Crossover-Probe mit der Tänzerin Nina Wehnert. Ähnlich wie in anderen nicht-narrativen Langformen liegt eine gewisse Poesie in der Fluktuation, im Fraktalen usw. Die Schwierigkeit besteht aber darin, sich nicht aus der Schwierigkeit der Darstellung ins Fraktale zu retten, bloß weil
Akzeptieren / Blockieren
Im Workshop wieder Diskussion übers Akzeptieren, als ich ein Blockieren entferne, obwohl die Szene im Grunde funktionierte. Man kann natürlich bis zum Abwinken diskutieren, ob ein Angebot geblockt wurde oder nicht. Der Kern, so denke ich, liegt darin, dass 95%
Das Ego
In der Improvisation liegen alle Hürden, Klippen und Chancen des künstlerischen Schaffens offen. So auch die Eitelkeit des Künstlers. Wird im arrangierten Musikstück oder im geschriebenen Theaterstück das Ego des aufführenden Künstlers durch die Noten bzw. den Text gebändigt, müssen
Schlüsse
Gestern Solo-Improvisation beim Kantinenlesen (Zettelgeschichte). Sieben Minuten lang sehr gut. Dann ein kleiner Moment des Unkonzentriertseins, ein allzu billiger Gag, und die Wirkung war hin. Die letzten drei Minuten nur noch ausgetrudelt. Das Ende finden ist doch immer wieder schwer
Bühnenwirkung
Intensität zwischen Improspielern entsteht zweifellos durch Augenkontakt. Allerdings scheinen die Spieler im Allgemeinen die Wirkung nach außen überzubewerten. Zwei Figuren, die sich ansehen, haben nach außen wenig Wirkung. Im Gegensatz dazu: Eine Figur, die von der anderen angestarrt (oder auch
Falle des Theatersport
An einem Abend der Improgruppe A. sprang X von einer Theatersportgruppe ein. Er wirkte wie ein Fremdkörper in der an sich recht sensiblen Show. Fast alle seine (in der Regel sehr eitlen) Spielzüge waren davon geleitet, ob das jetzt einen
Schaffens-Blockaden
Sowohl zu wenig als auch zu viel Auseinandersetzung mit der Materie kann zu Blockaden führen.Zu wenig? Man muss im Schreibfluss bleiben, um den Geist wachzuhalten, das Schaffen nicht abreißen zu lassen usw. Man muss die Spielroutine am Laufen halten, um
Impro-Shows als Sensation?
Als ich vor einer Weile S.K. davon erzählte, dass wir mit unseren Impro-Shows in Schwaben recht erfolgreich gewesen wären, meinte er mit spöttelndem Unterton: „Ach, die kann man auch noch damit beeindrucken, dass man auf der Bühne auch improvisieren kann.“
Publikumsbindung
Wollte heute Abend zur Impro-Show der Gruppe „…“ gehen, und habe es dann doch nicht getan. Warum nicht? Dachte erst, wegen dem Regen. Aber in Wahrheit, weil ich nichts wirklich Neues erwartet habe.Das also ist entscheidend, um Publikum dauerhaft zu
Es ist nur Rock’n’Roll
Rolling Stones: „Paint It Black“, „Jumpin‘ Jack Flash“ und „Satisfaction“ sind von der Gruppe als Improvisationen entstanden.
Namen
Propeller BerlinDie KolibrisDie Bö.
Löcher
Oft stehen Spieler einfach nur auf der Bühne rum, verziehen sich an den hinteren oder seitlichen Rand der Bühne.Als Improspieler brauchen wir jedoch permanente Spielbereitschaft. Das heißt:– ständige Bereitschaft, auf die Bühne zu gehen– Bereitschaft zu definieren, zu etablieren, zu
Unterrichten III
Beim Unterrichten bevorzuge ich das Bild des Basketballteams. Alle müssen in ständiger Bereitschaft sein, den „Ball“ (d.h. das Angebot) zugespielt zu bekommen jederzeit bereit sein, den „Ball“ weiterzuspielen, d.h. fortführende Angebote machen („Yes, and..“) und dafür wachsam sein, dass
Charakterarbeit II
C. versucht auf der Probe eine Figur, „die von jedem geliebt wird“. Schnell stellt sich heraus, dass man die Figur so anlegen muss, dass sie selbst die Liebe ausstrahlt. Einfache Logik. Schwer umzusetzen.„And in the end, the love you take
Moderation im Dunkeln
Glücklicherweise fällt mir das Anmoderieren im Dunkeltheater von Mal zu Mal leichter. Selbst wenn einige ordinäre Frauen-Grüppchen oder vorlaute Witzbolde im Publikum sitzen. Es hilft, sich vorzustellen, es sei alles ein großer Spaß (was es ja dann auch ist). nicht zu
Funny Games IV
„Meine Spiele sind mehr als bloß ein Haufen Übungen. Richtig angewendet sind sie ein Lernsystem, das die intuitive Kraft des Einzelnen erreichen und sein Genie freisetzen kann.“ (Viola Spolin in Janet Coleman: „The Compass. The Improvisational Theatre That Revolutionized American
