Gestikulieren hilft Kindern, so fanden amerikanische Wissenschaftler heraus, beim Rechnen komplizierter Aufgaben.
Artikel in „Gehirn und Geist“

Die Kinder waren bei dem Versuch in drei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe erhielt den Hinweis, bei ihren Erklärungen Gesten zu benutzen, eine zweite Gruppe sollte auf keinen Fall gestikulieren und der dritten Gruppe gaben die Forscher nicht vor, wie sie sich zu verhalten haben. Die Wissenschaftler analysierten die Äußerungen und Gesten anhand von Videoaufzeichnungen.
Es zeigte sich, dass die Kinder, die ausdrücklich zum Gestikulieren ermutigt worden waren, mit einer viermal höheren Wahrscheinlichkeit den richtigen Lösungsweg gefunden hatten – auch wenn das Ergebnis falsch war. Das klingt paradox, doch die Forscher beobachteten, dass diese Kinder das dahinter stehende mathematische Prinzip verstanden hatten: auf beiden Seiten der Gleichung muss das gleiche Ergebnis herauskommen. Dabei profitieren gestikulierende Kinder stärker von den Erklärungen eines Lehrers als Nicht-Gestikulierer.

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Wenn man das denn verallgemeinern kann: Bewegung hilft nicht nur emotional beladenen Gedanken, sondern auch recht abstrakten Ideen auf die Sprünge. Beweg dich.
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Gesten und abstraktes Denken
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