Das Ego

In der Improvisation liegen alle Hürden, Klippen und Chancen des künstlerischen Schaffens offen. So auch die Eitelkeit des Künstlers. Wird im arrangierten Musikstück oder im geschriebenen Theaterstück das Ego des aufführenden Künstlers durch die Noten bzw. den Text gebändigt, müssen

Schlüsse

Gestern Solo-Improvisation beim Kantinenlesen (Zettelgeschichte). Sieben Minuten lang sehr gut. Dann ein kleiner Moment des Unkonzentriertseins, ein allzu billiger Gag, und die Wirkung war hin. Die letzten drei Minuten nur noch ausgetrudelt. Das Ende finden ist doch immer wieder schwer

Bühnenwirkung

Intensität zwischen Improspielern entsteht zweifellos durch Augenkontakt. Allerdings scheinen die Spieler im Allgemeinen die Wirkung nach außen überzubewerten. Zwei Figuren, die sich ansehen, haben nach außen wenig Wirkung. Im Gegensatz dazu: Eine Figur, die von der anderen angestarrt (oder auch

Löcher

Oft stehen Spieler einfach nur auf der Bühne rum, verziehen sich an den hinteren oder seitlichen Rand der Bühne.Als Improspieler brauchen wir jedoch permanente Spielbereitschaft. Das heißt:– ständige Bereitschaft, auf die Bühne zu gehen– Bereitschaft zu definieren, zu etablieren, zu

Unterrichten III

Beim Unterrichten bevorzuge ich das Bild des Basketballteams. Alle müssen   in ständiger Bereitschaft sein, den „Ball“ (d.h. das Angebot) zugespielt zu bekommen  jederzeit bereit sein, den „Ball“ weiterzuspielen, d.h. fortführende Angebote machen („Yes, and..“) und dafür wachsam sein, dass

Funny Games IV

„Meine Spiele sind mehr als bloß ein Haufen Übungen. Richtig angewendet sind sie ein Lernsystem, das die intuitive Kraft des Einzelnen erreichen und sein Genie freisetzen kann.“ (Viola Spolin in Janet Coleman: „The Compass. The Improvisational Theatre That Revolutionized American