Lässt sich wirklich das am besten lehren, was man selbst bewusst erlernt hat. Jahrelang glaubte ich, die wichtigste, wenn nicht gar die einzige Regel des Improtheater sei Akzeptieren. Das stimmt sicherlich für viele. Aber es gibt einige Anfänger, die sowieso alles akzeptieren, denen aber der Wille fehlt, die Bühne zu betreten, oder solche, denen der Sinn fürs Spiel abgeht. Beides hat mir nie auch nur annähernd gefehlt.
Tatsächlich funktionieren ja gerade deshalb viele Impro-Übungen: Weil sie als Spiel angelegt sind. Was aber, wenn jemand, genau diesen kindlichen Sinn, sich überhaupt auf ein Spiel einzulassen, verlernt hat? Man schreitet voran und der Schüler „erledigt“ brav und aufmerksam seine Aufgaben, aber er kommt nie ins Spiel. Die Spiel- und Übungsphantasie des Lehrers wird immer wieder herausgefordert. Kein Schüler ist wie der andere. Oder wie Luhmann sagen würde: Schüler sind keine Trivialmaschinen, die man mit etwas füttert, woraufhin das gewünschte Ergebnis herauskommt.

Schwierigkeiten, das Einfache zu lehren
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