Interessant wird Improtheater, wenn wir nicht nur inhaltlich kreativ werden oder die Tücken eines Games beherrschen, sondern wenn wir formal kreativ werden. Das heißt, wir entwickeln aus dem Spiel heraus das Spiel. So wie etwa ein Filmregisseur die angemessene Kameraperspektive sucht, ein Roman-Autor die Erzählperspektive wechselt, ein Architekt das Gebäude in die Landschaft angemessen einfügt, so sind auch wir als Improspieler gefordert, auf Timing, Abstraktionen, Erzählperspektiven, Raumnutzung, Lücken usw. zu achten.
Ein kleines Game braucht dies vielleicht weniger als eine längere narrative Form; denn ein gutes Game ist an sich schon formal ausstrukturiert. Längere, freie Formen erfordern geradezu einen frischen Fokus auf das Wie.

Formale Kreativität
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