Versackt die Szene, wenn zwei Spieler im selben Status verharren? Wenn du in der Szene bist, wechsle deinen Status radikal.Wenn du das von außerhalb der Szene beobachtest, dann geh in die Szene rein und verändere den Status einer Figur. Dafür
William Gibson übers Schreiben
In einem taz-Interview„Je länger ich schreibe, desto mehr bin ich davon überzeugt, dass für mich die wichtigste Aufgabe darin besteht, mir selbst aus dem Weg zu gehen. Wenn ich es schaffe, mich für die Dauer meiner Arbeit zu absentieren, dann
Improv meets Autism – Ein Brief des Kollegen Deniz Döhler
Liebe Kollegen!Mein Name ist Deniz Döhler, und ich liebe und lebe das Improvisationstheater seit nunmehr über 12 Jahren. Die letzten 8 Jahre sogar so sehr, dass es meiner Frau Christiane Döhler und mir möglich war davon als Familie hauptberuflich leben
„Ich kann das nicht“
Es ist erstaunlich, wie oft Schüler schon vor einer Übung sagen: „Das kann ich nicht.“ Es ist, als reduzierten sie damit die Fallhöhe. Wenn die Szene dann nicht gelingt, wie sie es sich erhofften, haben sie die Entschuldigung schon im
Free Play – Das Tao der Kreativität
Nun kann ich es endlich verkünden: Das Buch, an dessen Übersetzung ich im letzten Jahr gearbeitet habe, für das ich lange nach einem Verlag gesucht habe, ist heute erschienen. Für mich ist es eines der wichtigsten Bücher, die ich je
Prophezeiung
Es wird nicht lange dauern und wir werden in Deutschland eine völlig neue junge Impro-Generation auf den Bühnen erleben. Diese Leute werden sich um die alten Impro-Konventionen nicht scheren, sie sind jung, cool, frech, intelligent.Sie verhalten sich zum koventionellen Improtheater
Icke der Schauspieler
Als ich im Alter von 13 Jahren im Ferienlager war, nahm mich eines Tages eine der Betreuerin beiseite und redete mir ernsthaft zu, ich solle Schauspieler werden.Aber am Bild dessen, was einem in der DDR von Schauspielern vermittelt wurde, zog
Klarheit und Akzeptieren
Ich beobachte immer wieder zwei entscheidende Tugenden in der theatralen Improvisation: Klarheit und Entschiedenheit der Angebote einerseits und Akzeptieren andererseits:Oft haben die Tugendbolde der einen Seite ein Problem mit der anderen. D.h. gute Behaupter empfinden es als Verlust eine aus
Barack Obama legt die Latte für Hip hop höher. „Keep it real“, sei zwar gut und schön, aber ab und zu ein bisschen Vision täte der Musikrichtung auch ganz gut. Und tatsächlich droht das Genre an immer wieder an den
Yes we can
Barack Obama nutzt in seiner Kampagne alles, was ein guter Improvisierer braucht.Positiv seinIn den Debatten den anderen ausreden lassenUngewöhnliche KlarheitHumorPoesie des SprechensVor allem aber den fröhlichen Optimismus der Haltung: „Wir können das“, der zum Slogan der Kampagne wurde Yes, we
Momente der Schwäche
An Tagen der schlechten Laune, der schlechten körperlichen Verfassung usw.: Auf die eigenen Stärken besinnen und diese mit ganzer Kraft ausspielen.
Nochmal Helden, die keine sind
Im September letzten Jahres hatte ich schon mal Heidi erwähnt, die gar keine Heldin, sondern eher eine Engelsgestalt ist. Ebenso Der Pate im gleichnamigen Buch und Film. Sie verändern sich im Grunde gar nicht.Allerdings könnte man sagen, dass in Heidi
Leben und Impro
„Have fun before the lights go out.“
Realismus, Glaubwürdigkeit
Carol Hazenfield meint, viele Spieler würden zu viel Wert auf Realismus legen, anstatt die Möglichkeiten des Improtheater zu nutzen und aus der alltäglichen Realität auszubrechen. Dazu ein paar Gedanken. Wir müssen zunächst einige Sachverhalte auseinanderhalten:1. Realismus bedeutet nicht, dass es
Story oder Prozess
An irgendeiner Stelle meint Johnstone, es käme dem Zuschauer nicht darauf an, ob die Szene improvisiert oder geschrieben sei – er wolle letztlich nur eine gute Story sehen. Ich bezweifle das. Zu beobachten, wie die Szene entsteht, wie die Spieler
Vorm Auftritt
Egal ob mit Warm-Up oder ohne – die Atmospäre vor der Show sollte dazu betragen, eine Stimmung freudiger Zusammenarbeit und Spontaneität zu erzeugen.Die Zeit vor der Show ist in der Regel nicht geeignet, um privaten Stress oder Sorgen abzuladen, zumindest
Status des Lehrers
Der Unterrichtende soll zwar klar in den Anweisungen sein, aber kein Entscheidungs-Coaching betreiben.Der Unterrichtende soll freundlich bleiben, aber keine unterspannte Beliebigkeit ausstrahlen.
Selbstfesselung durch Faszination
Weiter Form der Selbstfesselung: Am Bühnenrand oder im Off stehen und das Bühnengeschehen staunend wie ein Zuschauer verfolgen. Darüber vergessen Spieler oft, dass sie gebraucht werden und degradieren sich selbst zu Statisten.
Wille zur Magie
In direkt weiß ausgeleuchteten Räumen spielt es sich oft etwas schwerer. Die Magie des Raums fehlt, wenn man statt Theater wirklich nur jemanden rumspringen sieht, der so tut als ob. Gute Licht-Techniker sind hier ein Segen, d.h. Techniker, die bereit
Gegenrede zum Vorherigen
Baltasar Gracián:„Sicherer sind die Überlegten. Schnell genug geschieht, was gut geschieht. Was sich auf der Stelle macht, kann auch auf der Stelle wieder zunichte werden; aber was eine Ewigkeit dauern soll, braucht auch eine, um zustande zu kommen. Nur die
Graciân und Geistesgegenwart
Baltasar Gracián:Geistesgegenwart haben. Sie entspringt aus einer glücklichen Schnelligkeit des Geistes. Für sie gibt es keine Gefahren noch Unfälle, kraft ihrer Lebendigkeit und Aufgewecktheit. Manche denken viel nach, um nachher alles zu verfehlen: andere treffen alles, ohne es vorher überlegt
Erschaffen von Figuren
Im Gespräch mit Steffi Winny scheint es uns unmöglich den Geisteszustand zu beschreiben, in dem wir gute Figuren erschaffen. Anscheinend entstehen die stärksten Figuren aus der Anlehnung an echte Figuren aus dem realen Leben oder aus einer kleinen physischen oder
Monty Python Trash
Carol Hazenfield meint, um schön zu improvisieren, müsse jeder Spieler sein „Glänzendes Ding“ (Shiny Thing) finden. Etwas, das ihn erstrahlen lässt, dass das Improvisieren leicht und beglückend erscheinen lässt.Oft finden wir das in einem Spiel im Spiel.Ein beeindruckendes Beispiel, um
Negative Verstärkung als Methode
Die hier schon mehrfach erwähnte negative Verstärkung im Unterricht, die vor allem Johnstone benutzt, arbeitet ja mit der Grundannahme, dass es eigentlich keine Fehler gibt, solange ir sie nicht als Fehler markieren.Auf diese Weise zu unterrichten, verläuft allerdings auch gegen
Interview mit Janis Joplin
Auf die Frage, was sie anders mache als andere Sängerin antwortet Janis Joplin.„Ich weiß auch nicht, ich habe mich immer gewundert, weil es für mich so natürlich scheint. Ich weiß nicht, vielleicht gilt es nicht als weiblich, aus sich herauszugehen,
Positivsein oder Nettsein
Ein Missverständnis des Positivseins liegt darin, dass manche Spieler im Glauben, positiv zu sein, durch schiere Nettigkeit die Szene zerstören.Beispiel.A: „Corinna, das Auto ist kaputt.“B: „Ach egal, es war ja sowieso schon alt.“Dann lieber den negativen Impuls aufheizenA: „Corinna, das
Brecht und Impro
„Brecht had said to Engel: Let’s make a film with Karl Valentin. You’ll direct and I’ll write the script, which he never did. (…) We didn’t rehearse at all. They started shooting right away, whatever came into our heads. (…)
Relativierung
Ich habe am 25.1. vielleicht etwas dogmatisch die Hierarchie gepostet:Körper -> Atem -> Emotion -> NarrativEigentlich würde ich nach einigem Überlgen, wenn schon hierarchisch, den Atem noch vor der körperlichen Bewegung ansetzen.Aber es geht natürlich auch alles umgekehrt. Die Hierarchie
Interview mit Asssscat/UCB
Interviewer: „I’m sure you’ve heard how a lot of people believe that comedians are comedians because they’re somehow damaged inside—that being funny comes from a dark, dark place.“Jack McBrayer: „I’ve definitely heard that all comedians are damaged, but you know
Games und Langform
Noch einmal begeistert-positives Feedback auf lustige Games, höfliche Anerkennung zur Langform. Es wäre ja einfach, zu sagen, die Zuschauer würden nur das Kurze, auf den schnellen Gag orientierte sehen wollen.Ich denke, dass wir oft auch die Games besser spielen als
