Der Wesir Dandân beginnt mit der

Erzählung von Tâdsch el-Mulûk und der Prinzessin Dunja:
Dem Liebenden und der Geliebten

Wir erfahren vom König Sulaimân Schâh in der Grünen Stadt in den Bergen von Ispahan 107, der es zu Ruhm und Ehre gebracht hat, aber bisher weder Weib noch Kind hat. Er fragt seinen weisen Wesir.

Erste Selbstreferenz der Geschichte in der Geschichte. Der Wesir Dandân wäre töricht, wenn er hier die Figur eines durchtriebenen Wesirs einführte.

Der Rat, sich einfach eine Sklavin zu kaufen, wird abgelehnt, da man nicht wisse, was das für Nachkommen würden.

"Eine solche Frau ist wohl einem trockenen Salzsee zu vergleichen, der da, obgleich gute Saat auf ihm gesät wird, doch nur wertloses Wachstum treibt, das nicht dauernd bleibt."

Unklar, ob er das wegen der sozialen oder der biologischen Herkunft glaubt.

Nun rät der Wesir, die Tochter des Königs Zahr Schâh zu freien:

"… So wird dir durch ihr schönes Antlitz Freude beschieden, und der Herr der Herrlichkeit ist mit dir zufrieden; denn es wird berichtet, dass der Prophet – Allah segne ihn und gebe ihm Heil! – sagte: Im Islam gibt es keine Möncherei."

Unklar: Wie ordnen sich hier die Derwische ein? Und wie soll im Islam die Polygamie gehandhabt werden, wenn der Männerüberschuss nicht durch "Möncherei" abgefangen werden kann? Krieg? Sklaverei?

Der Wesir wird mit einer Karawane voller Geschenke als Brautwerber losgeschickt und nach tagelanger vom König Zahr Schâh freundlich empfangen.

 

 

107 Gemeint ist natürlich Isfahan اصفهان

107. Nacht
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