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<?xml version='1.0' encoding='ISO-8859-1'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-634298038827244929</id><updated>2010-04-23T12:00:36.235+02:00</updated><title type='text'>Dan Richter - Lektüreblog</title><subtitle type='html'>(1001 Nächte an 1001 Tagen unterbrochen)</subtitle><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default?start-index=26&amp;max-results=25'/><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/atom.xml'/><author><name>Dan Richter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14128761097161007138</uri><email>noreply@blogger.com</email></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>383</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>25</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-634298038827244929.post-7971942253153656633</id><published>2010-04-23T12:00:00.001+02:00</published><updated>2010-04-23T12:00:36.247+02:00</updated><title type='text'>Dieses Blog wurde verschoben.</title><content type='html'>&lt;br /&gt;       Dieses Blog befindet sich nun unter http://lektuereblog.blogspot.com/.&lt;br /&gt;       Sie werden in 30 Sekunden automatisch weitergeleitet oder können dazu &lt;a href='http://lektuereblog.blogspot.com/'&gt;hier&lt;/a&gt; klicken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;       Wenn Sie ein Feed-Abonnent sind, aktualisieren Sie Ihr Feed-Abonnement bitte auf&lt;br /&gt;       http://lektuereblog.blogspot.com/feeds/posts/default.&lt;br /&gt;  &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/634298038827244929-7971942253153656633?l=www.danrichter.de%2Fleckerbissen%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/7971942253153656633/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/04/dieses-blog-wurde-verschoben.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/7971942253153656633'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/7971942253153656633'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/04/dieses-blog-wurde-verschoben.html' title='Dieses Blog wurde verschoben.'/><author><name>Dan Richter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14128761097161007138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='03623210372539923784'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-634298038827244929.post-5977478474789953173</id><published>2010-04-22T12:21:00.001+02:00</published><updated>2010-04-22T12:25:09.240+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kalif'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mekka'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dinar'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Merw'/><title type='text'>282. Nacht</title><content type='html'>&lt;p class="blog"&gt;Wiki-Wissen per Zufall Nummer 2:&lt;/p&gt;&lt;p class="blog"&gt;1. Die einfachste Formel der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Formelsammlung_Analytische_Geometrie"&gt;Formelsammlung der analytischen Geometrie&lt;/a&gt; - Der Einheitskreis - lässt sich so darstellen:&lt;img border="0" src="http://upload.wikimedia.org/math/3/5/5/3553b68b026bc0bbad7840d100046298.png" width="113" height="22"&gt;, aber ich könnte nicht behaupten, ihn zu verstehen, obwohl ich fünf Tage Mathematik studiert habe.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog"&gt;2. Am &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kaiserslautern-SaarbrÃ¼cken_Computer_Science_Cluster"&gt;Kaiserslautern-Saarbrücken Computer Science Cluster&lt;/a&gt; arbeiten mehr als 800 Mitarbeiter.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog"&gt;3. Der 1958 bei Marxen in Niedersachsen entstandene und in den 1970ern zunehmend linksradikale &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ring_BÃ¼ndischer_Jugend"&gt;Ring Bündischer Jugend&lt;/a&gt; zerstritt sich mit dem Ring deutscher Pfadfinderverbände.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog"&gt;4. Das  &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cournot-Oligopol"&gt;Cournot-Oligopol&lt;/a&gt; wurde von Antoine-Augustin Cournot 1838 beschrieben: Wie zwei Anbieter der gleichen Ware zu einem Preis finden, dessen Änderung - egal in welche Richtung für beide ökonomisch unvorteilhaft wäre.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog"&gt;5. Der in Platons sokratischen Dialogen als jugendlicher Heißsporn geschilderte  &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Polos_(Sophist)"&gt;Polos&lt;/a&gt;, hat mehrere Werke verfasst, darunter einen Schiffskatalog&lt;/p&gt;&lt;p class="blog"&gt;6. Der konservative britische Schattenminister der Tories &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/David_Freud,_Baron_Freud"&gt;David Freud&lt;/a&gt; ist ein Urenkel von Sigmund Freud.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog"&gt;7. Die regionale Verwaltung einer Bahai-Gemeinde innerhalb eines Landes heißt  &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Regionaler_Geistiger_Rat"&gt;Regionaler Geistiger Rat&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog"&gt;8. Dem englische Schauspieler &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bob_Peck"&gt;Bob Peck&lt;/a&gt; gelang 1993 der Durchbruch mit Jurassic Park. 6 Jahre später starb er.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog"&gt;9.  &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Les_Friques"&gt;Les Friques&lt;/a&gt; in der Schweiz ist nicht an den öffentlichen Verkehr angebunden.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog"&gt;10.  &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Millikan_(Mondkrater)"&gt;Millikan&lt;/a&gt; ist ein Einschlagkrater auf der nördlichen Hemisphäre des Mondes.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="center"&gt;***&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Wie zu erwarten war, ist der Kalif nicht amüsiert über die unerlaubte Abwesenheit Ishâks:&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" align="left"&gt;&amp;quot;Bedeutet dies, dass du mir den Gehorsam verweigerst?&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p class="kommentar" align="left"&gt;Die Freundschaft der Mächtigen, so haben wir hier nun mehrfach gelernt, ist ein zweischneidig Ding. So leichtfertig wie die Kalifen Ehrenkleider, Jahressolde und Ämter verleihen, so locker lassen sie einen auch köpfen. Ishâk muss also eine gute Rechtfertigung in der Tasche haben.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Unter vier Augen berichtet er dem Kalifen von seinem Erlebnis, und dieser ist begeistert. Sie verkleiden sich wieder als Kaufleute, gehen zu besagter Stelle.&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" align="left"&gt;Aber nun fanden wir zwei Körbe, setzten uns hinein und wurden zu der gewohnten Stätte emporgezogen.&lt;/p&gt;&lt;p class="kommentar" align="left"&gt;Bisher ist völlig unklar:&lt;br&gt;1. Warum geht Ishâk nicht durch die Tür, die er ja schon kennt?&lt;br&gt;2. Warum hängt die Maid überhaupt Körbe aus dem Fenster? Um sich einen Mann zu angeln? Hätte sie auch jeden anderen genommen?&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Wieder wird gegessen und getrunken, erzählt und gesungen, bis beide Herren ihre Konspiration vergessen.&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" align="left"&gt;Als el-Mamûn drei Maß getrunken hatte, kam Fröhlichkeit und Weinseligkeit über ihn und er rief: &amp;quot;Je Ishâk!&amp;quot; Ich antwortete: &amp;quot;Zu Diensten, o Beherrscher der Gläubigen!&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Und schwupps verschwindet die Maid. Ishâk sucht den Besitzer des Hauses, es ist el-Hasan ibn Sahl, der Bruder des Wesirs &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Fadl_ibn_Sahl"&gt;Fadl ibn Sahl&lt;/a&gt;. Für eine Hochzeitsgabe von 30.000 Dinaren heiratet der Kalif die Maid, deren Namen Chadîdscha wir nun endlich erfahren. Ishâk wird zu Stillschweigen verpflichtet. Und er beendet die Geschichte mit der Bemerkung:&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Kein Mensch hat jemals so viel Glück erlebt wie ich es in jenen vier Tagen genossen habe, als ich tagsüber mit el-Mamûn und des Nachts mit Chadîdscha zusammensein durfte. Bei Allah, ich habe nie einen Mann gleich el-Mamûn gesehen und nie eine Frau gleich Chadîdscha kennen gelernt, ja nicht einmal eine, die ihr an Klugheit, Verstand und feiner Rede auch nur nahegekommen wäre. Doch Allah weiß es am besten.&lt;/p&gt;&lt;p class="kommentar" align="left"&gt;Man fragt sich, ob es wirklich bei Wein und Gesang geblieben war. Wenn nicht, hätte der Kalif keine Jungfrau geheiratet. Und warum preist Ishâk immer noch diesen Kalifen, der ihm doch die Braut vor der Nase wegschnappt?&lt;br&gt;Über den Vater der Braut weiß Wikipedia zu berichten, dass dieser infolge seiner Intrigen am Hofe el-Mamûns inhaftiert wurde.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="center"&gt;***&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="center"&gt;&lt;b&gt;Die Geschichte von dem Schlachthausreiniger und der vornehmen Dame&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Während der Wallfahrt ergreift ein Mann den Vorhang des heiligen Hauses und schreit:&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" align="left"&gt;&amp;quot;Ich flehe dich an, o Allah, lass sie wieder ihrem Gatten zürnen, damit ich mich mit ihr vereinigen kann!&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Die Pilger verprügeln ihn und schleppen ihn vor den Emir des Pilgerzugs, der ihn zur Rede stellt. Darauf berichtet der Mann:&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" align="left"&gt;Ich bin Abortreiniger und ich arbeite in den Schafschlächtereien, ich schaffe das Blut und den Unrat zu den Misthaufen.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Als er eines Tages mit seinem mistbeladenen Esel durch die Straßen geht, sieht er einen Haufen Leute weglaufen, di ihn warnen:&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" align="left"&gt;&amp;quot;Bieg in die Gasse dort ein, damit man dich nicht totchlägt! (...) Die Frau eines vornehmen Mannes kommt dort, und die Eunuchen treiben das Volk aus dem Wege; sie schlagen alle Leute, ohne Rücksicht auf irgendeinen zu nehmen&amp;quot; Ich bog also mit dem Esel in eine Seitengasse ein.&lt;/p&gt;&lt;p class="kommentar" align="left"&gt;Auch hier fällt es nicht schwer, den Fortgang zu erraten. Das Motiv &amp;quot;Schöne Frau sucht einen Mann - und zwar irgendeinen&amp;quot; taucht in den 1001 Nächten immer wieder auf.&lt;/p&gt;&lt;p class="kommentar" align="left"&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/634298038827244929-5977478474789953173?l=www.danrichter.de%2Fleckerbissen%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/5977478474789953173/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/04/282-nacht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/5977478474789953173'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/5977478474789953173'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/04/282-nacht.html' title='282. Nacht'/><author><name>Dan Richter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14128761097161007138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='03623210372539923784'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-634298038827244929.post-3062878492451693010</id><published>2010-04-20T18:03:00.000+02:00</published><updated>2010-04-22T12:28:26.346+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kalif'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Merw'/><title type='text'>281. Nacht</title><content type='html'>&lt;p class="blog"&gt;Ich klicke 10 mal auf &amp;quot;Zufällige Seite&amp;quot; bei Wikipedia (der Trick ist, auch die scheinbar uninteressanten Seiten mitzulesen) und erfahre:&lt;/p&gt;&lt;p class="blog"&gt;1. Das  &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/AK-725"&gt;AK 725&lt;/a&gt; ist ein doppelläufiges Geschütz, das in den Staaten des Warschauer Pakts verwendet wurde und sich durch eine hohe Kadenz - nämlich 200 Schuss pro Minute auszeichnet.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog"&gt;2. Bei einer  &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reklamation"&gt;Reklamation&lt;/a&gt; kann der Verkäufer (wenn AGB dem nicht entgegenstehen) wählen, ob er dem reklamierenden Käufer einen Umtausch, eine Reparatur, eine Wandlung (d.h. Geld zurück) oder eine Minderung gewährleistet.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog"&gt;3. In  &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rovinari"&gt;Rovinari&lt;/a&gt;, einer rumänischen Stadt im Kreis Gorj, ist die einzige Sehenswürdigkeit eine Holzkirche von 1840.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog"&gt;4. Der Name des Wasserlauf &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kinchafoonee_Creek"&gt;Kinchafoonee Creek&lt;/a&gt; in Georgia (USA) ist aus der Bezeichnung eines Nussknacker-Mörser aus Knochen in der Creek-Sprache abgeleitet.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog"&gt;5. Das Wappen der Tessiner Gemeinde &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alto_Malcantone"&gt;Alto Malcantone&lt;/a&gt; zeigt ein goldenes Eichenblatt auf blauem Grund.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog"&gt;6. Einer der Forschungsschwerpunkte des in Deutschland lebenden schottischen Theologen &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Wedderburn_(Theologe)"&gt;Alexander Wedderburn&lt;/a&gt; war &amp;quot;Paulus und Jesus&amp;quot;.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog"&gt;7. Der 1977 geborene Schauspieler &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Felix_Rech"&gt;Felix Rech&lt;/a&gt; spielte in Shakespeares &amp;quot;Romeo und Julia&amp;quot; den Mercutio.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog"&gt;8. Die deutsche Bezeichnung der tschechischen Kleinstadt &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vroutek"&gt;Vroutek&lt;/a&gt; lautet Rudig.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog"&gt;9. Die dänische &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sejlflod_Kommune"&gt;Sejlflod Kommune&lt;/a&gt; wurde 2007 mit anderen Kommunen zur neuen Aalborg Kommune zusammengelegt.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog"&gt;10. Der Thüringer SPD-Politiker &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Hey"&gt;Matthias Hey&lt;/a&gt; ist gelernter Drucker.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog"&gt;Erstaunlich - die Hälfte der Artikel in diesem Durchlauf geographische Bezeichnungen. 3 von 10 sind Persönlichkeiten.&lt;br&gt;In einem anderen von AK 725 ausgehenden Durchlauf treffe ich auf: Yak-Rassen, Heuristik, Wiesbaden-Westend, Nassauer Denkschrift, Conference, All About Eve, Mann&amp;#333;, Wittekindshof, Post Charlotte.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="center"&gt;***&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Ishâk el-Mausili verabschiedet sich und gelobt, über das Vorgefallene zu schweigen. Zu Hause&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" align="left"&gt;sprach ich das Frühgebet und legte mich nieder.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Den nächsten Tag verbringt er beim &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Al-MaÊ¾mÅ«n"&gt;Kalifen el-Mamûn&lt;/a&gt; und abends setzt er sich hoffnungsvoll wieder in den Korb. Seine Hoffnungen werden nicht enttäuscht. Das Ganze wiederholt sich noch einmal, und das, obwohl am dritten Tag der Kalif ihn bittet, im Palast zu bleiben, solange er fort ist. Als er von der schönen Maid sich entfernt,&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" align="left"&gt;dachte ich daran, dass el-Mamûn mich sicher zur Rechenschaft ziehen würde; darum sagte ich zu ihr: &amp;quot;Ich sehe, du gehörst zu denen, die am Gesang ihre Freude haben. Nun habe ich einen Vetter, der ist schöner als ich von Angesicht, er genießt ein höheres Ansehen und hat eine feinere Bildung, und er kennt von allen Geschöpfen Alahs des Erhabenen den Ishâk am besten.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Sie willigt ein. Er geht heim.&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" align="left"&gt;Doch kaum war ich dort angekommen, so fielen die Abgesandten el-Mamûns über mich her und schleppten mich mit roher Gewalt fort.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/634298038827244929-3062878492451693010?l=www.danrichter.de%2Fleckerbissen%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/3062878492451693010/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/04/281-nacht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/3062878492451693010'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/3062878492451693010'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/04/281-nacht.html' title='281. Nacht'/><author><name>Dan Richter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14128761097161007138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='03623210372539923784'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-634298038827244929.post-2945213555478863175</id><published>2010-04-19T20:31:00.000+02:00</published><updated>2010-04-22T12:28:26.348+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Instrumente'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Merw'/><title type='text'>280. Nacht</title><content type='html'>&lt;p class="kommentar"&gt;Der Beginn der 280. Nacht klingt, als sei Schehrezâd in Schwierigkeiten:&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" dir="ltr"&gt;&amp;quot;Oh glücklicher König, was ist alles bisher Erzählte gegen das, was ich euch heute nacht erzählen könnte, wenn der König mich am Leben zu lassen geruht!&amp;quot; Der König antwortete ihr: &amp;quot;Beende deine Erzählung!&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p class="kommentar" dir="ltr"&gt;Das wird sie in dieser Nacht nicht tun.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" dir="ltr"&gt;Ishak el-Masuli und die Maid essen und beginnen, sich mit Erzählungen zu unterhalten.&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" dir="ltr"&gt;So begann ich denn zu erzählen, indem ich bald anfing: &amp;quot;Es ist mir berichtet worden, dass es also geschah&amp;quot;, und bald &amp;quot;Es war einmal ein Mann, der also erzählte&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p class="kommentar" dir="ltr"&gt;Da lässt sich Schehrezâd hübsch in die Trickkiste schauen.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" dir="ltr"&gt;Man bringt die Laute und die Schöne singt ein Lied, dessen Melodie von Ishak el-Masuli selber stammt.&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" dir="ltr"&gt;Da kam eine Alte, die ihre Amme zu sein schien, und sprach: &amp;quot;Die Zeit ist gekommen!&amp;quot; Wie ich das hörte, erhob ich mich sofort.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/634298038827244929-2945213555478863175?l=www.danrichter.de%2Fleckerbissen%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/2945213555478863175/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/04/280-nacht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/2945213555478863175'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/2945213555478863175'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/04/280-nacht.html' title='280. Nacht'/><author><name>Dan Richter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14128761097161007138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='03623210372539923784'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-634298038827244929.post-1815105570608123736</id><published>2010-04-16T14:19:00.002+02:00</published><updated>2010-04-22T12:26:04.089+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wein'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Jemen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mohammed'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='1001'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Merw'/><title type='text'>279. Nacht</title><content type='html'>&lt;p class="blog"&gt;Noch bevor Schaddâd und sein Gefolge die Stadt erreichen,&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat"&gt;sandte Allah auf ihn und auf alle die ungläubigen Ketzer, die bei ihm waren, eine Gottesstrafe vom Himmel seiner Allmacht herab, und die vernichtete sie alle mit gewaltigem Getöse. Weder Schaddâd noch irgendeiner von denen, die bei ihm waren, erreichte die Stadt, niemand sah sie. Auch verwischte Allah die Spuren der Straße, die zu ihr führte.&lt;/p&gt;&lt;p class="kommentar"&gt;Dass die Verlassenheit der Stadt ein Zeichen für eine göttliche Strafe ist, hat man sich eigentlich denken können, aber eigentlich hatte ich auf den Frevel noch gewartet - meist sündigen die Bewohner zerstörter Städte durch Maßlosigkeit, Völlerei oder Abwendung von Gott. Hier aber scheint der Nachbau des Paradieses selbst die Sünde zu sein - ähnlich wie im Mythos des Turmbau zu Babel. Im Koran wird darauf gedeutet, dass die Bewohner der Stadt den Warnungen des Propheten &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hud_(Prophet)"&gt;Hud&lt;/a&gt; kein Gehör schenkten.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog"&gt;Die einzigen, die diese Stadt gesehen haben sollen, seien ein Gefährte Mohammeds und eben der seine Kamele suchende Abdâllah gewesen.&lt;br /&gt;Ein weiterer Anwesender namens esch-Scha'bî fügt folgende Ergänzung ein: Der Sohn Schaddâds, nämlich Schaddâd der Jüngere, welcher als Statthalter in &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hadramaut_(Antike)"&gt;Hadramaut&lt;/a&gt; zurückgeblieben war und nun Nachfolger seines Vaters wird, ließ dessen Leiche zurückführen und in einer Gruft in einer Höhle auf einem goldenen Thronlager unter&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat"&gt;siebenzig Tüchern, die aus Gold gewebt und mit Edelsteinen besetzt waren,&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat"&gt;bestatten.&lt;/p&gt;&lt;p class="kommentar"&gt;Zumindest bei Wikipedia werden die Schaddâds nicht als &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hadramaut_(Antike)#Die_K.C3.B6nige_von_Hadramaut"&gt;Herrscher von Hadramaut&lt;/a&gt; erwähnt.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog"&gt;Auf einer Tafel zu Häupten des Vaters ist zu lesen:&lt;/p&gt;&lt;p class="vers"&gt;Sei gewarnt, du, den die lange&lt;br /&gt;Lebenszeit betöret hat!&lt;br /&gt;Ich, Schaddâd, von Âd entsprossen,&lt;br /&gt;war der Herr der festen Stadt;&lt;br /&gt;War der Herr der Kraft und Allmacht,&lt;br /&gt;Voll von wildem Heldenmut.&lt;br /&gt;Untertan war alle Welt mir,&lt;br /&gt;Fürchtend meines Zornes Glut,&lt;br /&gt;Ost und West hielt durch der Herrschaft&lt;br /&gt;Festen Zwang ich in der Hand.&lt;br /&gt;Auf den rechten Weg dann wies und&lt;br /&gt;Der Prophet, zum Heil gesandt.&lt;br /&gt;Doch wir trutzten ihm und riefen:&lt;br /&gt;Gibt's denn keine Zuflucht mehr?&lt;br /&gt;Da kam über uns ein Unheil&lt;br /&gt;Aus der Ferne weit daher.&lt;br /&gt;Wie die Schwaden bei dem Mähen&lt;br /&gt;Sanken wir zu Boden tot.&lt;br /&gt;Und nun harren wir im Staube&lt;br /&gt;Auf den Tag, der uns bedroht.&lt;/p&gt;&lt;p class="kommentar"&gt;Fragt sich, wie sie sich auf den Propheten beziehen können, wenn der zu ihrer Zeit noch gar nicht lebte, oder ist der Prophet &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hud_(Prophet)"&gt;Hud&lt;/a&gt; gemeint?&lt;/p&gt;&lt;p class="blog"&gt;Und auch ein Dritter, namens eth-Tha'âlibi meldet sich zu Wort und weiß weitschweifig von einer Plünderung des Grabs von el Schaddâd, inklusive Tafel, zu berichten&lt;/p&gt;&lt;p class="kommentar"&gt;Nach neuster Forschung (begonnen mit Aufnahmen aus dem Space Shuttle) hat die Säulen-Stadt &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Iram_of_the_Pillars#Evidence_for_Iram"&gt;Imram tatsächlich existiert&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" align="center"&gt;&lt;img border="0" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/01/Shisr_(Ubar)9.jpg/250px-Shisr_(Ubar)9.jpg" width="250" height="188" /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" align="center"&gt;***&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="center"&gt;&lt;b&gt;Die Geschichte von Ishâk el-Mausili&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="blog" align="left"&gt;Ishâk el-Mausili berichtet, betrunken von einer Feier nach Hause zu torkeln. In einer Seitengasse&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="1001zitat" align="left"&gt;verrichtete ich mein Bedürfnis im Stehen, denn ich fürchtete, es könne mir etwas zustoßen, wenn ich mich an einer Mauer hinhockte.&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="kommentar" align="left"&gt;Wenn einem als Stehpinkler partout keine Ausrede mehr einfällt...&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="blog" align="left"&gt;Aus einem der Häuser hängt ein vierhenkliger mit Brokat gefütterter Korb, in den sich Ishâk el-Mausili aus einer Laune heraus setzt. Der Korb wird hochgezogen und vier Sklavinnen heißen ihn willkommen. Er befindet sich nun in einem Haus mit so schönen Räumen,&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="1001zitat" align="left"&gt;wie ich die nur im Palaste des Kalifen gesehen hatte.&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="blog" align="left"&gt;Mädchen schreiten einher.&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="kommentar" align="left"&gt;Die dürfen nicht fehlen.&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="1001zitat" align="left"&gt;die Wachskerzen und Räucherfässchen aus sumatranischem Aloeholz trugen.&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="blog" align="left"&gt;Die Schönste von ihnen setzt sich zu ihm und man trägt einander Verse vor,&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="kommentar" align="left"&gt;die allerdings ausnahmsweise nicht ausgeführt werden.&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="1001zitat" align="left"&gt;Darauf befahl sie, Speisen zu bringen.&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="1001zitat" align="left"&gt;Nun sprach Dinazâd zu ihrer Schwester Schehrezâd: "Wie köstlich ist doch deine Erzählung und wie entzückend, wie lieblich und berückend!" Aber die Schwester erwiderte: "Was ist all dies gegen das, was ich euch in der kommenden Nacht erzählen könnte, wenn der König mich am Leben zu lassen geruht."&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="kommentar" align="left"&gt;Nach vielen Nächten taucht Dinazâd mal wieder auf. Inzwischen sind zehn Monate nach Mondrechnung vergangen.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/634298038827244929-1815105570608123736?l=www.danrichter.de%2Fleckerbissen%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/1815105570608123736/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/04/279-nacht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/1815105570608123736'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/1815105570608123736'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/04/279-nacht.html' title='279. Nacht'/><author><name>Dan Richter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14128761097161007138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='03623210372539923784'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-634298038827244929.post-2961865891597176809</id><published>2010-04-15T18:40:00.001+02:00</published><updated>2010-04-15T18:47:54.867+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='DDR'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Jemen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='1001'/><title type='text'>278. Nacht</title><content type='html'>&lt;p dir="ltr" class="blog"&gt;Die Mülltonnen unseres Wohnblocks wurden immer über ein leerstehendes Nachbargrundstück abgeholt. Ein ödes Grundstück, wären da nicht die zwölf Pappeln, die einem die Illusion von Naturnähe spendeten. Seit zwei Monaten darf die Müllabfuhr dieses Gelände nicht mehr befahren, und die Mülltonnen werden durch unser Haus gebollert, so wie fast überall in Berlin. Schade um unseren Morgenschlaf. Aber was heißt das für das öde Grundstück? Für die Natunähe-Illusion? Soll hier gebaut werden? Aber was? Da müsste man ja schon die Pappeln fällen. Dürfen die das? Vorsicht! Ich hole aus zum Exkurs.&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="blog"&gt;In Alt-Treptow atmet man schon mal auf, wenn in der Ödnis von Nagelstudio, Gräue, Netto und Schlecker kleine Sprenkelchen des guten Geschmacks auftauchen. Ein Kollege schrieb vor ein paar Jahren, dass sich hier kein Laden halten könne, nicht mal ein Bestatter. Man kann den Betreibern eines geschmackvoll eingerichteten Cafés oder Plattenladens regelrecht zuschauen, wie ihnen Monat für Monat die Kondition ausgeht, wie sie, einem Ertrinkenden gleich, ein letztes Mal wild mit den Beinen strampeln, und dann untergehen. Die Wohnhäuser sind solide in dem Sinne, dass sie DDR-Konservatismus verströmen. Und doch scheint sich in den letzten ein bis zwei Jahren etwas geändert zu haben.&lt;br /&gt;Eigentlich hätte ich es wissen sollen. Ich bin die Vorhut des Booms. Das war in den 90ern schon einmal so. Ich war vermutlich der erste Student im Friedrichshain. Vorher hatte man hier von so etwas allenfalls gehört. Als ich 1997 exmatrikulierte, machten es mir alle nach. Selbst mein unnachahmliches Outfit "Billig-aber-trotzdem-hässlich" kopierten sie tausendfach. Es gab keinen Copy-Shop und keinen Kleintierpsychologen. Bis 1998 gab es in meiner unmittelbaren Nachbarschaft auch zwei Friseurläden, wo man sich für 20 Mark schnell mal die Mähne kürzen lassen konnte. Wegen ihrer mangelnden Anpassungsfähigkeit schlossen sie. Vier Jahre keine Friseure. Dann in fast genau denselben Läden zwei neue Coiffeurs, aber hier schnip-schnappt die Schere im Takt zum Drum &amp;amp; Bass, es kostet 10 Euro und man hat schon ein schlechtes Gewissen, wenn man die Haare nicht selber wegfegt.&lt;br /&gt;In einem Radius von 10 Minuten Laufweite gab es kaum eine Kneipe, kaum ein Café, in das ich mich guten Gewissens mit einer Frau hätte verabreden können. Ein biederes Eiscafé oder Juhnkes Eck - das wäre die Wahl gewesen, wenn man von der ost-alternativen &lt;i&gt;tagung&lt;/i&gt; absah. An einem heißen Sommertag 1994 saß ich mit einem Freund in der Eckkneipe &lt;i&gt;Gleis 13&lt;/i&gt;, und fragte den Wirt, ob wir einen Tisch nach draußen stellen könnten. Er sah mich an, als hätte ich einen Cappuccino bestellt. Die Angestellten des nun an seiner Stelle befindliche &lt;i&gt;Via Nova&lt;/i&gt; wundern sich auf ähnliche Art, wenn man im Sommer &lt;i&gt;nicht &lt;/i&gt;draußen sitzt. Zwischen 1994 und 1996 beobachtete ich fünf vergebliche Versuche, in der Simon-Dach-Straße ein Café zu eröffnen. Alle mussten mangels Kundschaft schließen.&lt;br /&gt;Doch 1997 tat sich etwas. In der Simon-Dach-Straße hatte das erste Café nicht nur einen Versuch gestartet, sondern diesen Versuch sogar überlebt. Von da an verdoppelte sich die Café-Dichte im Jahrestakt. Ein kleiner, aber feiner Buchladen eröffnete in der Wühlischstraße. Die Second-Hand-Läden boten nicht mehr nur Ramsch an, den man bei Humana nicht anzubieten wagte. Eine Öko-Coop entstand, die später dem Druck mehrerer Bioläden ausgesetzt war. Häuser wurden saniert - manche sanft, die meisten aggressiv.&lt;br /&gt;Als schließlich in der Kopernikusstraße ein Hundefriseur öffnete, wusste man - die Gegend wird gentrifiziert. Das Haus, in dem ich wohnte, wirkte in der Libauer Straße wie ein Mitesser in einem hübschen Gesicht. Die Erbengemeinschaft konnte sich seit der Wende nicht einigen, und so beließen es die Verwalter beim Allernötigsten. Als ich 38 wurde, hatte ich schließlich die Nase voll vom Außenklo und zog mit Freundin nach Treptow. Eine putzige Glosse über meinen Umzug endete mit der Bemerkung, dass ich in Treptow mitnichten der einzige Schriftsteller sein würde, sondern lediglich der erste. Es scheint sich zu bewahrheiten. Die Biokette LPG hat eine Filiale in der Nähe eröffnet, und der Vollkornbäcker hat weniger Schwierigkeiten, sein Publikum zu halten als jener Imbissladen, in dem der Dönerspieß 10 Tage braucht, bis er - grau vom Zigarettenrauch - runtergebrutzelt ist.&lt;br /&gt;An zwei Brachen nun haben sich ein paar Leute zusammengetan, ihr Gespartes zusammengelegt und bauen nun zwei Häuser - hell und transparent, mit Spielplatz und Wiese. Und doch werden sie bedroht, nicht von den Bullen, sondern von den Anti-Gentrifizierern, die die Häuser mit Farbbeuteln und Steinen angreifen. Ein wenig beneide auch ich die dort wohnenden um ihre schöne Aussicht auf den Kanal. Ich würde wahrscheinlich, wenn ich dort wohne, einmal täglich das Fenster aufdrehen und den Rauchhaus-Song von Ton-Steine-Scherben in voller Lautstärke abspielen:&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="blog" align="center"&gt;"Und wir schreien's laut:&lt;br /&gt;Ihr kriegt uns hier nicht raus!&lt;br /&gt;Das ist unser Haus!"&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="blog"&gt;Ich spaziere weiter, der Boom der Investoren, so ein Flugblatt der Protestierer, nimmt aggressive Züge an. So sei der Obstgarten neben der Neuapostolischen Kirche plattgemacht worden, um dort zu bauen. Ich zähle 35 Baumstümpfe. Wer kann was gegen eine Verschönerung haben? Gegen Innenklos? Gegen Vollkornbäcker statt Gammeldöner? Und wann kippt es? Verdrängung ist nicht immer bösartig, fies, gewalttätig, durch dreiste Mieterhöhungen am Rande der Illegalität. Gentrifizierung und die ihr folgende Segregation funktioniert vor allem dadurch, dass weniger wohlhabenden Zuzugswilligen der Weg in den Bezirk versperrt bleibt.&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="blog"&gt;Seit meinem Spaziergang bin ich mir sicher: Die Pappeln werden gefällt. Selbst wenn der Eigentümer dafür nicht die Genehmigung bekommt - die Ordnungsstrafe wird aus der Portokasse bezahlt. Auf dem RAW-Gelände in Friedrichshain geschah dasselbe. Gestern den Öko-Investor spielen, morgen Bäume fällen; wahrscheinlich ohne gravierende Selbstzweifel. Adé Pappeln! Adé Naturnähe-Illusion. Welcome to the next Caipirinha-Bezirk.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="center"&gt;*&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Der Kalif schickt nach dem Weisen Ka'b el-Ahbâr, der den Anwesenden die Geschichte der Stadt enthüllt:&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" align="left"&gt;"das ist &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Iram_(Verschollene_Stadt)"&gt;Iram die Säulenstadt&lt;/a&gt;, die in allen Landen nicht ihresgleichen hat."&lt;/p&gt;&lt;p class="kommentar" align="left"&gt;Es beginnt also wieder eine jener berühmten Geschichten in der Geschichte.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Der König Âd hatte zwei Söhne, Schadîd und &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/%27Ad#Rulers_of_.27Ad"&gt;Schaddâd&lt;/a&gt;. Schadîd stirbt.&lt;/p&gt;&lt;p class="kommentar" align="left"&gt;Wie hier so oft üblich bei solchen Einführungen wissen wir wieder einmal nicht, warum diese Figuren - nämlich Âd und Schadîd überhaupt erwähnt wurden.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Schaddâd wird nun der mächtigste König seiner Zeit.&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" align="left"&gt;Er hatte unter seiner Herrschaft hunderttausend Fürsten, und jeder Fürst gebot über hunderttausend Machthaber, und jeder Machthaber über hunderttausend Krieger.&lt;/p&gt;&lt;p class="kommentar" align="left"&gt;Das macht nach Adam Ries 1.000.000.000.000.000, also eine Billiarde Menschen. Das müssen Zeiten gewesen sein! Und da sind die Kinder, Frauen, Bauern, Handwerker usw. sowie etwaige ihm&lt;i&gt;nicht &lt;/i&gt;unterstehenden Völker noch gar nicht mitgerechnet.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Als Schaddâd einen Bericht vom Jenseits liest, beschließt er, das Paradies auf Erden zu errichten.&lt;/p&gt;&lt;p class="kommentar" align="left"&gt;Was das für Konsequenzen hat, wissen wir.&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" align="left"&gt;"Ziehet also nach der schönsten und weitesten Flur der Erde und baut mir dort eine Stadt aus Gold und Silber, [Aufzählung weiterer wertvoller Materialien]..."&lt;/p&gt;&lt;p class="kommentar" align="left"&gt;Das diese schönste Flur ausgerechnet im Wüstenland Jemen zu finden sein soll, erstaunt.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Die ihm untergebenen Fürsten sammeln nun zwanzig Jahre lang Material, suchen die Gegend, finden sie und beginnen mit dem Bau.&lt;br /&gt;Sie arbeiteten an jenem Werk dreihundert Jahre lang, und als sie es beendet hatten, gingen sie zum König und berichteten ihm darüber.&lt;/p&gt;&lt;p class="kommentar" align="left"&gt;Dreihundert Jahre? Das erinnert an mosaische Zeiten.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Schaddâd befiehlt seinem Gefolge, sich zum Aufbruch bereitzumachen (darunter 1.000 Wesire).&lt;/p&gt;&lt;p class="kommentar" align="left"&gt;Und ich dachte immer, die DDR mit ihren 35 (?) Ministern wäre eines der ministerreichsten Länder gewesen.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/634298038827244929-2961865891597176809?l=www.danrichter.de%2Fleckerbissen%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/2961865891597176809/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/04/278-nacht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/2961865891597176809'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/2961865891597176809'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/04/278-nacht.html' title='278. Nacht'/><author><name>Dan Richter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14128761097161007138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='03623210372539923784'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-634298038827244929.post-7866152408820497102</id><published>2010-04-14T21:10:00.002+02:00</published><updated>2010-04-14T21:14:57.598+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Jemen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kalif'/><title type='text'>277. Nacht</title><content type='html'>&lt;p class="blog"&gt;Wikileaks präsentiert &amp;quot;Collateral Murder&amp;quot;. Das Schema ist dasselbe wie beim Stanford Prison Experiment - der Luzifer-Effekt. Die Menschen werden zu Objekten, es gibt kaum Möglichkeiten auszusteigen, die Kette der Brutalitäten verschärft sich. &amp;quot;Targets, haha.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="center"&gt;&amp;nbsp;&lt;object width="425" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/5rXPrfnU3G0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;  &lt;embed src="http://www.youtube.com/v/5rXPrfnU3G0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="center" dir="ltr"&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p class="blog"&gt;J. bittet mich um einen Text, an dem ich nun seit Tagen laboriere. Zwischendurch träume ich, er würde mich durch seine Connections zum Militär als Oberbefehlshaber der Landstreitkräfte der Bundeswehr einsetzen, sie wollen nun endlich mal einen Zivilisten. Wer würde da besser passen als Dan Richter? Prompt setzen sie mich in Afrika ab, wo gerade Truppen stationiert sind. Mein Traum-Director sagt &amp;quot;Afrika&amp;quot;, ohne das Land zu bezeichnen, dieser Chauvinist.&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="blog" align="center"&gt;*&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="blog"&gt;Abdallah ibn Abi Kilâba legt seiner Kamelin die Fußfessel an und durchschreitet das mit Hyazinthen und Edelsteinen besetzte Tor und betritt die Burg, die&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="1001zitat"&gt;lang und breit war und an Ausdehnung der Stadt Medina gleichkam.&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="blog"&gt;Die Festung ist allerdings menschenleer, aber dafür aus Gold und Silber erbaut, auf dem Kies liegen Edelsteine und im Staub Moschus.&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="1001zitat"&gt;&amp;quot;Dies ist sicherlich das Paradies, das uns im Jenseits verheißen ist.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="blog"&gt;Er steckt sich die Taschen voll Edelsteine und Moschus, kehrt&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="1001zitat"&gt;in die Heimat zurück und erzählte den Leuten davon.&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="blog"&gt;Die Kunde verbreitet sich bis zum &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Muawiya_I."&gt;Kalifen Muâwija ibn Abi Sufjân,&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="1001zitat"&gt;der damals Kalif in Hidschâz war.&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="kommentar"&gt;D.h. im Gebiet von Mekka und Medina. Sufjân führte als erster Umajaden-Kalif die Erbfolge ein und zog später nach Damaskus.&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="blog"&gt;Der lässt Abdallah zunächst beim Statthalter und schließlich bei sich selbst antanzen, um die Geschichte zu wiederholen. Als Beleg hat er nur noch ein paar Gewürzkugeln dabei.&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="1001zitat"&gt;In ihnen war noch etwas Wohlgeruch, aber die Perlen waren verblichen und hatten ihren Glanz verloren.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/634298038827244929-7866152408820497102?l=www.danrichter.de%2Fleckerbissen%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/7866152408820497102/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/04/277-nacht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/7866152408820497102'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/7866152408820497102'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/04/277-nacht.html' title='277. Nacht'/><author><name>Dan Richter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14128761097161007138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='03623210372539923784'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-634298038827244929.post-149147314552501504</id><published>2010-04-06T18:11:00.000+02:00</published><updated>2010-04-06T18:13:09.148+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Jemen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kalif'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bagdad'/><title type='text'>276. Nacht</title><content type='html'>&lt;p&gt;Nun fresse ich mich durch den dritten Teil der Gulag-Trilogie von Solschenizyn; jede Restsympathie für den Kommunismus wird gnadenlos getilgt. Aber ich habe mich den 1001 Nächten verschrieben. Auf die Suche nach der verlorenen Zeit anspielend, meint Solschenizyn irgendwo sinngemäß, die Westler schrieben über Kekse, die Russen über den Tod.&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;*&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Wie wir bereits geahnt haben, ist ein Vers der beste Weg, um um Gnade bei einem Kalifen zu bitten. Dieser antwortet:&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="vers"&gt;Mein eigner Stamm erschlug, Umaima, meinen Bruder;&lt;br&gt;Drum, schieß ich auf den Stamm, trifft mich mein eigner Pfeil.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Man wirft sich noch eine Weile gegenseitig Verse das Thema Großzügigkeit betreffend an den Kopf. Und um das Momentum dieser Story in Gänze zu verstehen, müsste man wohl noch tiefer in die religiös bis sektiererisch anmutenden Streits über die Kalifennachfolge eindringen.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Unser Flüchtling vergisst aber auch nicht, von seinem Helfer als auch von seinen Feinden zu berichten. Die Freigelassene, die ihn verriet, gesteht, auf die Frage, warum sie das getan habe:&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;&amp;quot;Aus Geldgier.&amp;quot; (...) Weiter fragte der Kalif: &amp;quot;Hast du ein Kind oder einen Gatten?&amp;quot; Als sie das verneinte, befahl er ihr hundert Peitschenhiebe zu geben und sie auf Lebenszeit einzukerkern.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Der Bader wird zum Lohn für seine Hilfe zum Krieger und der Krieger zum Bader.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;Ferner verlieh er ihm [dem ehemaligen Bader] ein Ehrengewand und dazu noch einen jährlichen Sold von fünfzehntausend Dinaren.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Die Verleihung des Ehrengewandes steht, wie wir wissen, meist am Ende der Geschichte. Und so folgt nun:&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;*&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;&lt;b&gt;Die Geschichte von Abdallah ibn Abi Kilâba und der Säulenstadt Iram&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Abdallah ibn Abi Kilâba sucht in den Wüsten der Länder von Jemen und des Landes von Saba seine Kamele, die ihm fortgelaufen waren.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Guter Einstieg. Wie groß muss eine Herde sein, damit man sich auf eine solche Suche macht?&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Auf seiner Suche trifft er auf eine verlassene Festung, die von Burgen umgeben ist.&lt;/p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/634298038827244929-149147314552501504?l=www.danrichter.de%2Fleckerbissen%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/149147314552501504/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/04/276-nacht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/149147314552501504'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/149147314552501504'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/04/276-nacht.html' title='276. Nacht'/><author><name>Dan Richter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14128761097161007138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='03623210372539923784'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-634298038827244929.post-2739712572515753551</id><published>2010-04-01T18:19:00.000+02:00</published><updated>2010-04-01T18:21:19.292+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kalif'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Blättern'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bagdad'/><title type='text'>275. Nacht</title><content type='html'>&lt;p class="blog"&gt;Seltsam muten die Versuche der Industrie an, technologische Möglichkeiten zurechtzustutzen. Die Kopierschutz-Idiotie bei CDs haben sie schließlich hinter sich gelassen. Für DVDs gibt es einen Area-Code, der verhindert, dass man US-Filme überhaupt gucken kann, ohne sich einen neuen PC zuzulegen. Der neuste Trick - und man kann kaum umhin, als die Aktion kartellesk zu nennen - besteht darin, die Videodauer von Digitalkameras auf 29 Minuten zu begrenzen. Hintergrund sind angeblich höhere Zölle für Camcorder. Aber das kann man kaum glauben, dass das der Grund für &lt;i&gt;alle Firmen &lt;/i&gt;wäre, diese technische Einschränkung einzubauen. Vermutlich wollen sie, dass die Kunden sowohl die Digitalkameras als auch die Videokameras kaufen.&lt;br&gt;Schön finde ich aber auch die von Kunden &lt;i&gt;akzeptierten&lt;/i&gt; Einschränkungen. Die Qualität des öffentlichen mp3-Handygekrächzes ist jedem 60er-Jahr-Transistor-Radio unterlegen, ganz zu schweigen vom fetten 80er Ghettoblaster. Aber sie wissen nicht, was sie tun, und diesmal sogar zum Wohle der älteren Mitbürger. Die Fotos sind völlig unakzeptabel, vom Festnetz telefonieren klingt immer noch besser und ist fast immer noch billiger. Aber macht ruhig.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="center"&gt;*&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Die für die Seele nur schwer erträgliche Gute-Nacht-Lektüre &amp;quot;Der Archipel Gulag&amp;quot; von Solschenizyn, an dem ich seit August las, verringerte auch die Frequenz dieser Blogeinträge. Dann hatte ich es endlich beendet und wunderte mich, dass über das Lagerleben selber so wenig drin gestanden hatte. Bis ich verstand, es war nur der erste von drei Teilen. Nun bin ich beim dritten (ich vermute der zweite ist der schlimmste), hangle mich vom Kapitel Entlassung über Aufstände und Ausbrüche und weiß nicht, ob es moralisch koscher ist, das Ausbruchskapitel wie einen Abenteuerroman zu lesen. Als ich es beendet habe, stoße ich beim Youtube-Surfen zufällig auf die russische Version des Grafen von Monte Christo. Ob die Macher sich darüber im Klaren waren, wie hoch der Anteil der Zuschauer mit Gefängnis- oder Lagererfahrung war? Im Übrigen wirkt die Zelle von Edmond Dantès in der ja geradezu putzig im Vergleich zu dem, was Solschenizyn beschreibt.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="center"&gt;&amp;nbsp;&lt;object width="343" height="268"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/6sRUn0FWAH4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;  &lt;embed src="http://www.youtube.com/v/6sRUn0FWAH4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="343" height="268"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="center"&gt;*&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Ibrahîm ibn el-Mahdî will dem schwarzen Bader nicht weiter zur Last fallen und so flieht er verkleidet:&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" align="left"&gt;Ich hüllte mich in Frauenkleider, zog gelbe Stiefelchen an, warf mir einen Schleier über und ging aus seinem Hause fort.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Einen Soldaten, der ihn erkennt und verraten will, stößt Ibrahîm ibn el-Mahdî in den Dreck, und er findet im letzten Moment Zuflucht im Hause einer Frau, die ihm ein Ruhelager gewährt. Unglücklicherweise ist sie die Gattin des Soldaten.&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" align="left"&gt;Alsbald holte sie &lt;a href="http://www.natur-lexikon.com/Texte/FM/001/00093-Zunderschwamm/fm00093-Zunderschwamm.html"&gt;Zunder&lt;/a&gt;, legte den in ein Stück Zeug und verband ihm damit den Kopf; dann bereitete sie ihm ein Lager und er legte sich krank darnieder.&lt;/p&gt;&lt;p class="kommentar" align="left"&gt;&amp;quot;Zunder zum Verbinden? Oder ist dies ein Übersetzungsfehler und eigentlich Leinen gemeint?&amp;quot;, achte ich zunächst. Aber nein, Zunderschwamm (d.h. der Pilz) wurde tatsächlich als Verband benutzt.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="center"&gt;&lt;img border="0" src="http://www.natur-server.com/Bilder/FM/001/fm000933-Zunderschwamm.jpg" width="294" height="400"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Die Frau des Hauses warnt Ibrahîm und lässt ihn bis zum Abend im Haus ruhen. Dann flieht dieser weiter und sucht Unterkunft bei einer inzwischen freigelassenen Sklavin, doch verrät sie ihn.&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" align="left"&gt;Plötzlich sah ich Ibrahîm el-Mausilî mit seinen Dienern und Kriegern kommen. (...) da sah ich dem Tod ins Angesicht.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Man führt ihn vor den Kalifen. Und Ibrahîm ibn el-Mahdî versucht, sich mit Versen aus der Affäre zu ziehen.&lt;/p&gt;&lt;p class="kommentar" align="left"&gt;Und er wäre ja hier nicht der Erste, dem dies gelänge:&lt;/p&gt;&lt;p class="vers" align="left"&gt;Meine Schuld vor dir ist wahrlich groß;&lt;br&gt;Aber du bist größer als die Schuld.&lt;br&gt;Also nimm dein Recht dir, oder nicht.&lt;br&gt;Und verzeihe mir in deiner Huld!&lt;br&gt;Und war ich auch nicht in meinem Tun&lt;br&gt;Edelmütig - sei du es nun.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Der Kalif antwortet mit einem ähnlich banalen Gedicht, und da&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" align="left"&gt;witterte ich den Hauch der Gnade in seinem Wesen.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/634298038827244929-2739712572515753551?l=www.danrichter.de%2Fleckerbissen%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/2739712572515753551/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/04/275-nacht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/2739712572515753551'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/2739712572515753551'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/04/275-nacht.html' title='275. Nacht'/><author><name>Dan Richter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14128761097161007138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='03623210372539923784'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-634298038827244929.post-8911403267792890825</id><published>2010-03-10T12:25:00.000+01:00</published><updated>2010-03-10T12:27:10.908+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Wein'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bagdad'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dinar'/><title type='text'>274. Nacht - Regeln</title><content type='html'>&lt;p class="blog"&gt;Mühsam hat man sich in Kindheit, Jugend und jungem Erwachsenendasein emanzipiert von allen möglichen willkürlichen Regeln. Und dann spielen einem Hirn und Psyche einen Streich - man verfängt sich in Regeln, die man auch nicht selbst gewählt hat, miesen Angewohnheiten. Und je freier man das eigene Leben zu gestalten in der Lage ist, umso näher liegen die Verführungen der schlechten Gewohnheiten, die man durch eigene Rituale, durch Ratgeberliteratur und bekanntlich im härtesten Fall mit Therapie wieder zurechtrücken muss. Ordnung/Unordnung, Umgang miteinander in Beziehungen, Ernährung, Süchte, Arbeit, Umgang mit dem eigenen Körper (Hygiene, Sport, Bewegung, Krankheiten), Familie, Umgang mit Fremden. Man studiert das Feng Shui Buch, und sagt sich am Ende: &amp;quot;Räum auf!&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="center"&gt;*&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Auf den Kopf von Ibrahîm ibn el-Mahdî ist eine Belohnung von hunderttausend Dinaren ausgesetzt.&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" align="left"&gt;Von seinen Erlebnissen erzählte Ibrahîm folgendermaßen: &amp;quot;Als ich von dieser Belohnung hörte, fürchtete ich um mein Leben.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p class="kommentar" align="left"&gt;Der Sprung in die Ich-Perspektive erscheint fast ein bisschen willkürlich.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Verkleidet zieht er von Haus zu Haus, landet in einer Sackgasse und fürchtet, Verdacht auf sich zu ziehen, falls er umkehrt. Da&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" align="left"&gt;sah ich am oberen Ende der Straße einen Schwarzen vor der Tür des Hauses stehen.&lt;/p&gt;&lt;p class="kommentar" align="left"&gt;Das Auftauchen eines Schwarzen bedeutete in den bisher erzählten Geschichten praktisch immer Unglück.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Ibrahîm bleibt nichts anderes übrig, als ihn zu bitten, dort ein wenig verweilen zu dürfen. Tatsächlich gestattet es ihm der Schwarze, bietet ihm eine Raststatt in einem &lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" align="left"&gt;sauberen Raum mit Decken und Teppichen und Lederkissen&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Doch er verschwindet und verriegelt die Tür.&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" align="left"&gt;&amp;quot;Der da ist sicher fortgegangen, um mich zu verraten!&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Doch er kommt mit Speisen und Getränken zurück,&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" align="left"&gt;&amp;quot;...die noch von keiner Hand berührt sind.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Doch es bleibt nicht bei diesen Diensten:&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" align="left"&gt;&amp;quot;Ich will mein Leben für dich dahingeben! Ich bin ein Bader, der das Blut schröpft, und ich weiß, dass du dich vor mir ekelst, weil ich von einem solchen Gewerbe lebe.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Außerdem serviert er Wein&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" align="left"&gt;und sprach zu mir: &amp;quot;Kläre ihn dir, wie du es wünschest.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p class="kommentar" align="left"&gt;Wein klären = Filtern?&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Damit nicht genug - es stellt sich heraus, dass der Schwarze die Identität seines Gastes kennt, und dennoch zu ihm steht.&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" align="left"&gt;Als er solche Worte sprach, stieg er hoch in meiner Achtung, und ich war überzeugt, dass er von edler Art war. Darum erfüllte ich seinen Wunsch, nahm die Laute zur Hand, stimmte sie und sang ein Lied, in dem ich der Trennung von meinen Kindern und von den Meinen gedachte.&lt;/p&gt;&lt;p class="vers" align="left"&gt;Er, der dem Joseph einst die Seinen wiederschenkte&lt;br&gt;Und ihn in Kerkers Banden zu Ehren hat gebracht,&lt;br&gt;Er kann auch uns erhören und wiederum vereinen;&lt;br&gt;Denn Allah ist der Herr der Welt in Seiner Macht.&lt;/p&gt;&lt;p class="kommentar" align="left"&gt;Die Erzählerin wechselt kurz wieder in die 3. Person:&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat" align="left"&gt;Es heißt ja auch, dass die Nachbarn Ibrahîms, wenn sie nur hörten, wie er rief: &amp;quot;He Knabe, sattle die Mauleselin!&amp;quot; schon durch den Klang dieser Worte in Entzücken gerieten.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;Auch der Bader, dessen Namen wir immer noch nicht wissen, singt ein Lied, und er weist das Geld, dass Ibrahîm ihm geben will, zurück.&lt;/p&gt;&lt;p class="kommentar" align="left"&gt;1. Wird hier eine Fallhöhe aufgebaut, und der Bader am Ende sein wahres Gesicht zeigen? Oder bleibt dieser Schwarze die rühmliche Ausnahme?&lt;br&gt;2. Offensichtlich haben wir es mit einer politisch motivierten Geschichte zu tun. Man ist auf Seiten Ibrahîms. Aber wie sich das genau historisch einordnet, bleibt mir unklar.&lt;/p&gt;&lt;p class="blog" align="left"&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/634298038827244929-8911403267792890825?l=www.danrichter.de%2Fleckerbissen%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/8911403267792890825/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/03/274-nacht-regeln.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/8911403267792890825'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/8911403267792890825'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/03/274-nacht-regeln.html' title='274. Nacht - Regeln'/><author><name>Dan Richter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14128761097161007138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='03623210372539923784'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-634298038827244929.post-7228754488934032556</id><published>2010-03-08T17:57:00.001+01:00</published><updated>2010-03-08T18:03:48.174+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Andalusien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Persien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kalif'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Harun er-Raschid'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bagdad'/><title type='text'>273. Nacht</title><content type='html'>&lt;p class="blog"&gt;Man würde es kaum glauben, wenn man es nicht selbst sähe: Das Pflegeheim wirbt mit individueller Betreuung, medizinischer Kompetenz und ausgeklügeltem Qualitätsmanagment. Und nun leidet R. dort seit einem halben Jahr nicht nur an ihrem Alter, ihrer Gebrechlichkeit und ihren Krankheiten, sondern auch an der Schlampigkeit des Personals, der Ignoranz, dem fehlenden Mitgefühl, und der groben Fahrlässigkeit, die sie in den sechs Monaten schon drei Mal an den Rand des Todes geführt haben. &amp;quot;Das kann doch mal passieren&amp;quot;, ist die Reaktion, als habe man ihr nur mal versehentlich auf den Fuß getreten und sie nicht um ein Haar vergiftet. &amp;quot;Versuchen Sie's doch mal mit Beten&amp;quot;, als sie sich vor Schmerzen kaum mehr halten kann, weil man vergessen hat, ihr das Schmerzmittel zu geben. &amp;quot;Was meinen Sie denn, um wieviele Leute wir uns hier kümmern müssen?&amp;quot;, als sie darum bittet (!), doch auf ihre Diät zu achten, statt ihr mies zubereitete Lebensmittel zu servieren, die sie nicht verträgt. Kleine Vorfälle täglich, große Vorfälle jede Woche. Man fragt sich, was mit den Menschen geschieht, deren Verwandte nicht täglich auf der Matte stehen. Oder gar mit den Dementen, die nicht verstehen, wer ihnen dieses Leid zufügt.&lt;br&gt;Das Peter-Prinzip in seiner grausamen Form: Inkompetente Menschen als Leiter eingesetzt, die ihre Autorität nicht in vernünftige Planung umsetzen können, sondern Chaos herrschen lassen. Und wenn was passiert, werden die Pflegerinnen angebrüllt. Schwestern, denen die Achtlosigkeit von den Vorgesetzten vorgelebt wird und die nicht gelernt haben, mit ihren Klienten zu kommunizieren, geschweige denn, sie angemessen zu pflegen.&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;***&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Der neue König lässt sich von seinem Vorhaben nicht abbringen. In der Burg findet man&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;Bildnisse von Arabern: die waren beritten auf Rossen und Kamelen, trugen Turbanbinden, die lang herabhingen, waren mit Schwertern gegürtet und hielten die langen Lanzen in der Hand. Auch fand er dort ein Schriftstück, auf dem geschrieben stand: &amp;quot;Wenn dies Tor geöffnet wird, so wird eine Araberschar das Land erobern, die so aussieht wie auf diesem Bildnisse.&amp;quot; (...) In eben jenem Jahre (...) fiel die Stadt in die Hände des Târik ibn Zijâd.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Dazu heißt es in der Anmerkung:&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;Der arabische Feldherr &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tariq_ibn_Ziyad"&gt;Târik&lt;/a&gt;, nach dem Gibraltar benannt ist, setzte im Jahre 711 nach Spanien über und besiegte den Westgotenkönig  &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Roderich"&gt;Roderich&lt;/a&gt;. Der byzantinische Befehlshaber von Ceuta hatte bereits vorher den Arabern die Tore der Stadt geöffnet. Der Usurpator Roderich war wohl im Jahre 710 auf den Thron gekommen. An diese Dinge bewahrt obige Erzählung eine dunkle Erinnerung.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Die Stadt wird geplündert. Man findet unter anderem&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;den Speisetisch des Gottespropheten Salomo&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;und&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;einen großen, runden, wunderbaren Spiegel aus gemischten Metallen, der für Salomo gemacht worden war, und in dem jeder beim Hineinschauen die sieben Klimate der Welt mit eigenen Augen sehen konnte.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Vielleicht eine bronzene Weltkugel?&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;Und die Araber breiteten sich in den Städten Andalusiens aus, das eines der herrlichsten Länder ist.&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;***&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;&lt;b&gt;Die Geschichte von Hischâm ibn Abd el-Malik und dem jungen Beduinen&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="left" dir="ltr"&gt;Der Omaijaden-Kalif &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hischam_(Umayyaden)"&gt;Hischâm ibn Abd el-Malik&lt;/a&gt; jagt eine Gazelle und befiehlt einem in der Nähe Kleinvieh weidenden jungen Beduinen, die Gazelle für ihn zu fangen. Mit beachtlicher Chuzpe antwortet der Beduine:&lt;/p&gt;&lt;p align="left" dir="ltr" class="1001zitat"&gt;&amp;quot;O du, der du nicht weißt, was der Vornehme beanspruchen kann, du schaust mich mit Geringschätzung an; du wirfst mir verächtliche Worte ins Gesicht, du redest, wie ein tyrannischer Herrscher spricht, und du handelst an mir wie ein Eselstier.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p align="left" dir="ltr"&gt;Der Kalif lässt den Beduinen festnehmen, aber seine Impertinenzen gegen Diener, Kammerdiener, Kalif und Henker hören nicht auf.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" dir="ltr" class="kommentar"&gt;Und immer hübsch gereimt.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" dir="ltr"&gt;Erst als der Henker zum dritten Mal ansetzt und der Beduine lachend ein Gedicht rezitiert, lässt der Kalif lächelnd von ihm ab:&lt;/p&gt;&lt;p align="left" dir="ltr" class="1001zitat"&gt;&amp;quot;Bei meiner Verwandschaft mit dem Propheten Allahs - Er segne ihn und gebe ihm Heil - , hätte er von Anfang an diese Worte gesprochen, so hätte ich ihm, ausgenommen das Kalifat, alles gegeben, um das er mich gebeten hätte.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p align="left" dir="ltr" class="kommentar"&gt;Bemerkenswert ist die Banalität des Gedichtes - im Grunde eine kleine Tierfabel, die die Situation zwischen den beiden widerspiegelt.&lt;br&gt;Wichtiger jedoch: Den Omaijaden-Kalifen wurde ja, vermutlich zu Recht, vorgeworfen, gerade &lt;i&gt;nicht&lt;/i&gt; mit Mohammed verwandt zu sein. So wurden sie ja auch eine Generation später von den Abbasiden abgelöst.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" dir="ltr"&gt;Der Beduine wird mit Edelsteinen beschenkt und geht (vermutlich wortlos) seiner Wege.&lt;/p&gt;&lt;p align="center" dir="ltr"&gt;***&lt;/p&gt;&lt;p align="center" dir="ltr"&gt;&lt;b&gt;Die Geschichte von Ibrahim ibn el-Mahdî&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="left" dir="ltr"&gt;Nach dem Tode Harûn er Raschîds ging der Thron auf dessen Sohn  &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Al-Ma'mun"&gt;el-Mmaûn&lt;/a&gt; über. Allerdings beanspruchte auch Harûns Bruder Ibrahim ibn el-Mahdî den Thron. So ging er nach er-Raij (in der Nähe des heutigen Teheran), wo er sich zum Gegenkalifen ausrufen ließ und dort fast zwei Jahre residierte. Harûns Sohn zieht nun zum Feldzug gegen ihn, und Ibrahim ibn el-Mahdî geht nach Baghdad, um sich dort zu verstecken.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" dir="ltr" class="kommentar"&gt;Ausgerechnet in die Heimat- und Residenzstadt seines Widersachers?&lt;/p&gt;&lt;p align="left" dir="ltr"&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/634298038827244929-7228754488934032556?l=www.danrichter.de%2Fleckerbissen%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/7228754488934032556/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/03/273-nacht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/7228754488934032556'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/7228754488934032556'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/03/273-nacht.html' title='273. Nacht'/><author><name>Dan Richter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14128761097161007138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='03623210372539923784'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-634298038827244929.post-1152525606072852276</id><published>2010-03-06T12:12:00.003+01:00</published><updated>2010-03-06T12:23:08.150+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Byzanz'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dinar'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geschenke'/><title type='text'>272. Nacht - heute ist heute anders</title><content type='html'>&lt;p&gt;Da ich Fernsehnachrichten eigentlich nur noch schaue, wenn ich mal in einem Hotel übernachte, also vielleicht fünf bis zehn Mal im Jahr, will sich dieses moderne Bild der ständig in den Teleprompter guckenden Models nicht richtig in meinen Kopf einprägen. Der Prototyp des Nachrichtensprechers wird für mich wahrscheinlich der Sprecher der heute-Nachrichten Gerhard Klarner bleiben. Ein dicker, gutmütig wirkender Onkel mit Schnurrbart und Brille, der mit sonorer Stimme die Nachrichten vom Blatt las. Wir waren ja, vor allem als Kinder, eher heute-Gucker, wahrscheinlich wegen der kinderkompatibleren Sendezeit. Aber der konservativere Touch des ZDF blieb auch mir nicht verborgen.&lt;br&gt;Schön, das mal wiederzufinden:&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;&amp;nbsp;&lt;object width="425" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/oJ8Q7HHQ-5k&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;  &lt;embed src="http://www.youtube.com/v/oJ8Q7HHQ-5k&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;An einem einzigen Tag über 100 Tote durch Anschläge, aber nicht in Bagdad oder Kabul, sondern in London, Madrid und Amsterdam. Man schreibt das Jahr 1983, und die Themen scheinen dieselben wie die der letzten Jahre zu sein: Terrorismus und Palästinenser-Frage. Die Regierung und die Arbeitgeber fordern die Gewerkschaft zur Mäßigung auf. Der Gewerkschafts-Chef meint, von der 35-Stunden-Woche hinge Sein oder Nichtsein der Gewerkschaften ab - eine seltsame Logik im Übrigen: Als ob es nicht um die Zwecke der Organisation ginge sondern um die Organisation an sich. (Ob da das ZDF dahintersteckte, dass den Kanzler als bedächtig und den Gewerkschafts-Chef als Jammerlappen darstellte.) Kann man mit den Grünen koalieren? (fragte sich damals die SPD, heute die CDU.) Dass Hunderte Schriftsteller zur Wehrdienstverweigerung aufrufen (und damals gab es noch keine Auslandseinsätze der Bundeswehr!), darauf kann man heute lange warten.&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;*&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;&lt;b&gt;Die Geschichte von Ma'n ibn Zâîda&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="left" dir="ltr"&gt;Als Ma'n ibn Zâîda &lt;sup&gt; &lt;a href="#272"&gt;272&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; eines Tages ausreitet, dürstet ihn, aber seine Diener haben kein Wasser. Drei Mädchen kommen des Wegs, die ihn aus ihren Wasserschläuchen trinken lassen. Da die Diener nicht nur kein Wasser haben, sondern auch kein Geld zum Bezahlen, vergilt er den Mädchen die gute Gabe mit den güldenen Spitzen der Pfeile aus seinem Köcher, woraufhin die Mädchen seine Identität erraten und jede einen Lobes-Vierzeiler improvisieren. Einer mag hier genügen&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="vers"&gt;Er krönet die Pfeile mit Spitzen von Golde&lt;br&gt;Und sendet dem Feinde, was Großmut gewährt;&lt;br&gt;Verwundete finden durch ihn Heilung,&lt;br&gt;Ein Leichentuch, wer in die Grube fährt.&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;*&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;&lt;b&gt;Die Geschichte von Ma'n ibn Zâîda und dem Beduinen&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Ma'n ibn Zâîda wieder auf Jagd. Diesmal begegnet er einem Gurkenbauer, der ihm verrät, dass er gedenkt, die Gurken Ma'n ibn Zâîda zu verkaufen, und zwar für tausend Dinare.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;&amp;quot;Wenn er dir aber sagt, das sei zuviel?&amp;quot;&lt;br&gt;&amp;quot;Dann verlange ich fünfhundert Dinare.&amp;quot;&lt;br&gt;&amp;quot;Wenn er dann wieder sagt, zu teuer?&amp;quot;&lt;br&gt;&amp;quot;Dann verlange ich fünfhundert Dinare.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Usw. Der Emir führt die Verhandlung praktisch schon hier.&lt;br&gt;Und wenn dreißig Dinare dem Emir noch zuviel sind?&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;&amp;quot;Dann lasse ich die Füße meines Esels in den Harem treten und kehre enttäuscht und mit leeren Händen zu meinem Volke heim.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Die beiden trennen sich, und Ma'n ibn Zâîda befiehlt seinem Kammerherrn, den Gurkenhändler, sobald er auftaucht, zu ihm zu führen. Tatsächlich handelt er ihn auf unter dreißig Dinare runter, bis sich der Gurkenbauer über die Situation im Klaren ist und Ma'n ibn Zâîda erkennt:&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;&amp;quot;Hoher Herr, wenn du mir nicht die dreißig Dinare gibst, du weißt, da ist der Esel an die Tür gebunden, und da sitzt Ma'n!&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Der Kommentar zu dieser Stelle bemerkt:&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;&lt;i&gt;Dem Ganzen liegt ein obszöner Witz zugrunde, der nach der Kalkuttaer und der Kairoer Ausgabe verschieden ausgelegt werden kann.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Aber weder die eine noch die andere Auslegung bietet man uns an. Also: Soll nahegelegt werden, dass in diesem Harem genausogut ein Esel statt Ma'n ibn Zâîda Recht auf die Frauen habe?&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Ma'n ibn Zâîda gibt dem Bauern schließlich die Summer aller zwischenverhandelten Preise: 2180 Dinare.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;Allah hab alle die großmütigen Männer selig!&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;*&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;&lt;b&gt;Die Geschichte von der Stadt Lebta&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Im Land der Romäer gab es in der Stadt Lebta eine Burg, vor diese ließ jeder König ein neues Schloss anbringen, bis schließlich vierundzwanzig Schlösser davorhingen. Als ein neuer König aus einem anderen Geschlecht gekrönt wird, will dieser die Burg öffnen lassen, das Volk versucht in jedoch mit Geschenken abzuhalten.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Gemeint sind die Oströmer. Lebta ist evtl. verfälscht Ceuta, das zurzeit der kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Arabern noch in oströmischer Hand war.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;Da bemerkte Schehrezâd, dass der Morgen begann, und sie hielt in der verstatteten Rede an.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;sup&gt; &lt;a name="272"&gt;272&lt;/a&gt;&lt;/sup&gt; Ma'n ibn Zâîda war ein wegen seiner Großzügigkeit berühmter Emir aus dem 8. Jh. u.Z.&lt;/p&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/634298038827244929-1152525606072852276?l=www.danrichter.de%2Fleckerbissen%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/1152525606072852276/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/03/272-nacht-heute-ist-heute-anders.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/1152525606072852276'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/1152525606072852276'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/03/272-nacht-heute-ist-heute-anders.html' title='272. Nacht - heute ist heute anders'/><author><name>Dan Richter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14128761097161007138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='03623210372539923784'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-634298038827244929.post-179625342382782323</id><published>2010-03-03T19:04:00.000+01:00</published><updated>2010-03-03T19:07:03.032+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mord'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Indien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Instrumente'/><title type='text'>271. Nacht - e)</title><content type='html'>&lt;p&gt;Übe derzeit von Mozarts Klaviersonaten die langsamen Sätze aus:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Sonate in F, KV 280&lt;br&gt;- Sonate in B, KV 281 (im Vibraphon-Sound)&lt;br&gt;- Sonate in Es, KV 282&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Alle drei Sätze der&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Sonate in C, KV 545&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Allegro-Sätze der&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Sonate in B, KV 333 (fast aufgegeben)&lt;br&gt;- Sonate in F, KV 332&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Außerdem&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- Mussorgskis Promenade aus &amp;quot;Bilder einer Ausstellung&amp;quot;&lt;br&gt;- Händels &amp;quot;Fantasie&amp;quot; G-Dur&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;*&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Perî Banû lässt nach ihrem Bruder Schabbar schicken. Dieser trifft ein:&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;Ein Männlein von Zwergengestalt, das nur drei Fuß hoch war, mit einem Höcker auf der Brust und einem Buckel auf dem Rücken; doch trotzdem trug er eine stolze Miene und ein geheimnisvolles Aussehen zur Schau. Auf seiner rechten Schulter lag eine Keule aus Stahl, die zweihundertsechzig Pfund wog. Sein Bart war dicht und zwanzig Ellen lang, aber so kunstvoll geflochten, dass er den Boden nicht berührte; auch trug er einen langen gedrehten Schnauzbart, der sich bis zu seinen Ohren hinaufkräuselte, und sein ganzes Gesicht war mit langen Haaren belegt. Seine Augen sahen ähnlich ie Schweinsaugen aus; sein Kopf, auf dem er einen kronenartigen Haarwulst trug, war ungeheuer groß und hob sich gewaltig gegen den winzigen Leib ab.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Als Ahmed und Schabbar nun in die Hauptstadt gehen, fliehen die Einwohner vor Schrecken in ihre Häuser und lassen Pantoffeln und Turbane fallen. Auch der König hält sich vor Grausen die Hände vors Gesicht, was den Zwerg erzürnt.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;Und so hob der Dämon, ohne einen Augenblick zu zögern, seine stählerne Keule, schwang sie zweimal durch die Luft und traf, ehe der Prinz Ahmed den Thron erreichen konnte, den Sultan so gewaltig auf den Kopf, dass sein Schädel zerschlagen und das Hirn über den Boden gespritzt ward.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Den Großwesir kann Ahmed gerade noch so retten.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Warum eigentlich?&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Doch die anderen Minister und die Hexe werden von Schabbar erschlagen.&lt;br&gt;Ahmed wird nun zum König, macht seinen Bruder Alî mitsamt Gattin Nûr en-Nahâr zum Statthalter einer großen Stadt und bietet dies auch Husain an, der aber das Derwischleben vorzieht.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Bemerkenswertes Happy End: Der Vatersmörder als neuer König.&lt;/p&gt;&lt;p align="center" class="kommentar"&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p align="center" class="blog"&gt;Die Geschichte von Hâtim et-Tâi&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="blog" dir="ltr"&gt; &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Hatim_al-Tai"&gt;Hâtim et-Tâi&lt;/a&gt; (ein für seine Großzügigkeit berühmter vorislamischer Held der arabischen Welt) wurde auf einem Berg bestattet, um ihn herum Statuen junger Mädchen.&lt;br&gt;Der König von Himjar Dhu el-Kurâ lagerte dort eines Nachts mit seinen Gefährten und spottet vorm Schlafengehen:&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat" dir="ltr"&gt;&amp;quot;O Hâtim, wir sind heute abend bei dir zu Gaste, und wir verschmachten vor Hunger.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="blog" dir="ltr"&gt;Des Nachts erscheint ihm Hâtim et-Tâi im Traum und erschlägt die Reitkamelin, die tatsächlich stirbt, als Dhu el-Kurâ erwacht und gebraten wird.&lt;br&gt;Als sie am nächsten Tage weiterreiten begegnet ihnen Âdi, der Sohn des Hâtim et-Tâi und bietet ihnen eine Reitkamelin an, da ihm dies sein Vater im Traum befahl. So war Hâtim et-Tâi selbst im Tode noch großzügig.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Der Weise &lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/634298038827244929-179625342382782323?l=www.danrichter.de%2Fleckerbissen%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/179625342382782323/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/03/271-nacht-e.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/179625342382782323'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/179625342382782323'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/03/271-nacht-e.html' title='271. Nacht - e)'/><author><name>Dan Richter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14128761097161007138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='03623210372539923784'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-634298038827244929.post-567268616635886487</id><published>2010-03-02T23:04:00.000+01:00</published><updated>2010-03-02T23:05:18.408+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Indien'/><title type='text'>271. Nacht - d)</title><content type='html'>l&lt;p&gt;Gebrauchsanweisung für Großstädte&lt;/p&gt;&lt;p&gt;1. Das Dörfchen in der Stadt&lt;br&gt;Glaube nicht, die ganze Stadt bewohnen zu müssen. Nutze ein paar wenige Orte, in denen du arbeitest, wohnst, dich erholst. Vor allem junge Kleinstadtbewohner, die in die Großstadt ziehen, sind zunächst vom kulturellen Überangebot fasziniert, dann gestresst und irgendwann überfordert. In deiner Kleinstadt gab es alle 10 Wochen eine Theaterpremiere. Hier gibt es 10 Theaterpremieren pro Tag! Vergiss das &amp;quot;Das muss man gesehen haben&amp;quot;, das dir deine neuen Freunde einzureden versuchen. Gar nichts muss man. Behalte die Übersicht über deine Gegend.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;2. Behalte die innere Ruhe inmitten der Hektik.&lt;br&gt;Hektik steckt an. Behalte deine innere Ruhe. Vor allem im Straßenverkehr. Bedenke, dass jeder sein eigenes Timing hat. Lass es ihnen.&lt;br&gt;Wenn dich die Hektik erfasst hat, tu weniger und das richtig.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;3. Ignoriere das Ignorierbare.&lt;br&gt;Wie du schon bemerkt haben dürftest: Die Stadt ist voller Freaks und Verrückter. Aber du bist einer von ihnen. Lass dich nicht vom Wahnsinn in die Irre oder in den Ärger treiben. Kleine Regelverstöße sind Teil des Großstadtalltags.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;4. Bewahre dir Empathie und Zivilcourage&lt;br&gt;Ignoriere nicht das, was man nicht ignorieren darf. Dutzende mögen an einem Mann der auf einer Treppe zusammengebrochen ist, vorübergehen. Hilf ihm!&lt;br&gt;Schreite ein, wo man einschreiten muss. Du kannst den Hundebesitzer, der den Dreck seines Tieres nicht beseitigt, ignorieren, nicht aber jemanden, der einen anderen bedroht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;5. Natur&lt;br&gt;Großstädte sind Betonwüsten. Großstadtbewohner leben tendenziell kürzer. Suche Luft, Licht, Natur und Bewegung. Täglich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;6. Sei ein guter Nachbar.&lt;br&gt;Je mobiler wir sind, umso distanzierter wird unser Verhältnis zu unseren Nachbarn. Baue zu ihnen ein gutes Verhältnis auf. Gegenseitige Hilfe und Rücksichtnahme ist wichtiger als Recht behalten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;7. Nimm Übles nicht persönlich&lt;br&gt;Der blökende Busfahrer, die betrunkene Radfahrerin, der fiese Fahrkartenkontrolleur - sie scheinen es alle auf dich abgesehen zu haben. Haben sie nicht. Sie leiden heute lediglich an der Großstadt. Es hat nichts mit dir zu tun.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;8. Entdecke die Stadt&lt;br&gt;Wohne in deinem Viertel, aber suche von Zeit zu Zeit immer wieder ungewöhnliche Orte in deiner Stadt auf.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;9. Tu Gutes, aber erwarte es nicht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;10. Sieh das Ganze&lt;br&gt;Eine Großstadt ist ein ungeheuer komplexer Prozess. Mach dir die Mühe und versuche, sie dir vorzustellen, als von dir geschaffenes Räderwerk, in dem alles seinen Platz hat. Sei jedem dankbar für seine Arbeit hier.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;11. Genieße die Freiheit.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;***&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Man hätte es sich denken können, aber die Hexe rät nun dem trübsinnigen König, den Sohn eine weitere Aufgabe lösen zu lassen:&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;&amp;quot;Du brauchst dem Prinzen Ahmed nur zu befehlen, dir Wasser aus dem Löwenquell zu bringen. Er muss notgedrungen um seiner Ehre willen deinen Wunsch erfüllen.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Tatsächlich wünscht sich der Vater dies, und Ahmed trägt Perî Banû diesen Wunsch vor, die Böses ahnt, aber ihn instruiert, wie Egon Ohlsen einst seine Gefährten. Um die wilden Löwen, die das Wasser hüten, zu besänftigen, braucht er:&lt;br&gt;- einen Garnball&lt;br&gt;- Zwei Rosse&lt;br&gt;- ein in vier Teile zerlegtes, frisch geschlachtetes Schaf&lt;br&gt;- eine Phiole&lt;br&gt;Statt zu Bang Johansen reitet Ahmed nun zur Löwenquelle, besänftigt die Löwen mit dem geschlachteten Schaf, die ihn, nachdem er das Wasser geschöpft hat, auch noch in die Stadt seines Vaters begleiten.&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;&amp;nbsp;&lt;object width="425" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/yo1amKe3-PU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;  &lt;embed src="http://www.youtube.com/v/yo1amKe3-PU&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Das Wasser der Löwenquelle hat übrigens dieselbe allheilende Wirkung wie der Apfel, den Ahmed zu &lt;a href="http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/01/271-nacht.html"&gt;Beginn der Geschichte&lt;/a&gt; bereits besorgt hatte und welcher Nur en-Nahâr geheilt hatte.&lt;br&gt;Doch auch ein drittes Mal setzt die Hexe dem König einen Floh ins Ohr, und er verlangt nun von seinem Sohn:&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;&amp;quot;Ich möchte, dass du mir einen Mann bringst, der an Wuchs nicht mehr als drei Fuß misst, aber einen Bart von zwanzig Ellen Länge hat; der soll auf seiner Schulter einen kurzen stählernen Stab, zweihundertsechzig Pfund schwer, tragen, den er mit Leichtigkeit hebt und, ohne die Stirne kraus zu ziehen, um seinen Kopf wirbelt, so wie die Menschen hölzerne Keulen schwingen.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Einen solchen Mann gibt es - den Bruder von Perî Banû.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/634298038827244929-567268616635886487?l=www.danrichter.de%2Fleckerbissen%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/567268616635886487/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/03/271-nacht-d.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/567268616635886487'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/567268616635886487'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/03/271-nacht-d.html' title='271. Nacht - d)'/><author><name>Dan Richter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14128761097161007138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='03623210372539923784'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-634298038827244929.post-7825832306954305208</id><published>2010-02-24T15:20:00.004+01:00</published><updated>2010-02-24T20:45:06.051+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Indien'/><title type='text'>271. Nacht - c)</title><content type='html'>&lt;p align="left"&gt;Was ich dann alles doch nicht oder nur mal kurz geworden bin:&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;- Mathematiker&lt;br&gt;- Informatiker&lt;br&gt;- Mathe/Physik-Lehrer&lt;br&gt;- Filmregisseur&lt;br&gt;- Filmschauspieler&lt;br&gt;- Großhandelskaufmann&lt;br&gt;- Leichtathlet&lt;br&gt;- Opernsänger&lt;br&gt;- Jurist&lt;br&gt;- Sozialwissenschaftler&lt;br&gt;- Rockmusiker&lt;br&gt;- Stand Up Comedian&lt;br&gt;- Entwicklungs-Consultant&lt;br&gt;- Linguist&lt;br&gt;- Politiker&lt;br&gt;- Ruderer&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;***&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;Mein Jahr 2009&lt;br&gt;Januar - April&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;&amp;nbsp;&lt;object width="425" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/LKa79UwYxCE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/LKa79UwYxCE&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;Mai - August&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;&amp;nbsp;&lt;object width="425" height="344"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/OAixfPMCNpY&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;  &lt;embed src="http://www.youtube.com/v/OAixfPMCNpY&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="425" height="344"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;***&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Tatsächlich wünscht sich der König ein derart gigantisches Zelt:&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;&amp;quot;Sollte es dir etwa nicht gelingen, und solltest du mir die gewünschte Gabe nicht bringen, mein Sohn, so möchte ich dein Antlitz niemals wiedersehen. Dann wärest du fürwahr ein trauriger Gatte, wenn deine Gemahlin dir ein so geringfügig Ding abschlagen würde.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Wer hört so etwas nicht gern vom eigenen Vater?&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Perî Banû willigt traurig ein, denn sie weiß sicher,&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;&amp;quot;dass sein Ende nahe ist (...) und dass dein Vater, der von dem kommenden Unheil nichts ahnt, seinen eigenen Untergang betreibt.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Auf Ahmeds Erschrecken hin, klärt sie ihn auch über die alte Zauberin auf:&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;&amp;quot;Jenes Weib ist eine Hexe aus Satans Brut.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Der Wunsch wir allerdings flugs von Perî Banûs Schatzmeisterin Nûr Dschehân erfüllt. Prinz Ahmed überreicht seinem Vater das Wunderwerk, und gleich einem Kinde, das einen unverschämten Wunsch erfüllt bekommen hat, reagiert auch er:&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;Es ist seltsam aber wahr, dass im Herzen des Sultans, als er dies seltene Geschenk von dem Prinzen erhalten hatte, Furcht und Zweifel, Neid und Eifersucht auf seinen Sohne, die von der Hexe und dem boshaften Wesir und seinen anderen üblen Beratern in ihm erregt waren, nur noch größer und lebhafter wurden.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/634298038827244929-7825832306954305208?l=www.danrichter.de%2Fleckerbissen%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/7825832306954305208/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/02/271-nacht-c.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/7825832306954305208'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/7825832306954305208'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/02/271-nacht-c.html' title='271. Nacht - c)'/><author><name>Dan Richter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14128761097161007138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='03623210372539923784'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-634298038827244929.post-796464514734458666</id><published>2010-01-27T15:15:00.000+01:00</published><updated>2010-01-27T15:16:39.413+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Lesebühnen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Indien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Essen'/><title type='text'>271. Nacht b)</title><content type='html'>&lt;p align="left"&gt;Kantinenlesen-Essen mit Uli Hannemann Ahne, Hans Duschke, Jakob Hein, Anselm Neft, Stefanie Winny, Falko Hennig, Robert Rescue, Frank Sorge, Bohni, Micha Ebeling, Volker Strübing, Volker Surmann, Ivo Smolak und Kirsten, Lea Streisand, Kirsten Fuchs, Daniela Böhle, Paul Bokowski. Heiko Werning, Thilo Bock, Michael-André Werner, Sarah Schmidt, Manfred Maurenbrecher. Im persischen Restaurant Sufissimo. Gutes Essen, nette Bedienung, ein wenig Slowfood-Tradition, durchaus empfehlenswert. Kein einziger Wein wurde verkauft. Im letzten Jahr noch mehr Freundinnen dabei. Die Kellnerinnen tun einem leid, weil bei uns reflexartig jeder zu seiner Bestellung noch einen lustigen Spruch glaubt machen zu müssen oder an der eigenen Entscheidungsunfähigkeit (es gibt nur 4 Gerichte) scheitert. Aber Mascha verliert den ganzen Abend über ihr Lächeln nicht. Mit einigen kommt man dann doch nicht ins Gespräch. Aber ich habe mir abgewöhnt, bei solchen Feiern mich verpflichtet zu fühlen.&lt;br&gt;Ein Lesebühnen-Gruppenfoto kommt nicht zustande. Ein bis auf zwei Autoren fast komplettes hätten wir auf Steins Beerdigung schießen können, selbst aus alten Zeiten waren noch Kollegen da. Die Chance gibt es wahrscheinlich (oder sollte man sagen &amp;quot;Hoffentlich&amp;quot;?) nicht so schnell wieder.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Ingeborg Junge-Reyer ist der Name jener Sozialdemokratin, deren Aufgabe es ist, für eine angemessene Stadtentwicklung in Berlin zu sorgen. Zum Thema Gentrifizierung fällt ihr allerdings nur ein, dass es doch gut sei, wenn in ein Haus, in dem sonst nur Arbeitslose wohnen, jemand einzieht, der einen Job hat. Anscheinend bezieht die Dame ihr Wissen über das Thema aus einer halbseitigen Zusammenfassung, die ihr ein Referent auf den Schreibtisch gelegt hat. Fazit: Man kann sowieso nichts machen.&lt;br&gt;Natürlich ist es begrüßenswert, wenn die Qualität der Häuser verbessert wird, wenn in einen armen Bezirk auch Wohlhabende ziehen, wenn es neben Eckkneipen auch Cafés gibt usw., aber ab einem bestimmten Punkt kippt es. Die Prognosen des guten alten Häußermann haben sich in dem Punkt bisher ziemlich bewahrheitet: Mietenexplosion in Mitte und Prenzlauer Berg. Massive Verdrängung der lange dort wohnenden Bevölkerung, teilweise sogar mit Gewalt. Aber von brennenden Dachstühlen, verstopften Schornsteinen, vermauerten Türen, abgestelltem Wasser lässt sich weniger knackig schreiben als von brennenden Autos.&lt;br&gt;Soviel zur Tagespolitik.&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;*&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Es folgen: Zimmer aus Gold, Silber, Edelsteinen, köstliche Mahlzeiten, Sängerinnen, Tänzerinnen, Polster und &lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;Kissen, die aus Stickperlen und altpersichen Geweben gearbeitet waren,&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Gäste, Sklavinnen usw.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;Sechs Monate flossen ihm so im Feenlande dahin, neben Perî Banû, der er in so zärtlicher Liebe zugetan war, dass er es auch nicht einen Augenblick ertragen konnte, sie nicht zu sehen. (...)&lt;br&gt;Doch nach einer Weile erwachte sein Gedächtnis aus dem Schlummer, und bisweilen ertappte er sich dabei, wie er sich danach sehnte, seinen Vater wiederzusehen.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Die großzügige Prinzessin gestattet ihm die Reise, obwohl sie vor Sorge vergeht. Unterdessen grämte sich natürlich Ahmeds Vater, und wie so oft kooperieren ein böser Wesir, der dem Herrscher einen Floh ins Ohr setzt, der Sohn könne etwas gegen ihn im Schilde führen und eine alte Zauberin, die sich zum Werkzeug des Bösen machen lässt. Sie findet zunächst heraus, dass Ahmed noch lebt. Cut! Unterdessen nimmt Perî Banû ihrem Gatten das Versprechen ab,&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;&amp;quot;dass du mit aller erdenklichen Eile hierher zurückkehren willst, und dass du mir nicht durch langes Fernsein schmerzliche Sehnsucht und banges Warten auf deine sichere Heimkehr verursachen wirst.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Natürlich darf er nichts vom Feenland erzählen. Sie gibt ihm noch zwanzig Ritter mit, und der grandiose Einzug in die Hauptstadt ist garantiert.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;Dort ward er mit so lautem Jubel empfangen, wie man ihn noch nie zuvor im Lande vernommen hatte.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Als er sich seinem Vater nähert gibt er ihm ein redundantes Verlaufsprotokoll der Ereignisse, das wir uns hier sparen. Der Sultan bittet nun seinen Sohn, ihn einmal pro Monat zu besuchen. Als Ahmed nach vier Tagen zu Perî Banû zurückkehrt, gewährt sie ihm von nun an bedingungslose Reisefreiheit.&lt;br&gt;Als Ahmed zum zweiten Mal seinen Vater besucht, wird der Neid des Wesirs angestachelt:&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;&amp;quot;Niemand vermag zu sagen, woher der Prinz kommt und auf welche Art er sich solch ein prächtiges Gefolge verschafft hat.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Und wie es in dieser Art von Geschichten eben geht: Die Charaktere bleiben konstant. Psychologisierung oder gar Soziale Konditionierung entfällt. Er ist neidisch = er war neidisch = er wird immer neidisch sein.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Der König wird nervös und beauftragt die Zauberin, herauszufinden, wo Ahmed immer verschwindet, doch die Tür zum Feenpalast bleibt dem menschlichen Auge verborgen, also muss sie eine List anwenden und verkleidet sich als alte, kranke Bettlerin. Prinz Ahmed erbarmt sich ihrer und nimmt sie mit zur Pflege in den Palast.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Wieder einmal das Motiv der listigen Alten, die sich verkleidet einnistet. Fehlte nur noch, dass sie die Fromme mimt und alleingelassen werden will. Doch das bleibt uns diesmal erspart.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Perî Banû entdeckt den Schmu:&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;&amp;quot;Diese Frau ist nicht so krank, wie sie sich stellt, nein, sie übt Betrug an dir, und mir ahnt, dass irgendein Neider gegen dich und mich Arges im Schilde führt.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Mit einem Trunk aus der allheilenden Löwenquelle wird die Alte wieder auf die Beine gebracht und entlassen. Am Tor sieht sie sich um und findet den Eingang nicht mehr. Dem Sultan berichtet sie alles und stachelt ihn auf:&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;&amp;quot;Wer weiß, ob er nicht mithilfe von Perî Banû Zwietracht und Zwiespalt im Reiche hervorrufen wird? Hüte dich vor den Listen und der Tücke der Frauen.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Der letzte Satz entfaltet natürlich seine Ironie, wenn er von einer listigen und tückischen Frau ausgesprochen wird. &lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Den Rat seines Ministers, den Sohn hinrichten zu lassen, verwirft er, lieber will er ihn in den Kerker werfen lassen, aber die Zauberin rät ihm ab, da die Knappen von Prinz Ahmed schließlich Dämonen sind. Lieber möge er seinen Sohn &amp;quot;auf die Probe stellen&amp;quot; und ihn ein Zelt besorgen lassen, dass den ganzen Hofstaat aufnehmen könne. Daraufhin würde sie sich eine weitere Probe ausdenken, usw., bis er am Ende seiner Kräfte sei und endlich gedemütigt und beschämt sich nicht mehr in die Hauptstadt wagen.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/634298038827244929-796464514734458666?l=www.danrichter.de%2Fleckerbissen%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/796464514734458666/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/01/271-nacht-b.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/796464514734458666'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/796464514734458666'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/01/271-nacht-b.html' title='271. Nacht b)'/><author><name>Dan Richter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14128761097161007138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='03623210372539923784'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-634298038827244929.post-4600466407426073495</id><published>2010-01-17T20:10:00.002+01:00</published><updated>2010-01-17T20:13:44.975+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Indien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dämon'/><title type='text'>271. Nacht a)</title><content type='html'>&lt;p align="left"&gt;Diskussion bei der Chaussee, ob es sich lohnt, unsere Lotsen am Tor2 des RAW zu positionieren, solange wir im Skandal auftreten. Ist es peinlich und hirnverbrannt, wie die eine Fraktion meint, oder liebenswürdig und notwendig, wie die anderen sagen? Wie in der Mathematik kommt man der Sache näher, wenn man sich das Extrem der anderen Seite vorstellt: Man stünde umsonst am Tor oder es kämen wöchentlich Hunderte dort vorbei.&lt;br&gt;Indessen ignoriert uns de zitty im Programmteil, während sie uns in der vorigen Ausgabe noch mit einem Tagestipp bedachte.&lt;br&gt;Was die Immobilienspekulanten auf dem RAW nun vorhaben, ist unklar. Aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass 2007, beim Verkauf des Geländes nur der offizielle Preis gezahlt wurde (obwohl doch die Immobilien- und Baubranche doch sonst als so sauber gilt.)&lt;br&gt;Trenne mich nun von 10 Jahrgängen &amp;quot;Rolling Stone&amp;quot;. Die New Noises CDs klingen für mich von Jahr zu Jahr gleicher. Meine besten Entdeckungen der Nullerjahre habe ich aber auch diesem Heft zu verdanken: Fiona Apple, Laura Veirs, The Strokes. Es sieht nicht so aus, als würde ich mehr als 1 Euro pro  &lt;a href="http://shop.ebay.de/steffy99_de/m.html?_nkw=Rolling+stone&amp;_sacat=0&amp;_trksid=p3911.m270.l1313&amp;_odkw=&amp;_osacat=0"&gt;12 Hefte bei Ebay&lt;/a&gt; dafür bekommen.&lt;br&gt;Kuriositäten bei Facebook: Ich soll Fan einer Künstleragentur werden, die sich nicht mit ihren Künstler rühmt, sondern damit, dass sie wirbt. Wieder eine Freundschafts-Anfrage eines ausländischen Künstlers, der mich mit  &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Daniel_Richter"&gt;Daniel Richter aus Hamburg&lt;/a&gt; verwechselt.&lt;br&gt;Grob fahrlässige Körperverletzung im Pflegeheim. Aber man zögert, Anzeige zu erstatten, aus Angst, der geliebten Verwandten könne dann noch übler mitgespielt werden. Alternativen: Keine; denn es ist eines der teuersten und am besten ausgestatteten Heime der Gegend, und die Schlamperei und der Zynismus des Pflegepersonals dem Vernehmen nach überall gleich.&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;*&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Ahmed geht wieder eines Morgens den Pfeil suchen.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;Wie er so überall suchte, sah er, nachdem er schon etwa drei Parasangen weit gegangen war, den Pfeil flach auf einem Felsen liegen.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Wieviel das sein mag, darüber wird noch gestritten.   &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Parasang"&gt;Wahrscheinlich&lt;/a&gt; zwischen 5 und 10 km.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Er entdeckt, dass der Pfeil nicht steckt, sondern abgeprallt war.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;Darauf bahnte er sich einen Weg zwischen den spitzen Klippen und den großen Blöcken und kam alsbald zu einer Höhle im Boden, die in einen unterirdischen Gang auslief.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Bis er schließlich an einem unterirdischen Palast landet.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;Und alsbald trat aus dessen Inneren eine liebliche Maid, schön und voll Liebreiz, eine Feengestalt in fürstlichen Gewändern und über und über mit den kostbarsten Juwelen geschmückt. Sie schritt langsam und majestätisch dahin und doch anmutig und bezaubernd, umgeben von ihren Dienerinnen wie der volle Mond von den Sternen.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Na, auf so etwas wartet man doch! Die ganze Zeit wird der Leser in die Irre geführt mit irgendwelchen Abenteuern, die die Brüder zu bestehen haben, einer Cousine, die geheiratet werden soll, und nun kommt diese Beauty-Queen. Aber es kommt noch besser:&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;&amp;quot;Herzlich willkommen, Prinz Ahmed! Ich bin erfreut, dich zu sehen. Wie ergeht es deiner Hoheit, und weshalb bist du so lange mir ferngeblieben?&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Nicht nur, dass sie seinen Namen weiß, sie führt ihn auch in den Palast, sie gibt sich ihm auch als Fee zu erkennen:&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Du hast wohl in der Heiligen Schrift gelesen, dass diese Welt nicht nur eine Wohnstätte von Menschen ist, sondern auch von einem Geschlechte, das man die Geisterwesen nennt, die an Gestalt den Sterblichen ganz ähnlich sind.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Vielleicht ist diese Stelle gemeint: &amp;quot;In jenen Tagen gab es auf der Erde die Riesen, und auch später noch, nachdem sich die Gottessöhne mit den Menschentöchtern eingelassen und diese ihnen Kinder geboren hatten. Das sind die Helden der Vorzeit, die berühmten Männer.&amp;quot; (1. Buch Mose 6, 4)&lt;br&gt;Oder sollte sie sich auf die im Koran Dschinni erwähnten Dschinni beziehen?&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;&amp;quot;Ich bin die einzige Tochter eines Geisterfürsten von vornehmster Abkunft, und mein Name ist Perî Banû.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Sie war es, die den nicht weit genug abgeschossenen Pfeil entführte und vor ihre eigene Schwelle legte.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;Also sprach die schöne Maid Perî Banû, indem sie mit dem Blicke sehnender Liebe zu Prinz Ahmed aufschaute; dann aber senkte sie die Stirn in züchtiger Scham und wandte den Blick ab.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Sie möchte ihn ehelichen, und erläutert dies mit einem erstaunlich emanzipierten Standpunkt der Feenwelt:&lt;/p&gt;&lt;p align="left" dir="ltr" class="1001zitat"&gt;&amp;quot;Ich habe dir bereits gesagt, dass ich hierüber mit vollkommenster Willensfreiheit entscheiden kann. Zudem ist es bei uns Sitte und uralter Brauch, dass wir Mädchen, wenn wir das mannbare Alter und die Jahre des Verstandes erreichen, nach dem Gebote des Herzens uns vermählen dürfen, eine jede mit dem Manne, der ihr am meisten gefällt und von dem sie glaubt, er werde ihr das Leben am glücklichsten machen. So leben denn Mann und Frau ihr ganzes Leben in Eintracht und Glück. Wenn aber eine Jungfrau von ihren Eltern nach deren Wahl, nicht nach ihrer eigenen, vermählt wird, und sie so an einen Gefährten gekettet wird, der nicht der rechte für sie ist, weil er eine hässliche Gestalt oder ein hässliches Wesen hat und ihre Zuneigung nicht zu gewinnen vermag, dann werden die beiden wohl ihr ganzes Leben lang miteinander streiten, und Not ohne Ende wird für sie aus einer solchen unglücklichen Verbindung entstehen. (...)&lt;br&gt;Wir tun offen unsere Neigung dem Manne kund, den wir lieben, und wir brauchen nicht zu warten und zu schmachten, bis wir umworben und gewonnen werden.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p align="left" dir="ltr" class="kommentar"&gt;Was die Bemerkung vom in züchtiger Scham gesenkten Blick Lügen straft. Jedenfalls kann Ahmeds Cousine Nûr en-Nahâr von solcher Wahlfreiheit nur träumen, denn gefragt wurde sie ja nicht.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" dir="ltr"&gt;Doch auch die Eheschließung erfolgt unkonventionell:&lt;/p&gt;&lt;p align="left" dir="ltr" class="1001zitat"&gt;&amp;quot;Du bist mein Gemahl, und ich bin dein Weib. Dies feierliche Versprechen, das wir beide einander geben, steht an Stelle einer Eheurkunde. Wir brauchen keinen Kadi; den bei uns sind alle andern Förmlichkeiten und Zeremonien überflüssig und nutzlos.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p align="left" dir="ltr" class="kommentar"&gt;Es wäre schön zu wissen, ob wir es hier mit der utopischen Phantasie einer weiblichen Erzählerin zu tun haben oder vielleicht eines männlichen, der sich vielleicht eine Beziehung auf Augenhöhe erträumt.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/634298038827244929-4600466407426073495?l=www.danrichter.de%2Fleckerbissen%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/4600466407426073495/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/01/271-nacht_17.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/4600466407426073495'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/4600466407426073495'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/01/271-nacht_17.html' title='271. Nacht a)'/><author><name>Dan Richter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14128761097161007138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='03623210372539923784'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-634298038827244929.post-5315738965442376981</id><published>2010-01-10T19:04:00.000+01:00</published><updated>2010-01-10T19:46:12.485+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Indien'/><title type='text'>271. Nacht</title><content type='html'>&lt;p align="center"&gt;&lt;b&gt;Die Geschichte von dem Prinzen Ahmed und der Fee Perî Banû&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Eine Fußnote des Übersetzers Littmann merkt an, dass diese Geschichte in der Kalkuttaer Ausgabe nicht vorkommt.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" dir="ltr"&gt;Ein König von Indien hat drei Söhne - Husain, Alî und Ahmed, die sich alle für ihre Cousine Nûr en-Nahâr interessieren. Da der König keinen von ihnen bevorzugen will, stellt er ihnen die Aufgabe, in die Welt zu ziehen. Welcher ihm das Sonderbarste brächte, der dürfe die Prinzessin Nûr en-Nahâr ehelichen.&lt;br&gt;Weitschweifend wird von den Reisen der Brüder berichtet, die gemeinsam losziehen und sich nach einem Jahr in einer Karawanserei wieder treffen wollen. Husain bringt einen fliegenden Teppich mit, 'Alî ein Fernrohr, das alles erkennt und Ahmed einen Apfel, der alle Krankheiten heilt, wenn man an ihm riecht.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Dies ist hier die erste Geschichte mit fliegendem Teppich!&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Als sie sich nach einem Jahr wiedertreffen, schauen sie durchs Fernrohr nach Nûr en-Nahâr.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Diese Schlingel.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Aber die Prinzessin ist krank, also reisen sie per Teppich zu ihr, Ahmed lässt sie an seinem Apfel riechen und sie gesundet auf der Stelle.&lt;br&gt;Da nun alle denselben Anteil an ihrer Errettung haben, steht der Sultan vor demselben Problem wie zuvor. Nun müssen sich die Söhne im Pfeilweitschießen messen.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Das hätten sie im Grunde auch vorher tun können, nur wäre dann die Prinzessin nicht am Leben. Was aber den Leser irritiert ist die narrative Folgenlosigkeit der auf mehreren Seiten ausgebreiteten Erzählung der Reisen der Söhne. Sie steht im Grunde für sich und ist ohne Plotrelevanz.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Alî schießt den Pfeil weiter als Husain. Den Pfeil von Ahmed findet man nicht mehr. Also wird Alî verheiratet.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;Prinz Husain aber wollte bei dem Hochzeitsfeste nicht zugegen sein, da er enttäuscht und von Eifersucht erfüllt war; denn er war der Herrin Nûr en-Nahâr mit einer viel heißeren Liebe zugetan als seine beiden Brüder. Darum legte er seine fürstlichen Kleider ab und zog im Gewande eines Fakirs von dannen, um als Einsiedler zu leben.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Lebensverneinung als Problemlöser. Erst extremer Schmerz scheint die Liebe zu beweisen - das Motiv zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichten.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Der jüngste Bruder Ahmed verweigert sich auch dem Hochzeitsfest und sucht stattdessen den Pfeil.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/634298038827244929-5315738965442376981?l=www.danrichter.de%2Fleckerbissen%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/5315738965442376981/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/01/271-nacht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/5315738965442376981'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/5315738965442376981'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/01/271-nacht.html' title='271. Nacht'/><author><name>Dan Richter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14128761097161007138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='03623210372539923784'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-634298038827244929.post-3797423993795412846</id><published>2010-01-08T16:06:00.003+01:00</published><updated>2010-01-08T16:16:00.283+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gastrecht'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Persien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Entjungferung'/><title type='text'>270. Nacht d) - Gesund und glücklich alt werden</title><content type='html'>&lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dan_Buettner"&gt;Dan Buettners&lt;/a&gt; Vortrag über Regionen, in denen die Lebenserwartung extrem hoch ist, beunruhigt mich. Zusammengefasst, sind die Voraussetzung diese:&lt;br&gt;- andauernde Freundschaften&lt;br&gt;- geerdete Spiritualität&lt;br&gt;- überwiegend vegetarische und vielseitige Ernährung, &lt;br&gt;- natürliche Bewegung, d.h. die alltäglichen Handlungen sind bewegungsreich&lt;br&gt;- täglicher Lebenszweck - ein täglicher Grund, warum man aufsteht&lt;br&gt;- tägliche Ruhepause&lt;br&gt;- gute Familienbeziehungen und -traditionen&lt;br&gt;- mäßig essen und wenig Alk&lt;br&gt;- sich in gute Gesellschaft begeben.&lt;p align="center"&gt;&amp;nbsp;&lt;object width="560" height="340"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/I-jk9ni4XWk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;  &lt;embed src="http://www.youtube.com/v/I-jk9ni4XWk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nur wenig davon beherzige ich. Vom meisten hat man sich frei gemacht. Einige Dinge muss man sich schwer neu erarbeiten. Wer überhaupt Mangel empfindet, ist auf Lebensberatungsliteratur, Therapeuten, Trainer usw. angewiesen, wenn er nicht das Glück hatte, die gesunden Traditionen der eigenen Community ungefragt weiterzuleben.&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;*&lt;p align="left"&gt;Am nächsten Morgen zeigt Mardschâna ihrem Herrn Ali Baba die toten Räuber in den Ölschläuchen und berichtet ihm, was geschehen ist.&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Und zwar so, dass wir Leser auf zwei Seiten auch noch mal dasselbe erfahren.&lt;p align="left"&gt;Ali Baba schenkt zum Lohn der Sklavin Mardschâna die Freiheit. Die 38 toten Räuber werden im Hof begraben.&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Es müssen also ursprünglich 41 und nicht 40 gewesen sein, wenn man den Hauptmann und die beiden von ihm getöteten Gauner hinzurechnet.&lt;p align="left"&gt;Der Räuberhauptmann indessen klagt nicht lange, sondern verkleidet sich erneut als Kaufmann, eröffnet auf dem Basar einen Laden, in dem er teure Edelsteine zum Verkauf anbietet.&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;Die Großen kamen zu ihm in Mengen, und die Kleinen begannen sich, um ihn zu drängen; er empfing die Menschen mit großer Zuvorkommenheit und behandelte sie mit Höflichkeit. (...) Und dabei war dies alles doch gegen seine Natur; denn er war innerlich roh und hart, von grober und rauer Art; er pflegte auf Mord und Raub zu sinnen, Blut zu vergießen und Beute zu gewinnen. Aber die Not hat ihre Gesetze, und sie zwang ihn zu solchem Tun.&lt;p align="left"&gt;Sein Laden befindet sich nun direkt gegenüber vom Laden des Sohnes Ali Babas, dessen Vertrauen er gewinnt. Bald lädt Ali Babas Sohn ihn zum Gastmahl ein. Dieser willigt ein:&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;&amp;quot;Ich will mich deinem Wunsche fügen und einkehren um der Freundschaft willen. Aber es geschieht nur unter der Bedingung, dass du kein Salz an die Speisen kommen lässest; denn ich habe die größte Abneigung dagegen und kann es weder essen noch auch riechen.&amp;quot;&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Der Hintergrund scheint zu sein, dass er selbst als Räuber das Gastrecht nicht verletzen will, dem er sich unterwirft, sobald er mit dem Gastgeber Salz geteilt hat.&lt;p align="left"&gt;Als Mardschâna, die die Männer bekocht, dies hört, wird sie zornig, doch als sie den Kaufmann sieht, erkennt sie ihn und greift wieder zu einer List.&lt;br /&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat" dir="ltr"&gt;Mardschâna trug ein Hemd von durchbrochener, alexandrinischer Arbeit, dazu eine Jacke aus königlichem Brokat und andere prächtige Kleider, und sie war mit einem goldenen Gürtel, der mit allerlei Edelsteinen besetzt war, geschmückt. Ihr Leib war schmal, und darunter wölbten sich ihre Hüften. Auf ihrem Haupt lag ein Perlennetz und um ihren Hals eine Kette von Smaragden, Hyazinthen und Korallen. Und darunter wölbten sich ihre beiden Brüste wie zwei Granatäpfel. Sie war mit Schmuck und schönen Kleidern geziert; sie glich einer Blume des Frühlings, und dem Mond in seiner Vollendung Nacht. &lt;br /&gt; &lt;p align="left"&gt;Sie tanzt eine Art erotisierten Dolchtanz, an dessen Ende sie schließlich den Räuber ermurkst. Nach kurzem Schrecken erklärt Mardschâna alles und zum Lohn wird sie an Ali Babas Sohn verheiratet.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.danrichter.de/leckerbissen/uploaded_images/-015-723019.jpg"&gt;&lt;img style="cursor:pointer; cursor:hand;width: 148px; height: 200px;" src="http://www.danrichter.de/leckerbissen/uploaded_images/-015-723017.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.danrichter.de/leckerbissen/uploaded_images/-014-722994.jpg"&gt;&lt;img style="cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 125px;" src="http://www.danrichter.de/leckerbissen/uploaded_images/-014-722989.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;Schließlich ward die Braut vor ihm entschleiert, er blieb mit ihr allein und nahm ihr das Mädchentum.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Nach einiger Zeit (Ali ist skeptisch, da er die zwei Räuber, von deren Tod er nichts weiß, vermisst), führt er seinen Sohn an den Berg und lässt ihn sich an den Reichtümern der Höhle bedienen.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;So führten sie ein herrliches und glückliches Leben, bis Der zu ihnen kam, der die Freuden schweigen heißt und der die Freundesbande zerreißt, der die Schlösser vernichtet und die Gräber errichtet.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Eine schöne, wesentlich gründlichere &lt;a href="http://www.exilpen.de/HTML/Texte/MardschanaSeibert.pdf"&gt;Analyse, inklusive Versionsvergleiche findet sich bei Winfried Seibert.&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;Ende der Geschichte und des Zweiten Bandes&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/634298038827244929-3797423993795412846?l=www.danrichter.de%2Fleckerbissen%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/3797423993795412846/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/01/270-nacht-d-gesund-und-glucklich-alt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/3797423993795412846'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/3797423993795412846'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/01/270-nacht-d-gesund-und-glucklich-alt.html' title='270. Nacht d) - Gesund und glücklich alt werden'/><author><name>Dan Richter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14128761097161007138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='03623210372539923784'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-634298038827244929.post-5628638129582956854</id><published>2010-01-06T18:50:00.000+01:00</published><updated>2010-01-06T18:51:44.471+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Galland'/><title type='text'>270. Nacht c)</title><content type='html'>Bücher, die mich im Jahr 2009 davon abhielten, mich weiter in die Tausendundein Nächte zu vertiefen:&lt;p&gt;Alexander Solschenizyn: &amp;quot;Der Archipel Gulag&amp;quot; &lt;br&gt;Andy Goldberg: &amp;quot;Improv Comedy&amp;quot; &lt;br&gt;Barack Obama: &amp;quot;The Audacity of Hope&amp;quot;&lt;br&gt;Bill Lynn: &amp;quot;Improvisation of Actors and Writers&amp;quot; &lt;br&gt;Charna Halpern: &amp;quot;Art by Committee&amp;quot; &lt;br&gt;David Richio: &amp;quot;The Five Things We Cannot Change... and the Happiness We Find By Embracing Them&amp;quot; &lt;br&gt;Derren Brown: &amp;quot;Tricks of the Mind&amp;quot; &lt;br&gt;Dick Francis: &amp;quot;Comeback&amp;quot;&lt;br&gt;Giacomo Leopardi: &amp;quot;Gesänge und Fragmente/Canti e Frammenti&amp;quot; &lt;br&gt;Harlan Coben: &amp;quot;Hold Tight&amp;quot;&lt;br&gt;Ian McEwan: &amp;quot;Ein Kind zur Zeit&amp;quot; &lt;br&gt;Jo Salas: &amp;quot;Improvising Real Life: Personal Story in Playback Theatre&amp;quot; &lt;br&gt;Jochen Schmidt: &amp;quot;Schmidt liest Proust&amp;quot;&lt;br&gt;John Wright: &amp;quot;Why is that so funny?&amp;quot; &lt;br&gt;Jonathan Fox/ Heinrich Dauber (Hg.): &amp;quot;Playbacktheater&amp;quot; &lt;br&gt;Joseph Campbell: &amp;quot;Der Heros in tausend Gestalten&amp;quot; &lt;br&gt;Konstantin Simonow: &amp;quot;Die Lebenden und die Toten&amp;quot; &lt;br&gt;Maarten 't Hart: &amp;quot;Mozart und ich&amp;quot;&lt;br&gt;Manfred Geier: &amp;quot;Worüber kluge Menschen lachen: Kleine Philosophie des Humors&amp;quot;&lt;br&gt;Manfred Maurenbrecher: &amp;quot;Ich bin nicht da&amp;quot; &lt;br&gt;Manuela Ritz: &amp;quot;Die Farbe meiner Haut&amp;quot;&lt;br&gt;Martin Cohen: &amp;quot;99 moralische Zwickmühlen&amp;quot; &lt;br&gt;Patrick Lindsay: &amp;quot;Now is the Time&amp;quot; &lt;br&gt;Philip Zimbardo &amp;amp; John Boyd: &amp;quot;The Time Paradox&amp;quot; &lt;br&gt;Roger-Pol Droit: &amp;quot;Fünf Minuten Ewigkeit. 101 philosophische Alltagsexperimente&amp;quot;&lt;br&gt;Theodor Storm: &amp;quot;Beim Vetter Christian&amp;quot; &lt;br&gt;Theodor Storm: &amp;quot;Bulemanns Haus&amp;quot; &lt;br&gt;Thomas Harris: &amp;quot;The silence of the lambs&amp;quot; (zum wiederholten Male) &lt;br&gt;Tiki Kustenmacher: &amp;quot;How to Simplify Your Life&amp;quot; &lt;br&gt;William Shakespeare: &amp;quot;Ein Sommernachtstraum&amp;quot;&lt;br&gt;(plus diverses Abgebrochenes)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auffällig: Der Mangel an original deutschsprachiger Literatur. Viel Impro- und Theaterliteratur. Romane lediglich: McEwan, Harris, Simonow, Coben, Maurenbrecher.&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;*&lt;p align="left"&gt;Die störrische Gattin des inzwischen von den 40 Räubern gevierteilten Bruders Kâsim wird mangels Alternativen eine Ehe mit Ali Baba in Aussicht gestellt. Die Sklavin Mardschâna sorgt sich inzwischen um die Leiche. Sie bestellt beim Apotheker Arzneien und lässt durchblicken, der Patient sei sterbenskrank. Dann geht sie eines morgens zu einem Schuster, der stets als erster seinen Laden im Basar öffnet, drückt ihm zwei Goldstücke in die Hand, verbindet ihm die Augen, führt ihn zu ihrem Haus und lässt ihn Kâsims vier Teile zusammennähen; zwei weitere Goldstücke sind des Schusters Lohn. So muss sich niemand übermäßig wundern, als Ali Baba den Tod seines Bruders verkündet.&lt;br&gt;Nach der gesetzlichen Frist heiratet Ali Baba seine Schwägerin. Und nebenbei erfahren wir, dass Ali Baba einen zwölfjährigen Sohn hat.&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Was nicht recht zum Zeitplan der Story zu passen scheint. Wann soll er ihn gezeugt haben? Wohl kaum in der Zeit seiner Armut, die als &amp;quot;kurze Zeit&amp;quot; beschrieben wurde. Die Ereignisse danach könnten höchstens ein paar Monate umfassen.&lt;p align="left"&gt;Ali Baba übergibt seinem Sohn den Laden,&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;und er versprach auch, ihn zu vermählen, wenn es mit seinem Tun gut und erfolgreich stehe und wenn er den Weg des Rechtes und der Tugend gehe.&lt;p align="left"&gt;Der Erzähler wendet sich nun den Räubern zu, die argwöhnisch werden, als sie das Verschwinden von Kâsims Leiche bemerken. Der Hauptmann fordert nun seine Leute auf, die Städte zu durchforsten:&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;&amp;quot;Fragt, ob ein Armer reich geworden ist oder ob ein Erschlagener begraben ist.&amp;quot;&lt;p align="left"&gt;Außerdem bräuchte man einen listigen Mann, der diese Stadt nach dem Widersacher durchforschen solle - mit großem Lohn bei Erfolg und mit Todesstrafe bei Misserfolg. Tatsächlich meldet sich ein Freiwilliger, dem zur Tarnung Kaufmannsgewänder angezogen werden und der sofort in die Stadt geht.&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Wie nun? Eben sollte die Stadt erst noch gefunden werden? Und nun weiß man schon, welche es ist.&lt;p align="left"&gt;Tatsächlich trifft der verkleidete Räuber auf den Schuster, der drauflosplaudert und ihm die Tür, in der er die Totenvernähung vorgenommen hat, nur zeigen kann, wenn er wieder mit verbundenen Augen dahingeführt wird.&lt;br&gt;Um sich die Tür zu merken, kennzeichnet der Räuber die Tür mit Kreide. Mardschâna, nicht doof, die dies am nächsten Morgen bemerkt, kennzeichnet die anderen Häuser ebenso.&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Warum wischt sie nicht einfach das Zeichen am eigenen Haus ab? Das Motiv finden wir haargenau wieder in Andersens Märchen &amp;quot; &lt;a href="http://www.märchenkristall.de/Andersen/Feuerzeug.htm"&gt;Das Feuerzeug&lt;/a&gt;&amp;quot;.&lt;p align="left"&gt;Die Räuber wollen loslegen, aber ihre Moral ist erschüttert, als sie sich vor lauter Kreidebemalten Häusern wiederfinden. Der mutige aber glücklose Räuber willigt in sein Schicksal ein:&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;&amp;quot;Es ist recht, ich verdiene die Todesstrafe, da mein Plan missglückt ist und meine Klugheit nicht ausreichte; ich habe meinen Auftrag nicht auszuführen vermocht; und so habe ich keine Lust mehr, am Leben zu bleiben.&amp;quot;&lt;p align="left"&gt;Ein billiger Preis fürs Leben. Ein weiterer Räuber namens Ahmed el-Ghadbân wird losgeschickt, die Arbeit noch einmal zu erledigen.&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Wieder bedient sich Galland eines Namens aus einer anderen Originalerzählung. &lt;a href="http://www.danrichter.de/leckerbissen/2007/05/52-nacht.html"&gt;Ahmed el-Ghadbân heißt der schwarze Sklave&lt;/a&gt; in &amp;quot;Die Geschichte des Königs Omar ibn en-Nu'mân und seiner Söhne und dessen, was ihnen widerfuhr an Merkwürdigkeiten und seltsamen Begebenheiten&amp;quot; und Gegenspieler der weisen Dienerin Mardschâna (!).&lt;p align="left"&gt;Dieser begeht natürlich denselben Fehler wie sein Vorgänger. Und mit denselben fatalen Folgen für ihn. Ein Räuberhauptmann, der sich in kürzester Zeit um 5% seiner Truppe entledigt, erinnert mich doch sehr an &amp;quot;Pawel Tropotkin&amp;quot; von Phil Tägert (Fil).&lt;p align="center"&gt;&lt;img border="0" src="http://www.danrichter.de/bilder/1001/paweltropotkin-m.jpg" width="445" height="643"&gt;&lt;p align="left"&gt;Schließlich begibt sich der Hauptmann in einer Wenn-man-nicht-alles-selber-macht-Haltung allein in die Stadt, lässt sich ebenfalls von dem Schuster führen&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;(welcher sich sicherlich inzwischen wundert, wie schnell man als Leichenpräparator Geld verdienen kann. Inzwischen sind es immerhin 16 Goldstücke.)&lt;p align="left"&gt;und&lt;i&gt;merkt&lt;/i&gt; sich die Tür.&lt;br&gt;Daraufhin kauft er 40 Schläuche, näht in 38 von ihnen seine Männer ein, füllt zwei von ihnen mit Öl, hängt diese Maultieren um und begibt sich in die Stadt, wo er als Fremder bei Ali Baba Einlass begehrt. Als Schlafenszeit ist, geht Mardschâna das Öl ihrer Lampe aus und sie will sich Nachschub besorgen, als sie den wahren Inhalt der Schläuche bemerkt. Die Räuber glauben, sie sei der Hauptmann und fragen - in ihrer engen Lage gequält - wann es denn nun endlich losgehe. Flüsternd beruhigt Mardschâna sie, holt sich Öl aus den letzten Schläuchen, erhitzt es in einem Kessel und verbrüht damit die 38 Banditen. Sehr zum Schrecken des Räuberhauptmanns, der ob des ekligen Geruchs am nächsten Morgen erkennt, was hier gespielt wurde und Reißaus nimmt,&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Man fragt sich, ob auch dieses immerhin originelle Geschichten-Element geklaut ist, aber ich kann nicht erkennen wo.&lt;br&gt;Zuende ist die Geschichte aber hier noch nicht.&lt;p align="left"&gt;&amp;nbsp;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/634298038827244929-5628638129582956854?l=www.danrichter.de%2Fleckerbissen%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/5628638129582956854/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/01/270-nacht-c.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/5628638129582956854'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/5628638129582956854'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2010/01/270-nacht-c.html' title='270. Nacht c)'/><author><name>Dan Richter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14128761097161007138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='03623210372539923784'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-634298038827244929.post-3929129343483168863</id><published>2009-12-21T19:35:00.000+01:00</published><updated>2009-12-21T19:36:06.384+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Persien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dinar'/><title type='text'>270. Nacht b)</title><content type='html'>&lt;p align="left"&gt;Wenigstens das Best-Of-Kantinenlesen-2009 spendet mir doch Freude, an einem Tag, der mir viele Schmerzensnachrichten bringt: Verwandte schwerkrank, Freunde leiden an Schmerzen, Meinungsverschiedenheiten doch nicht friedlich ausgetragen, Probe fällt aus, Hakeleien, wo die Chaussee der Enthusiasten nun bald auftritt. Woher die Inspiration zum Schaffen nehmen? In die Zeitung wagt man gar nicht zu schauen bei den Nachrichten, die man im Radio hört.&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;*&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Inhaltlich nicht viel anders als Simeliberg: Ali Babas Frau besteht darauf, das Geld zu zählen oder wenigstens mit einem Scheffelmaß zu messen, dass sie sich von ihrer Schwäherin borgt, die schon beim Ausborgen skeptisch den Boden des Maßes mit Wachs beschmiert, und dann umso erstaunter ist, dass sich nicht Getreide, sondern ein Golddinar darin befindet.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Diese Grundidee, einen Armen das Gold mit einem Scheffel zu messen, da er zum Zählen nun keine Zeit mehr hat, ist schon wirklich originell. Im &amp;quot;Simeliberg&amp;quot; und bei Andersen wird allerdings Pech statt Wachs benutzt.&lt;br&gt; &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/SchwÃ¤gerschaft"&gt;&amp;quot;Schwäherin&amp;quot; ist hier übrigens die Frau des Schwagers, auch wenn Wikipedia es anders sieht.&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Vor lauter Neid muss nun Ali Babas SchwäGerin weinen. Sie stachelt ihren Mann an&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Natürlich sind wieder die Weiber schuld...&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Kâsim fordert nun von seinem Bruder nicht etwa einen Teil des Schatzes, sondern das Zauberwort, die ihm dieser verrät:&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;&amp;quot;Hüte dich, sie zu vergessen.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Foreshadowing&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Mit zwölf Maultieren geht dieser nun zum Berg, öffnet ihn, und schon als er den ersten Sack heraustragen will, vergisst er den Spruch. Statt Sesam probiert er nun Gerste, Weizen, Kichererbse und weitere Kornfrüchte aus. Vergeblich. Die Räuber fangen ihn, stoßen ihm eine Lanze durch die Brust und hängen ihn zur Abschreckung gevierteilt am Eingang auf. Kâsims Weib (deren Namen wir übrigens nicht erfahren) weint vor Sorge die ganze Nacht.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;Doch sie enthielt sich, so laut zu schreien, wie es sonst die Frauen zu tun pflegen; denn sie befürchtete, die Nachbarn könnten davon erfahren und sie dann nach dem Grunde ihres Weinens fragen.&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Am nächsten Morgen klagt sie Ali Baba ihr Leid, der zum Berg geht, die Blutspuren und anschließend auch seinen Bruder findet.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;Und so dachte er zunächst daran, dass es ihm als eine religiöse Pflicht obliege, seinen Bruder in das Leichentuch zu hüllen und zu begraben.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" dir="ltr" class="kommentar"&gt;Für diesen zweiten Teil der Geschichte braucht Galland, oder wer auch immer der Urheber der Geschichte sein mag, 14 Seiten. Und doch geht sie an dieser Stelle, wo Simeliberg endet, erst richtig los. Ich verrate hier nur, dass die schöne Sklavin Mardschâna eine Rolle spielen wird. Nach Alâ ed-Dîn und Prinzessin el-Budûr klaut Galland nun auch den Namen Mardschâna aus der Geschichte von Alî ibn-Bakkâr und Schams en-Nahâr.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/634298038827244929-3929129343483168863?l=www.danrichter.de%2Fleckerbissen%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/3929129343483168863/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2009/12/270-nacht-b.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/3929129343483168863'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/3929129343483168863'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2009/12/270-nacht-b.html' title='270. Nacht b)'/><author><name>Dan Richter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14128761097161007138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='03623210372539923784'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-634298038827244929.post-1199980353038766010</id><published>2009-12-20T12:54:00.000+01:00</published><updated>2009-12-20T12:55:09.101+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Persien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Grimms'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dinar'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dirhem'/><title type='text'>270. Nacht a)</title><content type='html'>&lt;p align="left"&gt;Bei unserem Aufenthalt in der Türkei entdeckte ich, dass antike Münzen aus dem römischen Reich und auch aus dem alten Griechenland einigermaßen erschwinglich bei Ebay zu erwerben sind. Dies trieb mich zur Suche nach weiteren Antiquitäten an. Derzeit bei Ebay zu erwerben:&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;&lt;img border="0" src="http://www.danrichter.de/bilder/1001/minikoran.jpg" width="185" height="186"&gt;&lt;br&gt; &lt;a href="http://cgi.ebay.de/Antique-27-0-x-18-0-x-10-0-mm-Ancient-Holy-Koran_W0QQitemZ160374727774QQcmdZViewItemQQptZLH_DefaultDomain_0?hash=item255714245e"&gt;Ein 27 mm großer Koran aus dem Jahre 1600 auf Persisch für $ 300.000,-&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;&lt;img border="0" src="http://www.danrichter.de/bilder/1001/bibel.jpg" width="169" height="265"&gt;&lt;br&gt; &lt;a href="http://cgi.ebay.de/1685-1680-Eliot-Indian-Bible-First-printed-in-America_W0QQitemZ250535802440QQcmdZViewItemQQptZAntiquarian_Collectible?hash=item3a5518f648"&gt;Amerikanische Bibel aus dem Jahre 1685 - Erstdruck für $ 195.000,-&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;&lt;img border="0" src="http://www.danrichter.de/bilder/1001/wash-handwr.jpg" width="441" height="333"&gt;&lt;br&gt; &lt;a href="http://cgi.ebay.de/George-Washingtons-proposed-Constitution-handwriting_W0QQitemZ360217017097QQcmdZViewItemQQptZLH_DefaultDomain_0?hash=item53de9b7b09"&gt;Handschriftliche Anmerkungen von George Washington an seiner persönlichen Kopie der US-Verfassung&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;&lt;img border="0" src="http://www.danrichter.de/bilder/1001/20pence.jpg" width="300" height="176"&gt;&lt;br&gt; &lt;a href="http://cgi.ebay.de/Undated-on-BOTH-sides-20p-coin-Mistake-by-Royal-Mint_W0QQitemZ290373462773QQcmdZViewItemQQptZUK_Coins_BritishDecimal_RL?hash=item439b9b6af5"&gt;Fehlpressung einer britischen 20-p-Münze von 1970 für 4.000.000,- Pfund&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;***&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Pragmatisch kauft Ali Baba von dem verbliebenen Geld eine Axt und ein paar Esel und arbeitet fortan als Holzhacker im Gebirge, der vom Erlös des Brennholz&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat"&gt;die Ausgaben für seine Familie bestreiten&lt;/p&gt;&lt;p&gt;kann.&lt;/p&gt;&lt;p class="kommentar"&gt;Familie? Bisher ist von Kindern nicht die Rede.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eines Tages, als er wieder Holz hackt, sieht er eine Staubwolke.&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat"&gt;Doch als die Wolke sich hob, da erschieb unter ihr eine Schar von Rittern, dräuenden Löwen gleich; die starrten in Waffen, sie waren mit Panzern angetan, mit Schwertern gegürtet, sie trugen Lanzen unter den Armen und die Bögen über den Schultern. Ali Baba erschrak vor ihnen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Er versteckt sich in einem Baum und beobachtet das Treiben,&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat"&gt;da er sie für Räuber hielt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie nun öffnet der Räuberhauptmann das Tor? &lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat"&gt;&amp;quot;Sesam, öffne dein Tor!&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p class="kommentar"&gt;Im Vergleich dazu bei Grimms: &amp;quot;Berg Semsi, Berg Semsi, tu dich auf!&amp;quot; Interessant natürlich auch, dass das Grimms-Märchen nach dem falschen Namen (&amp;quot;Simeli&amp;quot;) benannt ist.&lt;br&gt;Und im allgemeinen Sprachgebrauch weitaus geläufiger: &amp;quot;Sesam öffne dich!&amp;quot; Eine Begründung für diesen Unterschied konnte ich nicht finden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Räuber laden ihre Satteltaschen im Berg aus, von denen Ali Baba annimmt, dass sie &lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat"&gt;voll von geprägtem weißen Silber und rotem Gold sein müsse&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dann verschwinden sie wieder. &lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat"&gt;Und weiter berichtete mir der Erzähler, dass Ali Baba, als er sich von seinem Schrecken erholt hatte, von dem Baume herunterstieg und zur Tür ging.&lt;/p&gt;&lt;p class="kommentar"&gt;Diese Form - dass nämlich ein Erzähler direkt erwähnt wird - kam in 1001 bisher auch nicht vor.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Höhle öffnet sich tatsächlich und enthält u.a.: Marmor, Speisen, Getränke, Goldbarren, Silber, Dinare, Dirhems, Kleider aus Baumwolle, Seide, Brokat.&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat"&gt;Sie stammten von Syriens Auen und aus Afrikas fernsten Gauen, aus China und dem Industal und Hinterindien zumal.&lt;/p&gt;&lt;p class="kommentar"&gt;Warum nur fällt Littman immer nur der Reim &amp;quot;zumal&amp;quot; ein? Als ob sich ausgerechnet auf die Silbe -al nichts weiter reimen würde! Und das am Ende des Satzes!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Außerdem: Perlen, Hyazinthe, Smaragde, Türkise, Topase, Achate, Korallen, Aloeholz, Moschus, ZIbet, Rosenwasser, Nadd, Weihrauch, Safran, Sandelholz.&lt;br&gt;Ali Baba schleppt aus der Höhle so viel er tragen kann, einkalkulierend, dass bei dieser Menge die Räuber das Fehlen nicht bemerken. Das Gold auf den Eseln bedeckt er unter einer Brennholzschicht,&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat"&gt;und zog heiteren und zufriedenen Sinnes nach Hause.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/634298038827244929-1199980353038766010?l=www.danrichter.de%2Fleckerbissen%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/1199980353038766010/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2009/12/270-nacht_20.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/1199980353038766010'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/1199980353038766010'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2009/12/270-nacht_20.html' title='270. Nacht a)'/><author><name>Dan Richter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14128761097161007138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='03623210372539923784'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-634298038827244929.post-446042760391899279</id><published>2009-12-19T11:34:00.001+01:00</published><updated>2009-12-19T11:36:16.336+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Galland'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Persien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Grimms'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Blättern'/><title type='text'>270. Nacht a)</title><content type='html'>&lt;p dir="ltr"&gt; &lt;a href="http://www.thetimeparadox.com/surveys/ztpi/"&gt;Zimbardo und Boyd&lt;/a&gt; unterscheiden sechs Aspekte der Zeitwahrnehmung:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;- positive Vergangenheit&lt;br&gt;- negative Vergangenheit&lt;br&gt;- hedonistische Gegenwart&lt;br&gt;- fatalistische Gegenwart&lt;br&gt;- positive Zukunft&lt;br&gt;- transzendentale Zukunft&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Diese Aspekte sind voneinander unabhängig, d.h. eine hohe oder niedrige Ausrichtung auf einem Aspekt bewirkt nicht unbedingt die Ausrichtung auf einem anderen. Die Lektüre ist überaus befruchtend, auf jeder Seite Anstreichungen. Jeder dieser Aspekte wird durch Fragebögen operationalisiert. Die transzendentale Zukunft, welche sich auf Fragen nach dem Tod bezieht, wird allerdings im Fragebogen nur mit religiösen Fragen erfasst, obwohl, wie die Autoren meinen, durchaus auch säkulare Probleme angesprochen werden, so etwa, wenn das eigene Handeln auf ökologische Nachhaltigkeit ausgerichtet ist, die das Leben künftiger Generationen einbezieht.&lt;br&gt;Steffi und ich in der Warteschlange zum Boarding in Istanbul. Ich referiere ihr meine Lektüre alle zwei Stunden, so auch jetzt. Und für die Mitwartenden, für die mein Satz völlig aus dem Zusammenhang kommt, muss ich wie ein irrer Philosoph wirken:&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;&amp;nbsp;&amp;quot;Der Aspekt der transzendentalen Zukunft scheint mir nicht hinreichend operationalisiert.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p align="center" dir="ltr"&gt;***&lt;/p&gt;&lt;p align="center" dir="ltr"&gt;&lt;b&gt;Ali Baba und die vierzig Räuber&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="left" dir="ltr" class="kommentar"&gt;Wir haben es hier mit der zweiten Geschichte zu tun, bei der wir annehmen müssen, dass Galland sie sich ausgedacht hat. Bei Alâ ed-Dîn lag die Vermutung schon nahe, weil er völlig skrupellos Namen benutzte, die in den vorangegangenen Geschichten auftauchten - nämlich Prinzessin el-Budûr und eben Alâ ed-Dîn. Hier hingegen müsste man sich in die Forschung vertiefen - das Motiv des Eingeschlossenen im Berg, der den falschen Zauberspruch ruft, ist ziemlich weit verbreitet, hierzulande durch die Gebrüder Grimm - der  &lt;a href="http://www.1000-maerchen.de/fairyTale/1003-simeliberg.htm"&gt;Simeliberg&lt;/a&gt;. Andererseits war natürlich Galland mit seiner Übersetzung eher da als die Grimms mit ihrer Version. Das Motiv mit dem beschmierten Maß kennt man auch von Andersens &amp;quot;Der große und der kleine Klaus&amp;quot; (meine Lieblingsgeschichte von Andersen). Aber auch Andersen hat sich wahrscheinlich bei 1001 Nacht bedient oder bei ähnlichen europäischen Motiven.&lt;br&gt;Der deutsche Übersetzer Littmann meint:&lt;/p&gt;&lt;p align="left" dir="ltr" class="1001zitat"&gt;Diese Erzählung ist erst 1910 im arabischen Urtexte bekannt geworden durch Macdonalds Ausgabe der Oxforder Handschrift; nach ihr habe ich übersetzt. (...) Die Schreibung Ali, nicht 'Alî, ist hier gewählt, weil der Träger des Namens als Türke gedacht wird.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" dir="ltr" class="kommentar"&gt;Dass er als Türke gedacht wird, scheint schon auf der ersten Seite Fraglich, da die beiden Brüder&lt;/p&gt;&lt;p align="left" dir="ltr" class="1001zitat"&gt;Kâsim, der andere aber Ali Baba (...) in einer Stadt von Chorasân im &lt;i&gt;Perserlande&lt;/i&gt; lebten.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" dir="ltr"&gt;Der Vater der beiden stirbt. Kâsim heiratet eine reiche, Ali Baba aber eine arme Frau,&lt;/p&gt;&lt;p align="left" dir="ltr" class="1001zitat"&gt;und doch war er ein Mann von Wissen und Verstand, in Gelehrsamkeit und feiner Bildung gewandt.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/634298038827244929-446042760391899279?l=www.danrichter.de%2Fleckerbissen%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/446042760391899279/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2009/12/270-nacht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/446042760391899279'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/446042760391899279'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2009/12/270-nacht.html' title='270. Nacht a)'/><author><name>Dan Richter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14128761097161007138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='03623210372539923784'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-634298038827244929.post-1091692900472310021</id><published>2009-12-16T16:56:00.002+01:00</published><updated>2009-12-21T19:58:31.062+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Dämon'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='China'/><title type='text'>269. Nacht k)</title><content type='html'>&lt;p&gt;Zum dritten Mal in der Türkei.&lt;br&gt;Beim ersten Mal 1996 auf Durchreise in den Iran. Ich war vorher so sehr mit den Iran-Vorbereitungen beschäftigt, dass ich mir erst auf dem Flug nach Istanbul klarmachte, dass es ja nicht schlecht wäre, sich türkisches Geld zu besorgen, ein paar türkische Sprachfloskeln und wenigstens einen Stadtplan. Der Taxifahrer versicherte mir, die Fahrt ins Hostel würde mich &amp;quot;Tri Dollar&amp;quot; kosten. Dass er später dreißig wollte, hielt ich für eine Unverschämtheit. Wahrscheinlich wusste er gar nicht, warum ich mich aufregte. Die Busfahrt nach Iran an dir kurdische Grenze kostete mich meinen Gelassenheitsvorrat für mehrere Jahre. Es war März, auf den Serpentinen lag teilweise noch Schnee, und der Busfahrer heizte wie ein Lebensmüder durch die Berge. Hinter Uwe und mir betete ein Jugendlicher während der gesamten Fahrt, und ich glaubte, den Grund dafür zu kennen. Im Bus saßen viele freundliche Iraner, die uns darüber belehrten, welche Verhaltensweisen man im Iran beherzigen sollten, z.B. die Positiv-Geste des Daumenhochstreckens vermeiden, da diese identisch mit unserer Mittelfingergeste sei. Nicht vergessen werde ich die fünf Stunden Aufenthalt im Iranisch-Türkischen Transitraum. Über der einen Tür ein Bild von Atatürk, über der anderen eines von Chomeini. Zwei große Veränderer mit so unterschiedlichen Zielen und mit einem guten Gespür für Gelegenheiten. Der eine unterzieht das zerfallende Osmanische Reich mit einem gehörigen Schuss Autorität einer Säkularisierung, Modernisierung und Republikanisierung. Der andere nutzt ebenfalls die Gelegenheit einer untergehenden Monarchie und geht den umgekehrten Weg.&lt;br&gt;Bei meinem zweiten Aufenthalt in der Türkei weilte ich nach der &lt;a href="http://www.danrichter.de/geschichten/aida/ende.htm"&gt;AIDA-Tour mit dem Improtheater &amp;quot;Paula P.&amp;quot;&lt;/a&gt; nur kurz in Antalya und lernte Schiffs- und Flughafen kennen.&lt;br&gt;Als Kind war für mich die Türkei eine Art Exotenland. Und während andere Jungen damals Piraten und Indianer zeichneten, waren meine Modelle die Türken aus Hannes Hegens Mosaik.&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;&lt;img border="0" src="http://www.mosapedia.de/wiki/images/Kaffeehausmusikanten.jpg" width="250" height="197"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Turbane, Pluderhosen, Bärte aller Art, Spitzpantoffeln, rund geformte Dächer und Dolche. Nichts davon wiederzufinden in Klein-Istanbul, wovon man in Ostberlin nur die seltsamen Zeilen aus dem Radio hörte&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;Kebabträume in der Mauerstadt, &lt;br&gt;Türk-Kültür hinter Stacheldraht &lt;br&gt;Neu-Izmir in der DDR, &lt;br&gt;Atatürk der neue Herr.&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;&amp;nbsp;&lt;object width="300" height="200"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/pnP19Go7YVA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/pnP19Go7YVA&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="300" height="200"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;und sie nicht richtig politisch einordnen konnte. &amp;quot;DAF spielten dreist mit Faschismus, Fehlfarben ironisierte Ängste.&amp;quot; Und man glaubte beinahe, Politische Wissenschaft zu betreiben.&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;*&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der seinen fiesen, aber glücklicherweise inzwischen toten Bruder in Fiesheit übertreffende Maure sucht nun, in China angelangt, eine weise alte Einsiedlerin namens Fatima auf, die er überfällt und deren Kleider er sich geben lässt und sich außerdem seine Haut von ihr färben lässt. Als er nun wie sie aussieht, bringt er sie um,&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat"&gt;und warf sie in eine Grube, die sich vor ihrer Höhle befand.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als Fatima heilt er vorm Palast Kranke, und wieder ist es Prinzessin el-Budûr, die auf die Maurenkünste hereinfällt, die Schein-Fatima in den Palast holt und ihr ein Gemach anweist.&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr" class="kommentar"&gt;Das Motiv der scheinbar Heiligen kennen wir bereits aus der &lt;b&gt; &lt;a href="http://www.blogger.com/post-edit.g?blogID=634298038827244929&amp;postID=2162244301836533272"&gt;Geschichte des Königs Omar ibn en-Numân und seiner Söhne Scharkân und Dau el-Makân und dessen, was ihnen widerfuhr an Merkwürdigkeiten und seltsamen Begebenheiten&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p dir="ltr"&gt;&amp;quot;Fatima&amp;quot; lobt das Gemach, bemängelt jedoch das Fehlen des Eis des Vogel Roch. Alâ ed-Dîn wünscht es sich vom Mârid, der außer sich gerät:&lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat"&gt;&amp;quot;Du Undankbarer, ist es dir nicht genug, dass ich und alle Geister der Lampe dir zu Diensten sind? Nun verlangst du auch noch, dass ich dir unsere Herrin bringe, damit du sie zu deinem Vergnügen in der Kuppel deines Söllers aufhängst, auf dass du mit deiner jungen Frau dich daran ergötzest?&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Doch er verzeiht ihm, da es die Schuld des Mauren sei. Der listenreiche Alâ ed-Dîn gibt nun vor, Kopfschmerzen zu haben. Seine Frau führt ihn zur angeblichen Fatima, die ihm die Hand auflegen soll. Der Maure zückt schon den Dolch, aber Alâ ed-Dîn entreißt ihn und &lt;/p&gt;&lt;p class="1001zitat"&gt;bohrte ihn ihm ins Herz.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Heirat, Königreich erben. Alle glücklich. Mit dieser Coda endet die Geschichte, deren Wiedergabe ich hier vor über 1 Jahr begonnen habe. Sie mit der Disney-Version zu vergleichen, steht jedem frei. Sagen wir mal so: Disney erzählt stringenter.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/634298038827244929-1091692900472310021?l=www.danrichter.de%2Fleckerbissen%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/1091692900472310021/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2009/12/269-nacht-k.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/1091692900472310021'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/1091692900472310021'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2009/12/269-nacht-k.html' title='269. Nacht k)'/><author><name>Dan Richter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14128761097161007138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='03623210372539923784'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-634298038827244929.post-6554490209494491447</id><published>2009-12-15T22:35:00.001+01:00</published><updated>2009-12-15T22:39:07.346+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Bendsch'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='China'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='1001'/><title type='text'>269. Nacht j)</title><content type='html'>&lt;p&gt;Technologische Verschlechterungen durch Handys:&lt;br&gt;1. Seit es Handys gibt, werden weniger Armbanduhren verkauft und getragen. Man muss länger auf die Antwort warten, wenn man nach der Uhrzeit fragt.&lt;br&gt;2. Die Sound-Qualität der von Jugendlichen im öffentlichen Raum abgespielten Musik fällt hinter Ghettoblaster und Transistorradio (Hat eigentlich je irgendwer das Wort &amp;quot;Kofferheule&amp;quot; benutzt?) auf Grammophonstandard zurück.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In Antalya tragen nur wenige Frauen Kopftuch. Ob es hier auch schimpfende Konservative gibt, die meinen, man fühle sich schon wie in Klein-Berlin?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine 30jährige Kellnerin bedient in akzentfreiem Deutsch. Wir fragen, wo sie herkommt. Berlin. Wir auch. &amp;quot;Wilmersdorf. Aber schon seit sechzehn Jahren nicht mehr. Typisch türkisch: Man wird verheiratet, in die Türkei geschickt, und das Leben ist ruiniert.&amp;quot; Traurig lächelnd nimmt sie unsere Bestellung auf.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;S. fragt ein japanisches Pärchen: &amp;quot;Are you here on a trip through Europe.&amp;quot; Mir ist die Frage peinlich, denn schließlich liegt Antalya in Asien, aber die Japaner nicken freundlich: &amp;quot;Yes.&amp;quot;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In der Nacht wieder mein monatlicher Traum über Ralf. Und wie von fern weiß ich, dass er ja tot ist. Doch diesmal ist er, anders als sonst sehr nah, spricht mit mir, lächelt. In anderen Träumen entfernt er sich rasch. Ich frage, ob er mich nicht auch gegen den Arm boxen kann, damit ich wüsste, dass das kein Traum sei. Er tut es, aber es schmerzt nicht. &amp;quot;Dann bist du also doch nicht real?&amp;quot;, frage ich. Er lächelt und zuckt bedauernd die Schultern. Dann verschwindet er.&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;*&lt;/p&gt;&lt;p align="left" dir="ltr"&gt;Alâ ed-Dîn wird eine Frist von vierzig Tagen eingeräumt. Das Volk jubelt, als es ihn frei sieht, doch er verlässt die Stadt betrübt und wandelt durch die Felder. Als er sich eines Tages zur religiösen Waschung über den Fluss beugt, reibt seine Hand den Siegelring, den er trägt, und ein Mârid erscheint.&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="kommentar"&gt;Warum erscheint der erst jetzt? Hat Alâ ed-Dîn es mit den religiösen Waschungen vorher nicht so genau genommen?&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;Der Geist trägt ihn auf Befehl &amp;quot;nach Afrika&amp;quot;, wo er unter dem Turm seiner Gemahlin nächtigt, die ihn am nächsten Tag durch eine Geheimtür hereinlässt. Alâ ed-Dîn verfällt auf den guten alten Bendsch-Trick: 2 Gramm auf dem &amp;quot;Drogenbasar&amp;quot; gekauft, Prinzessin el-Budûr spielt nun die Liebende gegenüber dem Zauberer, und schüttet ihm die Droge in den Wein. Nach langwierigen Flirtspielchen trinkt er endlich, fällt um und wird von Alâ ed-Dîn geköpft. Die Lampe wird gerubbelt, zack, ist man wieder in China, der König verzeiht, und die Geschichte könnte zuende sein, wäre da nicht ein&lt;/p&gt;&lt;p align="left" class="1001zitat"&gt;Bruder, der noch durchtriebener war als jener in Zauberei; Geomantie und Astrologie.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/634298038827244929-6554490209494491447?l=www.danrichter.de%2Fleckerbissen%2Findex.html' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/6554490209494491447/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2009/12/269-nacht-i.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/6554490209494491447'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/634298038827244929/posts/default/6554490209494491447'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://www.danrichter.de/leckerbissen/2009/12/269-nacht-i.html' title='269. Nacht j)'/><author><name>Dan Richter</name><uri>http://www.blogger.com/profile/14128761097161007138</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:extendedProperty xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' name='OpenSocialUserId' value='03623210372539923784'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
