden.
Aber selbst in den Perspektivwechseln erleben wir nie die Perspektive der Figuren, so dass die Regie immer mehr Gewaltszenen einbauen muss, um wenigstens durch einen Haufen Action die Zuschauer bei der Stange zu halten.
Synchronisation
Die deutschen Schauspieler sprechen fad (Koch) oder hausbacken (Schenke). Die synchronisierten Stimmen hingegen reden wie sie es wohl auf der Synchronschule lernen. Der Ton ist so falsch, dass es schmerzt, zuzuhören. Irgendwann will man nur noch den Ton abdrehen.
Musik:
Habe ich schon erwähnt, dass man irgendwann nur noch den Ton abdrehen will ?
Regie:
Unmotivierte Kamera-Einstellungen, unmotivierte Schauspielerführung, unmotivierte Action-Sequenzen, komplette Spanungslosigkeit, weil er immer alles zeigen will.
Labels: Film
"Man kriegt diese Filme nicht zu fassen, indem man ihre Handlung nacherzählt. Was etwa weiß man über Down by Law, wenn man erfährt, dies sei ein Film über drei Männer, die aus unterschiedlichen Gründen im Knast landen, zusammen ausbrechen, abhauen und sich schließlich wieder trennen? Zumal, wenn man bedenkt, dass der dramatischste Teil dieser Zusammenfassung - der Ausbruch - nicht einmal gezeigt wird."
Die Episoden sind einfach gestrickt. Die Dialoge hervorragend. Die Schauspieler genial. Das Spiel dieses Filmes ist über die Handlung gar nicht zu begreifen: Zwei rauhe Typen landen im Knast - beiden unschuldig und nerven sich die ganze Zeit gegenseitig. Ausgerechnet der kindliche Italiener hat jemanden umgebracht. Er ist es auch, der den Ausbruch plant. Sein Englisch ist haarsträubend, sein Lieblingsdichter ist Walt Whitman, den er natürlich nur auf Italienisch kennt. Verzweifelt schreibt er jede neue Vokabel in ein Notizbuch. Und gerade er, mit dem jede Kommunikation zu scheitern droht, schafft es, die anderen beiden zur Verständigung zu bewegen.
Der Handlungs-Plot ist nebensächlich. Entwicklung findet woanders statt.
Labels: Film, Storytelling
Habe die Show von vor 2 Jahren als Filmchen wiedergefunden. Impro ist eigentlich immer schwierig als Film wiederzugeben. Hier, finde ich, ist es einigermaßen gelungen, vorausgesetzt, jemand nimmt sich die 45 Minuten und schaut sich diese 5 Filme an, die zusammen unsere Langform "4.000 Hubschrauber" ergeben.
Vielen Dank an Robert Munzinger und Steffi Winny.
Kleiner Tipp: Man beginne mit dem zweiten Teil. Der erste besteht hauptsächlich aus Anmoderation und Einführung.
"You can't forget where the camera is until you know where the camera is." (Dasselbe kann man übers Publikum sagen.)
Labels: Film
Am Mittwoch, dem 24.9., spielt Uli Hannemann beim Improtheater Berlin Foxy Freestyle
Labels: Film, Lesebühnen
Ganze Romane wurden angelegt anhand von Figurenlisten.
Labels: Figuren, Film, Storytelling
Effektvoll, aber wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum ich mir Serien noch nie lange anschauen mochte.
Ich bin offen, mich eines besseren belehren zu lassen.
Labels: Film, Konventionelles Theater, Storytelling
Matt Damon/Greengrass: Die Faszination für Bourne liegt auch in seiner Fähigkeit zu Improvisation. Im Gegensatz zu Bond verlässt er sich nicht auf die tollen Hilfsmittel, sondern auf seine Fähigkeit, mit dem umzugehen, was im Moment da ist. In der Brückenszene auf dem Bahnhof Friedrichstraße (!) schließen die Türen der S-Bahn nicht, als er in die Bahn springt. (Durchaus realistisch für S-Bahnhof Friedrichstraße.) Bourne entscheidet in Sekunden: Er springt auf das gegenüberliegende Gleis, wird fast vom Zug erfasst und springt dann auf ein Boot, was ihm die Knochen brechen könnte.
Matt Damon: "It's just fun."
Labels: Film, Schauspiel
Aber in jeder Szene spricht die Angst Chaplins und gleichzeitig seine Gier nach Leben.
- So gut wie immer fangen Horrorfilme positiv an. Die Anfänge der Scream-Serie, die ja bewusst auch mit den Mitteln spielt, sond hier eher die Ausnahme, aber auch hier geht es dann erst mal relativ "normal" weiter.
- Oft erinnert der Ablauf an eine gute Komödie: Ein kleines Missgeschick oder ein kleine moralische Übertretung - Autopanne, Ehebruch, Diebstahl - schraubt sich in die denkbar schlimmste Katastrophe.
- Es gibt von Anfang an nicht zu übersehende Zeichen.
- "Ich bin in fünf Minuten wieder da", heißt: "Ich bin in einer Minute tot."
- Man erschrickt sich vor banalen Dingen: Katzen.
- Du musst in den Keller. "Es" kommt dir hinterher.
- Katholische Symbolik und Mystik macht sich gut, ebenso Volksglaube.
- Das Böse wird besiegt... Fast, hähähä.
Er studiert für die Rolle eines Epileptikers Elektroschock-Therapien in einer Anstalt
1949 wird ein Stück verboten, weil er darin eine Frauenrolle spielt.
Als junger Mann hat er verblüffende Ähnlichkeit mit Brando.
Adorf über Kinski: "Der Wille zur Grenzüberschreitung war ganz wesentlich für ihn."
Peter Berling: "Kinski wusste, wo die Kamera zu sein hatte, wie sie eingerichtet zu sein hatte. Er war ein Kino-Tier. "
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Labels: Film, Schauspiel
Interessant ist ja, dass gerade das Ringen Salieris um Ausdruckskraft ihn scheitern lässt. Seine Gebete sind nicht kontemplativ, sondern er fordert Gott heraus. So bleibt sein Verhältnis zur Kreativität ein negatives.
Zunächst werden wir irritiert, was das Genre betrifft: Es wirkt eher wie eine Farce oder eine Western-Komödie. Außerdem werden wir über den Helden getäuscht, der zunächst wie ein Troublemaker wirkt.
Dann der Bruch - es geht um Mord und Lynchjustiz. Aber wer ist der Protagonist? Im Grunde wird einer der Nebencharaktere zum Protagonisten stilisiert, indem wir die Story immer wieder aus seiner Perspektive sehen. Aber so wie sein Gewissen geprüft wird, geschieht es auch mit allen anderen. Kameraarbeit, Timing und das einprägsame Gesicht Henry Fondas. Im Originalbuch ist kurioserweise sein Begleiter der Held, bzw. Fondas Figur ist der Begleiter.
Ein weiterer Bruch: Das völlig unmotivierte Auftauchen der Kutsche und der alten Liebe des Helden. Das Ganze trägt absolut nichts Inhaltliches zur Story bei, aber es gibt ihr einen interessanten poetischen Schlenker.
Labels: Film, Storytelling
(Erwin Faber über die Mitarbeit Brechts an dem Film Mysterien eines Frisiersalons)

Labels: Film
(Coppolla on Godfather)
Labels: Film
Mehr als Proben ist es vielleicht wichtig, gute Momente miteinander zu haben, essen zu gehen.
The Power of Mistakes.
s. ab 6:51 Min.
Labels: Film, Schauspiel
