Wie gehen wir mit Szenen, Spielen, Fähigkeiten um, die uns nicht liegen, die wir scheinbar nicht beherrschen? Man suche sich Inseln des Könnens. Angenommen ich glaube, nicht singen zu können, so kann ich wenigstens den Takt klatschen. Angenommen, ich kann kein sinnvolles Gedicht improvisieren, so kann ich wenigstens lautmalerisch Reimen. Das Spiel mit Form ist uns gegeben. Wir können uns von diesen kleinen Inseln des Könnens aus bewegen, Brücken bauen in andere Gebiete der Kreativität. Es kommt darauf an, mit der improvisierend-spielerischen Haltung ans Werk zu gehen, mit dem zu spielen, was uns gefällt, was uns seltsam erscheint, und sogar mit dem, was wir völlig bekloppt finden. Indem wir es nämlich in die Hand nehmen und es formen, wird es zu unserem Werk.

Inseln des Könnens
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Ein Kommentar zu „Inseln des Könnens

  • 2009-05-01 um 09:09
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    Das sind sehr kluge und wahre Worte.
    Oft denken die Schauspieler, sie wären „talentärmer“ als sie tatsächlich sind.
    Danke fürs posten! Toller Blog!

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