Volker Strübing

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Im Jahre 1999 war ich fast jeden Sonntag bei der "Reformbühne Heim und Welt" zu Besuch. An einem Abend im August hatten sie einen Burschen namens Volker Strübing zu Gast. An den Text, den er an jenem Abend als, kann ich mich nicht mehr erinnern, aber er sang ein Lied, DAS LIED, den ultimativen Volker-Hit "Straße ins Glück", Musik, Text, Arrangement auf dem Yamaha QY7 alles von ihm. Und dabei strahlte er dermaßen charmant, dass für mich klar war – falls die Lesebühne Chaussee der Enthusiasten eine Zukunft haben sollte, dann müssen wir den dabei haben, und wenn wir ihn in Ketten legen müssten.
Aber das Wunder geschah: Volker sagte zu.

Die meisten Songs, die Volker Strübing geschrieben hat, könnten die deutschen Pop-Charts für 5 Jahre durcheinanderwirbeln.
Allerdings hat Volker es noch nicht für nötig gehalten, seine CD einer Plattenfirma unterzujubeln. Warum nicht – das bleibt sein Geheimnis. Vielleicht wartet er darauf, dass der Sony-Chef persönlich bei ihm in der Kopenhagener Straße an die Tür pocht.
"Entschuldigen Sie, sind Sie nicht der legendäre Volker Strübing."
"Hä? Sagen Sie mal, wissen Sie, wie spät das ist?"
"Ja, ähm, 13.30 Uhr"
"Und warum klingeln Sie mich da aus dem Bett?"
"Na ja, ich wollte Ihnen einen Major Deal anbieten, da wir bei Sony sehr begeistert sind von Ihrer Musik. Seit eine Praktikantin vor einigen Wochen eine Ihrer Selbstgebrannten mitgebracht hat, läuft die CD bei uns im Sony-Center rauf und runter."
"Können Sie mir nicht eine E-Mail schicken?"
"Na gut. Entschuldigen Sie die Störung, Herr Strübing."

Also, lieber Herr Sony, falls Sie zufällig mal auf diese Seite hier stoßen sollten, klicken Sie auf die Titel und Sie bekommen mit diesen LoFi-Versionen einen ungefähren Eindruck von Volkers Schaffen.

Komm Godzilla
Ein Lied für die Liebe
SIE leben
Singt Hallelujah (KEINSCHWEIN liebt euch)!
Straße ins Glück
Geh doch bitte in den Keller (live)
Weißes Schiff nach Honolulu (live)

Volker, auch Grübchen-Volker genannt, ist aber außerdem einer der großartigsten Geschichtenerfinder der Berliner Vorlesebühnen. Wahrscheinlich sogar der unterschätzteste von allen.


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