Nützliche Spiele aus Vlceks Buch Workshop Improvisationstheater, die ich noch nicht oder so noch nicht kannte:41 – Sprechende Hände54 – Fuchs und Eichhörnchen63 – Klapperschlangen243 – Geschichte in fünf Sätzen (Bisher in drei Sätzen oder offen, so strukturiert es mehr)248
Meister und Schüler
In Eugen Herrigel „Zen und die Kunst des Bogenschießen“ thematisiert er das besondere Verhältnis von Meister und Schüler in Japan. Die Lehrer geben nur wenige Anweisungen, die die Schüler befolgen und über die sie nachdenken. Der Lehrer wird verehrt. Irgendwann
Radim Vlcek „Workshop Improvisationstheater“
Spielesammlung von Radim Vlcek „Workshop Improvisationstheater“. Wenn man nicht gerade Spiele und Übungen ad hoc erfinden will, erspart man sich so die umständliche Suche in eigenen Aufzeichnungen und im Internet. 350 Spiele und Übungen für Anfänger- und Fortgeschrittenen-Levels. Relativ wenig
Miles Davis – die filmische Biografie
„Man braucht Musiker um sich, die denken. Keine, die bequem sind. Ich kann keine bequemen Leute um mich haben. Nichts kommt von denen zurück, man kriegt gar nichts.“ – Miles Davis Miles sagte: „Keith, weißt du, warum ich keine Balladen
Klischeeklischees
Stefanie Winny weiß zu berichten, dass das, was wir für „chinesische Musik“ halten (Parallel gespielte Quarten), ein im Westen produziertes Klischee ist. Das heißt ja nun für Improvisierer, dass, wenn wir das benutzen, nicht nur das Klischee reproduzieren, sondern auch
Patricia Ryan Madson: Improv Wisdom – Impro-Weisheit
Ein schönes, leichtes, bescheidenes und dennoch umwerfendes Buch. Madson gelingt es, die Weisheiten, die wir so deutlich beim Improtheater erlernen und erfahren, ins alltägliche Leben zu übertragen. Die Kapitel: Sag ja. Bereite dich nicht vor. Geh einfach hin. Fang irgendwo
Negative Bestätigung
Viele gute Lehrer tun es entweder instinktiv oder bewusst: negative Haltungen zunächst bestätigen. Johnstone machte z.B. Spiele daraus: „Nur blockieren“, „Nur Fragen stellen“. Man könnte das ganze auch noch radikalisieren. Nina Wehnert berichtet gar von einem Contact-Impro-Lehrer, der zunächst den
Selbstfesselung durch Rollen
Die Spielerin Y. tendierte dazu, geh- und sehbehinderte Omas zu spielen. Auch eine Form der Selbstfesselung. Der Blick- und Bewegungsradius wird eingeschränkt. Offenbar versucht unsere Körper-Seele-Apparat auf diese Weise Sicherheit zu erlangen. Für die Impro nicht gerade förderlich, werden doch
Schulenpopulen
Manchmal wird so getan, als sei eine Impro-Schule eine zwingende Notwendigkeit, um gut improvisieren oder Improtheater spielen zu können. Großartige Improvisierer wie Helge Schneider oder das Pärchen Dean Martin/Jerry Lewis beweisen das Gegenteil. Dasselbe gilt für Schauspiel. Schauspielschulen werden manchmal
Vor der Show
Es gibt kein Patentrezept für die Zeit vor der Show. Je nach Gruppe und Auftritt wieder muss man sich fragen: Was brauche ich, was brauchen die anderen, was brauchen wir gemeinsam, um eine gute Show zu spielen? Es scheinen sich
Erfreuliche Improvisation
Ich glaube, ein großer Teil der Freude, die wir aus Improvisation und besonders aus improvisiertem Theater ziehen, liegt in der Bewunderung für mutige Entscheidungen, die einen in unerwartete und ungewöhnliche Situationen bringen.Deshalb ist es auch oft schöner, einer unbefangenen Anfängertruppe
Fahr zur Hölle / Drop dead Keith
In „Theaterspiele“ („Impro for Storytellers“) beschreibt Keith Johnstone die seltsame Angewohnheit einiger Spieler, sich durch Blickkontakt zum Lehrer immer wieder abzusichern. Er empfiehlt dafür, den Schüler „Drop dead, Keith!“ sagen zu lassen. Ich hab es ein paar Mal versucht. Ohne
Von Comics Komik lernen
(c) TOM hat im Laufe der letzten Jahre seinen Stil immer mehr verfeinert (wenn man mal von der ewig unkomischen Postoma absieht).Die Pointe liegt meist in dem, was man nicht sieht. Die Impro-Spieler könnten sich mal davon eine Scheibe abschneiden.
Pfeifen
Beobachtung von Stefanie Winny: Nur im Hochstatus pfeift man.
Gags und Brechungen
Crossover-Impro mit Jochen Schmidt als Autor von der Chaussee der Enthusiasten. Erstaunliches szenisches Engagement. Gutes Gespür fürs Aufeinandereingehen.Hinterher die Diskussion, wie man mit dem Impuls des Brechens und der Pointe umgeht. Vermutlich eröffnet sich hier noch ein sehr weites Feld,
Regeln und Freiheit
Etwas Grundsätzliches zum Lernen und Unterrichten. Impro-Unterricht sollte immer davon geprägt sein, Freiheiten zu eröffnen, statt zu verschließen. Um dies zu erreichen, kann es durchaus mal notwendig sein, bestimmte Dinge zu „verbieten“, wie z.B. in den gewöhnlichen Impro-Games eine bestimmte
Schlimmes Publikum
Mehrfach habe ich hier hingewiesen darauf, dass man sich nicht zu leicht von einer Handvoll zu nerviger Zuschauer ins Bockshorn jagen lassen muss. Mit einer Art Bühnen-Aikido lässt sich so etwas gut habndhaben, wenn man das trainiert hat: Schlechte Energie
Der Pate
„In all of my films I try to have a couple of weeks to have the all the cast together and very often if the first time the actors work together they do so in improvisation especially sensual improvisation: eating
Verknüpfungen
Wann soll verknüpft werden. Manche Spieler sind geradezu blind für in der Luft liegende Verknüpfungen, die sozusagen die Szene „rund“ machen, andere sind übereifrig im Verknüpfen. Im Grunde sind zu flinkeVerknüpfungen auch eine Form des Gagging. Das superschnelle Benennen macht
Jump around
Warum nur haben viele eigentlich gute junge Tänzer Hemmungen, auf der Bühne mal ein bisschen rumzuspringen? Viel zu oft den elenden Doo-Wop-Chor gesehen. Viel zu selten, straffe kraftvolle Sprünge.
Coppollas Wertschätzung für Impro
Vor dem Filmen von „Der Pate“ ließ er die wichtigsten Schauspieler der Familie Corleone zusammenkommen und ein bisschen „Familie“ improvisieren, gemeinsam essen usw. Das brachte die Schauspieler zusammen.Mehr als Proben ist es vielleicht wichtig, gute Momente miteinander zu haben, essen
Kraft der Fehler – Coppolla/Montana
Lenny Montana – ein Wrestler, spielt in „Der Pate“ den Killer Luca Brasi. Ungewohnt einen Text zu sprechen, friert er förmlich ein, als er vor Marlon Brando steht. Coppolla nahm dieses Missgeschick zum Anlass für die hübsche Idee, Luca Brasi
Freiheit
Es gibt ein paar wenige Menschen, die mir das seltene Gefühl überbordender endloser Freiheit vermittelt haben: Ralf Petry Aljoscha, Flake, Paul von Feeling B. Erich Siebenschuh Ahne Leon Düvel Michael Stein Stephen Nachmanovitch Menschen, die in einer Weise offen waren
Stephen Sim Solo
Eine hübsche kleine Solo-Impro zeigt Stephen Sim von den Crumbs. Schöne Balance zwischen Schauspiel, Comedy, Flow, Behaupten, Flirt mit dem Publikum.
Partnerunterstützung
Seit Mick Napier haben wir zwei Grundgedanken:1) Unterstütze deinen Partner.2) Du unterstützt deinen Partner, indem du dich selber unterstützt.Napier meint, den Gedanken 1) weiterentwickelt zu haben, aber in Wirklichkeit beziehen sich die beiden Aufforderungen auf verschiedene Situationen:1) zielt vor allem
Regelfetischismus
Viel zu oft vertiefen sich Impro-Spieler in die Regeln einzelner Games, in die Regeln der Improvisation usw. Auch dies kann man in gewissem Maße als Angst auffassen – Angst vor der Freiheit.Beispiel: Die Regel „Stell keine Fragen!“ hat natürlich ihren
Blickpunkte (Viewpoints)
Beginne mit Anne Bogart/Tina Landau „Viewpoints“. Die ersten zwei Kapitel erinnern doch sehr stark an Zaporahs „Action Theater“: Abstraktionen von Inhalten und Handlungen. Wie können wir Bewegungen, Körper, Stimme auf neue Art einsetzen?Exzerpt:Blickpunkte („Viewpoints“) sind Bezeichnungen für bestimmte Prinzipien von
Ideen
Ideen sollte man wohl so behandeln wie ein meditierender Zen-Buddhist seine Gedanken: Achtsam beobachtend, ohne sich an sie zu klammern. Völlig „leer“, quasi geistlos auf die Bühne oder gar in eine laufende Szene zu gehen, hilft ja auch nichts. Sei
Ruhe und Lampenfieber
Seltsam, wie viele Bühnenmenschen vor dem Auftritt ihre Angst mit Übersprungshandlungen zu kaschieren zu versuchen. Ich kenne mindestens drei Kleinkünstler, die sich vor und zwischen den Auftritten immer und immer wieder nachschminken. Andere rauchen, fressen, gehen mehrere Male auf die
Nachdenken und Reagieren
„Sian Leah Beilock von der University of Chicago fand heraus: Golfprofis treffen den Ball am besten, wenn sie keine Zeit haben, über den Schlag nachzudenken. Bei Anfängern verhält es sich jedoch umgekehrt. Wer auf einem Gebiet erfahren und gut trainiert
