Im Gespräch mit Steffi Winny scheint es uns unmöglich den Geisteszustand zu beschreiben, in dem wir gute Figuren erschaffen. Anscheinend entstehen die stärksten Figuren aus der Anlehnung an echte Figuren aus dem realen Leben oder aus einer kleinen physischen oder stimmlich/sprachlichen Regel. Weniger stark hingegen Klischee-Typen. Das Klischee hat zwar den schnellen Wiedererkennungseffekt, ihm fehlt aber das gewisse Etwas, das Rätselhafte, das den Zuschauer fasziniert.
In der kurzen Groteske „Business in Mallorca“, die Steffi Winny und ich an einem Tag in Mallorca zusammengeschustert haben, beachten die Figuren nur wenige Regeln. Steffi Winny legt sich für die „Frau Karla“ eine etwas tiefere Stimme und ruhigere Bewegungen zu. Meine Figur entstand aus der Annahme, dass der Typ wegen seinem zu großen Gebiss Schwierigkeiten hat, seine Lippen über die Zähne zu schieben. Zwischendurch die etwas absurde physische Regel, das Gegenüber mit dem Ellbogen anzupeilen.


(Man verzeihe die fehlende Sound-Bearbeitung.)

Erschaffen von Figuren
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